Dominoeffekte verteuern die Lebensmittelpreise

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Zahlreiche Lebensmittel sind zuletzt deutlich teurer geworden. Das zeigt die nachfolgende Statista-Grafik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes. Insbesondere für Sonnenblumen- oder Rapsöl müssen Verbraucher jetzt tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr (+102,6%). Auch andere Produkte wie Quark, Butter, Weizenmehl oder Sahne legen im Preis zu.

Dominoeffekte verteuern die Lebensmittelpreise

Laut Einschätzung der Verbraucherzentrale gibt es eine Reihe von Ursachen für die steigenden Lebensmittelpreise. So seien die Kosten für Energie, Düngemittel und Futtermittel stark gestiegen, zusätzlich verteuerten Arbeitskräftemangel und Mindestlohn die Personalkosten. Bereits im Juli 2021 hat der erste Preisschub bei Lebensmitteln eingesetzt, der sich im laufenden Jahr Monat für Monat fortsetzt.

Sozialverbände und Ernährungsexperten warnen vor den sozialen und gesundheitlichen Folgen des starken Preisanstiegs für gesunde Lebensmittel. “Obst und Gemüse werden für Geringverdiener und Menschen in Grundsicherung durch die Preissteigerungen endgültig zum Luxusgut, das sie sich nicht mehr leisten können”, sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, dem “Tagesspiegel”.

Lebensmittel, selbst Grundnahrungsmittel werden dadurch selbst für breitere Gesellschaftsschichten zunehmend zu einem regelrechten Luxusgut. Dennoch bewerte ich es auch nicht als verwerflich, gezielt in Agrarrohstoffe zu investieren, weil die Landwirtschaft die Grundlage unserer Nahrungsmittelversorgung darstellt.