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Strategische Metalle: unverzichtbar im High-Tech-Bereich

Strategische Metalle, die auch als „Technologiemetalle“ oder Sondermetalle bezeichnet werden, ist im eigentlichen Sinne ein politischer Begriff. Diese Grundstoffe haben wegen ihres Verwendungszwecks oder ihrer Herkunft eine strategische Bedeutung. Damit gehören sie weder einer chemisch-physikalischen Metallgruppe noch mit einer solchen, die sich über das Periodensystem definieren lässt.

Insgesamt gehören zu den strategischen Metallen 29 Elemente wie beispielsweise Chrom, Kobalt, Molybdän, Antimon oder Vanadium. Die meisten dieser Metalle werden oft in Form von Legierungen in der Luft- und Raumfahrt oder in der Internet-Technologie verwendet. Dennoch weisen sie keinen einheitlichen Preistrend auf. Neben den genannten Bezeichnungen werden für strategische Metalle auch Begriffe wie „High-Tech-Metalle“ oder „Technologiemetalle“ genutzt.

Strategische Metalle – Verfügbarkeit bestimmt den Preis

Wer einen Preisvergleich im Hinblick auf die unterschiedlichen Rohstoffmärkte anstellt, erkennt, dass strategische Metalle andere Rohstoffe eindeutig in den Schatten gestellt haben. Die Gründe dafür sind die besonderen Eigenschaften der strategischen Metalle, die in dem Bereich der Hochtechnologie (Rüstungsindustrie, Luft- und Raumfahrt, Nanotechnologie und Internet) als unverzichtbar gelten.

Das allgemeine Angebot bei einigen dieser Technologiemetalle wird inzwischen als kritisch eingeschätzt. Zum einen, weil sie seltener in der Erdoberfläche vorhanden sind als andere Rohstoffe, und zum anderen, weil sie oft in Weltgegenden zu finden sind, die als geo-politisch unsicher und gesellschaftlich instabil gelten. Daher auch der Name strategische Metalle.

Beispielsweise sind die weltweit größten Anbieter beim wichtigen Nebenmetall Kobalt die als instabil geltenden afrikanischen Staaten Kongo und Sambia. Aufgrund ihrer geringen Verfügbarkeit sind die Preise für strategische Metalle in den zurückliegenden Jahren wesentlich stärker gestiegen als z.B. die Preise für Buntmetalle.

Sondermetalle werden an freien Handelsplätzen angeboten. Dabei hat sich die Londoner Börse in letzter Zeit als der führende Markt – noch vor New York – herauskristallisiert. Im Zeitalter des Internet sind darüber hinaus auch elektronische Handelsplattformen entstanden, die eine verbesserte Transparenz und Liquidität für die Preise der strategischen Metalle gewährleisten.

Strategische Metalle: Anlagemöglichkeiten für Investoren

Vor allem in der Zukunft werden die strategischen Metalle eine bedeutende Rolle in der technologischen Forschung und Entwicklung spielen. Dabei sind sie gleichermaßen für Schwellenländer wie für Industriestaaten unentbehrlich.

Privatkunden konnten bis vor Kurzem lediglich in strategische Metalle investieren, wenn sie sich auf Aktien und Fondsbeteiligungen an Minengesellschaften, Produzenten oder Versorgungsunternehmen der Förderfirmen konzentrierten. Neuerdings gibt es jedoch für einen Teil der strategischen Metalle Anlagemöglichkeiten in physischer Form.

Ein direktes Investment in strategische Metalle ist für private Anleger eher weniger zu empfehlen. Da es für diese Grundstoffe keine fixen Preise wie für Silber und Gold gibt und diese lediglich von bestimmten Händlern festgesetzt werden, kommt es zu großen Preisunterschieden und einer damit einhergehenden Schwankungsanfälligkeit. Darüber hinaus sprechen hohe Lagerkosten und mögliche Gesundheitsgefährdungen gegen den Kauf von strategischen Metallen.

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