Aktienmärkte in Europa

10 min | Stand 09.06.2022
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Inhaltsverzeichnis

Die weltweiten Aktienmärkte stecken derzeit ordentlich in der Bredouille. Inflation, Zinsen, Krieg, Rezessionsängste – all das bereitet Aktionären derzeit gehörig Kopfzerbrechen. Doch wie steht es eigentlich um europäische Aktien?

Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Wertpapierbörsen Europas, wie sich der europäische Aktienmarkt in der Vergangenheit entwickelt hat und was die Zukunft für Europas Aktien bringen könnte. Was man als Anleger bei europäischen Aktien momentan bedenken sollte und welche wichtigen Aktien und Indizes es im europäischen Raum gibt, beleuchten wir in diesem Beitrag.

Die wichtigsten Wertpapierbörsen Europas

London Stock Exchange

Die London Stock Exchange (LSE) wird häufig als die älteste Börse der Welt angesehen. Sie ist zwar tatsächlich eine der ältesten Börsen, die allererste Börse der Welt wurde jedoch im Jahr 1409 im holländischen Brügge gegründet. Ungeachtet dessen hat die LSE trotz Brexit immer noch den höchsten Stellenwert innerhalb Europas.

Die LSE wurde im Jahr 2007 mit der italienischen Borsa Italiana zusammengeführt. An der Londoner Börse wird auch der wichtigste britische Index aufgelegt, der FTSE 100, der die 100 wichtigsten an der LSE gelisteten Unternehmen beinhaltet. Ein weiterer Index, der den Londoner Aktienmarkt noch repräsentativer abbildet, ist der FTSE All Share-Index, der 600 der insgesamt 2000 Unternehmen umfasst, die an der Londoner Börse gehandelt werden.

Euronext

Die Börse Euronext ist die größte grenzüberschreitende Börse Europas und ging aus dem Zusammenschluss der Börsen Amsterdam, Brüssel, Lissabon und Paris hervor. Auch die Londoner Terminbörse LIFFE gehört zur Euronext. Die Fusion im Jahr 2000 entstand aus einer Notwendigkeit, um mit dem rapiden Wachstum der Aktienmärkte in den USA und vor allem auch in Asien mithalten zu können.

Hier werden auch die entsprechenden länderspezifischen Indizes auferlegt, wie der französische CAC40, der niederländische AEX, der belgische BEL20 und der portugiesische PSI-20. Insgesamt gibt es etwa 30 Aktienindizes, anhand derer die Performance der Euronext verfolgt werden kann. Der wichtigste ist jedoch der Euronext 100.

Frankfurt Stock Exchange

Neben der London Stock Exchange und der Euronext rangiert die Frankfurt Stock Exchange (FSX) als einer der wichtigsten Börsenhandelsplätze Europas. Die Frankfurt Stock Exchange wird von der Deutschen Börse AG betrieben und ist die mit Abstand wichtigste deutsche Aktienbörse. Sie gilt als traditionelle deutsche Leitbörse und betreibt auch die elektronische Handelsplattform XETRA.

Deutschland verfügt zwar über insgesamt acht Wertpapierbörsen, aber über die Frankfurter Börse und XETRA werden etwa 90 Prozent des gesamten Wertpapierhandels in Deutschland abgewickelt, sodass sie im Hinblick auf den Umsatz nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern auch international zu einer der bedeutendsten Börsenhandelsplätze gehört.

Die Frankfurter Börse gibt auch den DAX heraus, Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer. Der DAX enthält aktuell die 40 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarkts und somit rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung der deutschen börsennotierten Aktiengesellschaften.

Weitere Börsen in Europa

Die drei wichtigsten Börsenplätze Europas sind ohne Zweifel die London Stock Exchange, die Euronext und die Frankfurt Stock Exchange. Natürlich gibt es noch etliche weitere europäische Landesbörsen, die auf Landesebene zwar ebenfalls bedeutungsvoll sind und einen interessanten geschichtlichen Hintergrund haben. Im internationalen Vergleich spielen diese jedoch eine eher untergeordnete Rolle.

Die zweitgrößte deutsche Börse ist die Stuttgarter Wertpapierbörse. Sie ist zwar eine der jüngsten deutschen Börsenhandelsplätze, hat aber vor allem beim Handel mit Zertifikaten durch die zur Stuttgarter Börse gehörende Terminbörse EUWAX große Bedeutung.

Die Wiener Börse ist die einzige Wertpapierbörse in Österreich und gewissermaßen eine „Grande Dame“ unter den internationalen Handelsplätzen ist. Sie feierte im Jahr 2021 ihren 250. Geburtstag und hat somit bereits einiges an Kriegen und Börsencrashs überdauert. Die Wiener Börse berechnet den österreichischen Leitindex ATX, der die 20 liquidesten, allerdings nicht die am höchsten kapitalisierten, börsennotierten Unternehmen der Wiener Börse umfasst.

