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Strategische Metalle Indium und Gallium: Bedeutung für LEDs

Ein paar interessante Fakten zum Thema LEDs: Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Werkstoffe für welche LED-Farbe benötigt werden.

Keine Sorge, die aufgelisteten Verbindungen müssen Sie nicht kennen. Es geht mir darum, Ihnen zu zeigen, in wie vielen der Verbindungen die Worte „Gallium“ und auch „Indium“ vorkommen. Denn das bedeutet, dass diese Elemente für die Produktion zum derzeitigen Stand der Technik einfach notwendig sind.

Sie sehen: Gallium und Indium kommen da in der einen oder anderen Verbindung sehr häufig vor. Und das sind die interessanten Metalle, da sie so selten sind und die Jahresproduktion bei wenigen Hundert Tonnen weltweit liegt.

Gallium und Indium: Wichtige Metalle mit geringer Jahresproduktion

Klar, Aluminium wird auch benötigt – doch dies ist das häufigste Metall weltweit (was das Vorkommen betrifft), alleine Australien produziert über 60.000 Tonnen jährlich. Vergleichen Sie das mal mit den an die 200 Tonnen Jahresproduktion weltweit (inklusive Recycling!) bei Gallium.

Das Fraunhofer-Institut hat berechnet, dass der Galliumbedarf für die Herstellung alleine von weißen LEDs von 9 Tonnen auf 143 Tonnen im Jahr 2030 steigen wird. Wie gesagt…die Galliumförderung des Jahres 2011 liegt bei schätzungsweise 200 Tonnen. Diese explodierende Gallium-Nachfrage der LEDs trifft auf ein sehr begrenztes Angebot. Mit anderen Worten: Im Jahr 2030 könnte alleine die LED-Produktion rund drei Viertel der heutigen Gallium-Produktion benötigen.

Angebot und Nachfrage – steigen die Preise?

Klare Sache: Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage sollten die Preise erheblich steigen. Punkt. Und in diesen Märkten tummeln sich wenige Spekulanten, keine Hedgefonds etc. Die Preise werden also noch wirklich durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Ein Punkt, der mir besonders gut gefällt. Denn wenn ich da Silber denke: Da wurden im September an manchen Tagen mit Silber-Futures höhere Umsätze gesehen als die weltweite Jahresproduktion aller Minen weltweit ergibt. Das behagt mir gar nicht.

Dann lieber strategische Metalle, bei denen es noch „ehrliche Preisbildungen“ aufgrund der realen Angebots- und Nachfrage-Situation gibt.

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Über den Autor
Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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