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Warum Ihnen bei der RWE-Aktie langfristiges Potenzial winkt!

Inhaltsverzeichnis

Es gibt nicht wirklich viele deutsche Unternehmen, die von den Folgen des Ukraine-Kriegs profitieren. Eines davon hört auf den Namen RWE. Der Grund ist relativ einfach: Der Essener Energiekonzern produziert zum Beispiel aus Erdgas, Kohle, Kernkraft, aber auch aus erneuerbaren Energien Strom. Gleichzeitig handelt das Unternehmen mit diesen Rohstoffen.

Entsprechend profitiert der Konzern sowohl von den hohen Strompreisen, als auch von den hohen Gaspreisen. Die Gewinne von RWE schossen deshalb bereits seit 2021 deutlich nach oben.

Neunmonatsbilanz 2022: RWE meldet starken Gewinnsprung

In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 konnten die Essener abermals den Profit nach oben schrauben, wie RWE vor wenigen Tagen mitteilte. Demnach stieg der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (EBITDA) konzernweit auf 4,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von noch einmal 72 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Allein im Kerngeschäft (ohne Kohle und Kernkraft) konnte man den operativen Gewinn auf 3,5 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Einen sehr großen Zugewinn erzielte die Sparte „Wasser/Biomasse/Gas“. Hier stieg das EBITDA von 430 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro. Dabei profitierte RWE von höheren Erträgen und Margen vor allem der Gaskraftwerke.

Beim Energiehandelt legte der Konzern operativ von 609 auf 942 Millionen Euro zu. Nahezu alle Handelsprodukte und Regionen erwiesen sich als Profittreiber.

Öko-Strom-Geschäft floriert wieder

Starke Akzente meldete das Management bei den Erneuerbaren Energien. So stieg der bereinigte Betriebsgewinn der Sparte Onshore Wind/Solar auf 649 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum hatte man damit gerade einmal 36 Millionen Euro operativ verdient. Damals hatten extreme Wetterbedingungen in Texas das Geschäft verhagelt.

Neben besseren Windverhältnissen trug der engagierte Kapazitätsausbau in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 zu dem Profitsprung bei. Zwischen Januar und Ende September hat das Unternehmen sein grünes Portfolio um 1,3 Gigawatt ausgebaut.

Durch aktuell im Bau befindliche Projekte und bereits angekündigte Akquisitionen soll das Portfolio um weitere 9,4 Gigawatt wachsen. Dazu zählt der Kauf der US-Firma Con Edison Clear Energy Businesses, eines Entwicklers und Betreibers im Bereich Öko-Strom. Durch den Zukauf übernimmt RWE Anlagen mit einer Kapazität von 3 Gigawatt. Der Essener Konzern sieht darin einen Meilenstein, um seine Marktmacht in den USA weiter auszubauen.

Kohle und Kernkraft auf dem absteigenden Ast

Abstriche musste man hingegen im Kohle- und Kernenergiegeschäft machen. Hier fiel das EBITDA von 720 auf 633 Millionen Euro. Wegen der Energiekrise in Deutschland hat RWE zwar drei Braunkohle-Kraftwerksblöcke aus der Sicherheitsbereitschaft wieder ans Netz gebracht und die zum Jahresende geplante Silllegung zwei weiterer Blöcke verschoben.

Trotzdem musste man hier einen Ergebnisrückgang hinnehmen. RWE begründet das unter anderem damit, dass der Konzern die Stromproduktion der deutschen Braunkohle- sowie Kernkraftwerke bereits langfristig vor der aktuellen Energiekrise verkauft hatte – und das zu relativ niedrigen Preisen.

Bis 2030 will das Unternehmen ohnehin komplett aus der Kohleverstromung aussteigen. Und auch die Tage der Kernkraft sind gezählt. Zwar soll der letzte von RWE betriebene Atommeiler im niedersächsischen Lingen Anfang 2023 vorübergehend weiterlaufen. Doch die Bundesregierung sieht das – zumindest bis dato –als einmalige Maßnahme, um die Stromversorgung zu gewährleisten.

RWE-Aktie: mein Fazit für Sie

RWE profitiert also von der Energiekrise in Deutschland. Was den Konzern aber so interessant macht, ist dessen Engagement bei den Erneuerbaren Energien. Dank der hohen Gewinne kann RWE aus den Vollen schöpfen und viel Geld in den Ausbau seiner Öko-Strom-Aktivitäten investieren. Das verschafft dem Unternehmen langfristiges Potenzial.

Schließlich wollen die Essener zu einem weltweit führenden Anbieter von Öko-Strom werden. Der Konzern ist hier jedenfalls auf dem besten Wege.

Klar: Die RWE-Aktie hat als Krisenprofiteur im bisherigen Jahresverlauf im Unterschied zum Dax deutlich zugelegt. Analysten sehen trotzdem noch Luft nach oben. Laut Marketscreener liegt das durchschnittliche Kursziel der Experten knapp 30 Prozent über dem Kursniveau vom 10. November.

Nach Veröffentlichung der Neunmonatszahlen zeigten sich die Analysten weitestgehend zufrieden. Vincent Ayral vom US-Institut JPMorgan sprach von einem „soliden“ Zahlenwerk.  John Musk von der kanadischen Bank RBC konstatierte gar eine „starke“ Neunmonatsbilanz.

Unterm Strich bietet die RWE-Aktie meiner Meinung nach immer noch gute langfristige Investmentchancen – vor allem wegen der Erneuerbaren Energien.