Auch die Schweizer Börse (Swiss Exchange bzw. SIX) soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Sie ist in Zürich ansässig und entstand aus einem Zusammenschluss der Börsen Basel, Genf und Zürich. Sie legt den Leitindex SMI auf, der die 20 liquidesten Schweizer Titel enthält.

Wie hat sich der europäische Aktienmarkt in der Vergangenheit entwickelt?

Wagt man einen Blick in die Vergangenheit, so fristen europäische Aktien im Vergleich zu amerikanischen eher ein Schattendasein. Betrachtet man den Zeitraum seit der letzten globalen Finanzkrise, so blieb Europa sowohl im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum, als auch bei den Aktiengewinnen deutlich hinter den USA zurück.

Während der S&P 500 in den Jahren 2010 bis 2019 nämlich Kursgewinne von 170 % verzeichnen konnte, waren es beim MSCI Europe gerade einmal knapp 60 %, wobei Steuersenkungen in den USA am Ende dieser Periode den amerikanischen Titeln nochmals einen zusätzlichen Renditeschub verliehen haben.

Auch nach dem Corona-Crash im Jahr 2020 und der anschließenden raschen Erholung der Aktienmärkte, bauten die USA erneut ihren Vorsprung gegenüber Europas Aktien aus. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Neben dem geringen Wirtschaftswachstum mag auch eine unterschiedliche Sektorengewichtung mit verantwortlich für die unterschiedlichen Renditen in den beiden Regionen sein. Während im amerikanischen Aktienmarkt vor allem die Technologiebranche dominierte, konnte man in Europa besonders ein Übergewicht des Finanzsektors verzeichnen. Die unterschiedlichen Renditen lassen sich zumindest zum Teil durch diese voneinander abweichenden Sektorengewichtungen begründen.

Gerade die Technologiebranche leidet in jüngster Zeit jedoch besonders deutlich im aktuellen Marktumfeld, das von hoher Inflation, aggressiven Zinsanhebungen, geopolitischen Krisen, Energieversorgungsängsten und Rezessionserwartungen geprägt ist. Es stellt sich also die Frage, ob nun die Zeit einer Trendwende gekommen ist, in der die Karten neu gemischt werden.

Lohnen sich europäische Aktien überhaupt noch?

Während manche das Eintreten dieser Wende jetzt endgültig erwarten, die jedoch bereits seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue prognostiziert wurde, setzen viele Profis weiterhin vor allem auf US-Titel.

Neben der Frage, ob sich Aktien aktuell überhaupt noch lohnen, steht also vor allem die Frage im Raum, wie Europas Aktien in der aktuellen Situation einzuordnen sind. Über diese Fragen zerbrechen sich viele Anleger derzeit den Kopf.

Auch wenn für Investoren hier viele Aspekte zusammenkommen, die Aktieninvestments derzeit alles andere als attraktiv erscheinen lassen, so muss dennoch festgehalten werden, dass die aktuelle Korrekturphase in den Aktienmärkten schon seit längerem erwartet wurde.

In Anbetracht der steigenden Zinsen liebäugeln viele Investoren nun auch wieder mit Anleihen. Man sollte jedoch bedenken, dass die Zinsen dennoch vergleichsweise niedrig sind und nach Abzug der Inflationsrate sogar deutlich negativ ausfallen. Daher lautet auch weiterhin der Konsens, dass auf lange Sicht weiterhin kein Weg an Aktien vorbei führen wird.

Was sollte man als Anleger momentan bedenken?

Was man jedenfalls beachten sollte ist, dass Bärenmärkte durchaus länger dauern können. Starinvestor Ray Dalio hat kürzlich 6,7 Milliarden Dollar auf fallende Aktienkurse in Europa gesetzt. Man sieht also wie bearish die Stimmung auch unter Profis derzeit ist und zwar nicht nur im Hinblick auf Aktien generell, sondern im Speziellen auch bezüglich europäischer Aktien.

Es ist durchaus noch mit weiteren Kursverlusten und einer längeren Abwärtsphase zu rechnen. Die Durststrecke kann also noch etwas länger andauern. Es stellt sich daher die Frage, in was man derzeit überhaupt noch investieren kann. Guter Rat ist hier teuer. Aktuell rücken aber vor allem defensive und dividendenstarke Titel von gesunden und qualitativ hochwertigen Unternehmen ins Augenmerk der Anleger. Es gibt viele stabile und etablierte Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits mehrfach gesund aus längeren Bärenmärkten hervorgekommen sind.

