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CFDs für Anfänger

Sparen, Anlegen, finanzielles Polster schaffen – wer je schon mal einen Blick in die Zukunft gewagt hat (und das werden die meisten von uns sein), ist mit Sicherheit schnell dahintergekommen, dass man finanziell vorsorgen sollte.

Wodurch auch immer Sie bei Ihren Überlegungen angetrieben wurden, ob nun durch die Angst davor, dass die Waschmaschine irgendwann ersetzt werden muss, oder durch den Wunsch, diese eine große Reise eines Tages zu machen, oder das Bedürfnis, die Nachkommenschaft versorgt zu wissen: Sie werden zu dem Schluss gekommen sein, dass finanzielle Rücklagen für die nahe oder ferne Zukunft sehr sinnvoll, beinahe obligatorisch sind.

Für die Zukunft absichern

Sparen – oder noch besser: Anlegen – kommt einem dabei vermutlich direkt in den Sinn. Viele von Ihnen werden sich in diesem Zusammenhang bereits mit den etlichen, vielfältigen Anlegemöglichkeiten auseinandergesetzt haben. An dieser Stelle möchte Ihnen eine weitere, womöglich für Sie noch unbekannte Anlagestrategie vorgestellt werden.

Und auch all jenen anderen, die noch auf der Suche nach dem für sie richtigen Weg sind, um für die Zukunft finanziell vorzusorgen, sei dieser Artikel ans Herz gelegt. So stoßen Sie eben etwas früher als später auf dieses risiko-, aber im Erfolgsfalle äußerst ertragreiche Verfahren.

Was sind CFDs?

Differenzkontrakte (englisch: Contracts of Difference à CFD) gehören als Hebelprodukte zusammen mit Zertifikaten, Optionsscheinen, Optionen und Futures zur Gruppe der Derivate. Im Gegensatz zum Aktien-Handel beispielsweise, der wohl bekanntesten Art, sein Geld an der Börse zu machen, investiert ein CFD-Trader allerdings nicht direkt in den Basiswert, also die Aktie. Dementsprechend wird nicht etwa der Anteil des Aktionärs am Kapital eines Unternehmens verbrieft.

Erwirbt ein Händler ein CFD, ist er anschließend Inhaber einer Forderung. Der Kurs eines CFDs leitet sich dabei direkt vom Basiswert ab, also zum Beispiel vom Wert einer Aktie oder eines Indizes.

Der Handel wird in der Regel außerbörslich, also im Over-the-counter-Handel (OTC) direkt mit einem Market-Maker abgewickelt. Die Commerzbank beispielsweise bietet CFDs auf alle möglichen Basiswerte an, so etwa Aktienindizes, Rohstoffe und Edelmetalle, Futures, Aktien oder Währungen.

In die Welt der CFDs eintauchen

Der besondere Reiz von CFDs wird dadurch ausgemacht, dass die Möglichkeit besteht, proportional gesehen viel mehr Gewinn zu erzielen, als es bei gleichem Kapitalinvestment direkt in einen Basiswert der Fall wäre, da man mit Hebelwirkung auf eine Kursbewegung spekuliert.

Es wird der „Spread“ gehandelt, also die Kursdifferenz zwischen Ein- und Ausstiegszeitpunkt. Das Großartige daran im Vergleich zu z.B. Aktienhandel ist, dass der Anleger gewissermaßen auf Kredit handelt, wenn man so möchte. Der CFD-Trader muss als Investment bloß eine Margin aufbringen, eine Sicherheitsleistung. Die Höhe eben dieser richtet sich nach der Art des zugrundeliegenden Basiswertes. Bei einem CFD-Investment in Rohstoffe beliefe sich die Margin beispielsweise auf 3%, bei einem Index-CFD auf 1%.

Funktionsweise von CFDs

CFDs können Long oder Short gehandelt werden. Das bedeutet, es wird entweder in die positive (Long), oder negative (Short) Entwicklung eines Kurses investiert. In diesem Zusammenhang sei am Rande erwähnt: Obwohl Aktionäre und CFD-Trader in einem sehr unterschiedlichen Verhältnis zu den Basiswerten stehen, in die sie auf die eine oder andere Weise investieren, sind sie beinahe gleichgestellt, wenn es um Dividenden geht.

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Inhaber eines Long-CFDs erhalten am ex-Dividende-Tag (exD) immerhin 85% der Dividende gutgeschrieben. Das Gegenteil gilt allerdings für Inhaber eines Short-CFDs: Ein Investment in einen fallenden Kurs hat zur Folge, dass am exD die volle Dividende zu begleichen ist.

Der CFD-Handel empfiehlt sich vor allem für kurz- (Day-Trading) und mittelfristiges Trading. Das, was den Erwerber eines CFDs im Falle des Erfolgs dann so glücklich machen kann, ist die Hebelwirkung des Produktes. Bei vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz kann es zu sehr hohen Gewinnausschüttungen kommen. Handelt man zum Beispiel 10 Index-Kontrakte, wird eine Margin von 1% hinterlegt.

Steht der Index z.B. bei 8000 Punkten, liegt die Margin in diesem Falle also bei 800€. Das würde bedeuten, dass in diesem Moment durch einen Kapitaleinsatz von 800€ in Form einer Margin an der Börse 80.000€ bewegt werden. Bei einer Steigerung des Indexes um 50 Punkte, stiege auch der Wert des Kontraktes um 50€.

Erfolgsaussichten

Was in der Theorie großartig aussieht, kann aufgrund eben jener Hebelwirkung im umgekehrten Fall natürlich zu großen Verlusten führen. Geht mehr als die ursprüngliche Einlage verloren, steht der Händler sogar in der Nachschusspflicht. Aus diesem Grund sollte in dieses hochspekulative Derivat nur derjenige investieren, der die nötige Erfahrung mitbringt und den Mut, das Risiko einzugehen. Werden das CFD-Depot gewissenhaft gewählt und sämtliche Faktoren, die den Basiswert beeinflussen könnten, stets sorgsam im Auge behalten, kann man sich vom CFD-Handel dennoch großen Erfolg versprechen.

All jenen, die erst am Anfang ihrer Börsen-Karriere stehen oder bescheidenere Mittel und Ziele haben, sei zunächst eine sicherere Anlage-Methode empfohlen, wie zum Beispiel ein Investment in einen Aktien-Fonds.

 

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Tobias Schmitz

Seit über 15 Jahren ist Tobias Schmitz in der Digitalwirtschaft tätig und verantwortet seit 2017 das Portal des Investor-Verlags.

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