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Heidelberg Pharma – Fortschritte in der Krebstherapie

Inhaltsverzeichnis

Einer der großen Hoffnungsträger im deutschen Biotech-Bereich hat im ersten Halbjahr 2022 gute Fortschritte in der Forschung und der Finanzierung erzielt: Heidelberg Pharma. Der Kurs der Aktie hat bereits in den Tagen zuvor kräftig zugelegt und hält sich seitdem stabil.

Dietmar Hopp mit hoher Finanzierungszusage

Heidelberg Pharma, das bis vor 5 Jahren noch Wilex hieß, ist vorwiegend in der Krebsforschung aktiv. Hauptaktionärin ist eine Gruppe um den Mitgründer von SAP, Dietmar Hopp, die dievini  Hopp Biotech-Holding. Sie hält 75 % des Aktienkapitals und ist quasi der Finanzanker für Heidelberg Pharma – wie sich auch im ersten Halbjahr 2022 wieder gezeigt hat.

Eines der drei prägenden Ereignisse im bisherigen Jahresverlauf ist denn auch die im Februar erfolgte Zusage von dievini, bis zu 36 Millionen Euro an liquiden Mitteln zur Verfügung zu stellen, falls dies notwendig wird.

Strategische Partnerschaft

Ein weiterer Meilenstein für Heidelberg Pharma  ist eine strategische Partnerschaft mit dem chinesischen Pharmakonzern Huadong im Gesamtvolumen von bis zu einer Milliarde Dollar. Sie besteht aus einer exklusiven Lizenzvereinbarung zur Entwicklung und Vermarktung mehrerer potenzieller Krebsmedikamente und -therapien. Huadong will sich zudem mit insgesamt 105 Millionen Euro an Heidelberg Pharma beteiligen, 80 Millionen Euro davon sollen  im Zuge einer Kapitalerhöhung im zweiten Halbjahr  fließen.

Erste Sicherheitsdaten für Ende des Jahres erwartet

Auch die Fortschritte in der klinischen Erprobung der Krebsmittel-Kandidaten können sich sehen lassen. Vorstandssprecher Jan Schmidt-Brand verweist darauf, dass die ersten Patienten dosiert werden konnten. Er hofft, dass bis Ende des Jahres auch die ersten Sicherheitsdaten dazu veröffentlicht werden können.

Der Ansatz von Heidelberg Pharma stellt nach Unternehmensangaben „einen völlig neuen Behandlungsansatz für die Krebstherapie“ dar. Der Wirkstoff Amanitin wird dabei über Antikörper mit einer neuen Technologie gezielt in Krebszellen gebracht und tötet diese ab.

Umsatz schnellt von 1,1 auf 12,2 Millionen Euro hoch

Bei einem Biotech-Unternehmen mit einer aussichtsreichen Krebstherapie spielen die pharmakologischen Fortschritte eine weitaus größere Rolle als die Bilanzzahlen. Aber auch sie haben sich in der ersten Jahreshälfte 2022 verbessert. Der Umsatz ist von 1,1 Millionen Euro auf 12,2 Millionen geklettert – hauptsächlich dank der Lizenz-Zahlungen von Huadong. Das Ergebnis je Aktie erreichte mit -0,25 Euro eine Steigerung gegenüber -0,42 Euro ein Jahr zuvor.

Der Aktienkurs bewegte sich im Vormittagshandel mit Kursen um 4.95 Euro in etwa auf Vortagsniveau. Das ist deutlich mehr als noch Ende Juni mit 4,51 Euro, aber erheblich weniger als im Frühjahr 2021 mit über 9 Euro.