Auch wenn diese altbewährten Aktien „für die Ewigkeit“ sehr häufig in den USA zu Hause sind und gerade dort in den letzten Jahren auch die höchsten Renditen zu erzielen waren, finden sich auch im europäischen Raum einige etablierte Unternehmen, die für defensiv orientierte Investoren im aktuellen Marktumfeld eine Überlegung wert sein könnten. Nicht zuletzt deshalb, wenn man die vergangenen Renditen in den USA vor dem Hintergrund der starken Gewichtung im Technologiesektor betrachtet.

Werfen wir also einen Blick auf ein paar der wichtigsten und etablierten Unternehmen aus Europa mit einem eher defensiven Charakter.

Wichtige europäische Aktien – eine Auswahl

Nestlé

Nestlé ernährt die Welt, sagt man. Trotz aller Kritik, die dieses Unternehmen erfährt, ist diese Aussage ist nicht ganz unbegründet. Nestlé ist das nach Marktkapitalisierung größte Unternehmen der Schweiz und zudem der größte Lebensmittelkonzern der Welt. Außerdem zählt Nestlé zu den umsatzstärksten Unternehmen weltweit. Der Konzern betreibt etwa 450 Produktionsstätten, ist in 190 Ländern aktiv und beschäftigt weltweit über 300.000 Mitarbeiter.

Gegessen und getrunken wird schließlich immer, heißt es so schön. Deshalb gilt Nestlé für viele Anleger als „sicherer Hafen“ unter den Aktien. Ohne Zweifel ist es eines der wichtigsten börsennotierten Unternehmen im europäischen Raum. Die Vielzahl an Marken, die zu Nestlé gehören ist unüberschaubar groß, sodass man davon ausgehen kann, dass ein Großteil der Menschen weltweit regelmäßig Produkte von Nestlé konsumiert.

Trotz der offensichtlichen Bedeutung des Unternehmens für die weltweite Nahrungsmittelproduktion, steht Nestlé immer wieder wegen einer Vielzahl an Vorwürfen in der Kritik, vor allem wegen ethischer Belange, Umweltvergehen, Regenwaldabholzungen oder wegen dem Verkauf ungesunder Nahrungsmittel, weshalb manche Privatinvestoren von einem Investment lieber absehen.

Allianz

Die Allianz SE hat ihren Sitz in München und zählt zu den weltweit größten und führenden Versicherungs- und Finanzdienstleistern. Das Unternehmen beschäftigt über 150.000 Mitarbeiter und tritt weltweit in einer Vielzahl an Ländern unter dem Namen Allianz Group auf.

Versicherungen sind ein sicheres und solides Geschäftsmodell. Solange sich Menschen und Unternehmen gegen Risiken und Schäden absichern wollen, werden Versicherungen Geld verdienen. Auch wenn die Erträge von Versicherungen durchaus schwankungsanfällig sind, ist das Geschäftsmodell langfristig wohl kaum zu erschüttern.

Die Allianz gilt unter Anlegern als sehr verlässlicher und solider Dividendenzahler. Als Ziel wird von dem Unternehmen stets eine Ausschüttung von 50 % des Jahresüberschusses angestrebt. Somit ist die Allianz nicht nur für langfristig orientierte Anleger interessant, sondern auch für jene Investoren, die Wert auf eine kontinuierliche Ausschüttung legen.

SAP

Der baden-württembergische Softwarekonzern SAP ist das größte Softwareunternehmen außerhalb der USA und somit auch das größte Softwareunternehmen Europas. Das Unternehmen hat sich auf Software zur umfassenden Abwicklung aller Geschäftsprozesse innerhalb eines Unternehmens spezialisiert.

SAP beschäftigt über 100.000 Mitarbeiter weltweit und betreut weit über 300.000 Kunden, wovon viele auch Großunternehmen und DAX-Konzerne sind. Die Anzahl der SAP-Anwender wird auf etwa 12 Millionen geschätzt. Die Aktie ist im DAX und im Euro STOXX 50 gelistet und wird sowohl an der Frankfurter Börse, als auch an der New York Stock Exchange gehandelt.

Seit Jahresbeginn steht die Aktie zwar immer noch mit 25 Prozent im Minus und in letzter Zeit häufen sich auch negative Schlagzeilen über unzufriedene Mitarbeiter und Kunden, sowie über interne Streitigkeiten. Dennoch zählt die SAP-Aktie zu den Dauerläufern aus Deutschland, die von den Aktionären zudem als verlässliche Dividendenzahler geschätzt wird.

Shell

Shell (vormals Royal Dutch Shell) ist eines der größten Unternehmen weltweit und steht an erster Position des FTSE 100 Index. Der Konzern ist in über 140 Ländern aktiv, beschäftigt knapp 90.000 Mitarbeiter und hat etwa eine Million Aktionäre.

Der britische Konzern hat eine dominante Position im weltweiten Öl- und Gasgeschäft, dennoch möchte das Unternehmen langfristig eine führende Rolle in der Produktion von sauberen Energien einnehmen.

Der Ölpreisabsturz im Zuge der Corona-Krise hatte für das Unternehmen enorme Auswirkungen und hatte zur Folge, dass die Ausschüttungen an die Aktionäre – vielen vorangegangenen Ölkrisen zum Trotz – erstmals seit 1945 gekürzt werden mussten. Der Konzern reagierte jedoch sehr schnell auf die Krise und führte umgehend massive Kosten- und Investitionskürzungen ein und stellte zudem laufende Aktienrückkaufprogramme ein, wie es die Konkurrenz ebenfalls tat. Dennoch bedeutete das Krisenjahr 2020 ein Rekordminus für den britischen Energiekonzern.

Für Aktionäre ist das Unternehmen aufgrund einer insgesamt relativ gesunden Bilanz und wegen der starken Marktposition dennoch attraktiv. Trotz der Dividendenkürzungen bleibt die Aktie auch weiterhin für Dividendenstrategen interessant.

Novo Nordisk

Novo Nordisk ist ein weltweit operierendes Unternehmen mit Sitz in Dänemark, das im Healthcare-Bereich tätig ist. Durch die jahrzehntelange Erfahrung des Unternehmens im Bereich der Diabetesversorgung, konnte sich das Unternehmen als ein marktführendes Unternehmen in diesem Sektor etablieren.

Für viele Aktionäre gilt das Unternehmen aufgrund des wachsenden Bedarfs im Bereich Healthcare und in der Diabetesversorgung als krisenfestes Investment mit reichlich Wachstumspotential. Ein Blick auf die Prognosen der WHO im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung von Diabetes-Fällen verdeutlicht dies. In Vergangenheit konnte die Aktie mit außergewöhnlichen Renditen punkten. So konnten sich die Aktionäre in den letzten fünf Jahren über eine durchschnittliche jährliche Rendite von 32 % freuen.

Was sind wichtige europäische Aktienindizes?

Lieber breit gestreut in den europäischen Aktienmarkt investieren? Dann bieten sich vor allem Investitionen auf Indexbasis mittels ETFs an.

Der Euro STOXX 50 gilt als wichtigster europäischer Leitindex. Durch ein Joint Venture zwischen der Deutschen Börse, dem Verlagshaus Dow Jones und der Schweizer Börse entstand 1998 ein Unternehmen mit dem Namen STOXX Ltd. mit Sitz in Zürich, aus dem die Entwicklung des Euro STOXX 50 Index hervorging. Er beinhaltet die 50 größten börsennotierten Unternehmen in Europa und etablierte sich zum europaweit führenden Index. Als Blue-Chip-Index gilt er als wichtiger Indikator für die Wertentwicklung am europäischen Aktienmarkt.

Auch der MSCI Europe ist ein wichtiger europäischer Aktienindex, der vor allem für ETF-Investoren als Bestandteil eines weltweit diversifizierten Portfolios gerne als Basis für Investments herangezogen wird, vor allem um einem nach Marktkapitalisierung gewichteten Weltportfolio einen höheren Europa-Anteil beizumischen.

Der europäische Aktienmarkt: ein Fazit

Für die gesamte Assetklasse der Aktien sind die Zeiten derzeit nicht einfach. Investoren stehen vor herausfordernden Zeiten und jedes Investment sollte derzeit gut überlegt werden. Dass Aktien auf lange Sicht weiterhin eine der rentabelsten Assets bleiben werden, darüber herrscht weitgehend Einigkeit.

Ob insbesondere europäische Aktien in der Zukunft gegenüber amerikanischen Aktien aufholen können, darüber herrscht jedoch Uneinigkeit. Während einige Investoren die lange prophezeite Trendwende nun endgültig eingeleitet sehen, setzen viele professionelle Investoren weiterhin vor allem auf amerikanische Titel und spekulieren bei europäischen Aktien sogar auf weiterhin fallende Kurse. Nichts desto trotz findet man in der europäischen Börsenlandschaft einige interessante und vor allem altbewährte Aktien, die schon in der Vergangenheit mehrfach gesund aus Börsenkrisen hervorgegangen sind. Gerade diese defensiven Titel sollten Anleger derzeit vor allem am Schirm haben.