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Erzeugerpreise fallen deutlich. Ist der Höhepunkt der Inflation erreicht?

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Wenige Tage vor Weihnachten zeigen sich die Börsen erneut von ihrer unfreundlichen Seite. Dabei gibt es für Sie als Verbraucher eigentlich gute Nachrichten, die sich nicht nur in Ihrem Portemonnaie, sondern auch auf die Aktienkurse auswirken dürften – wenn es nicht eine Schock-Nachricht der japanischen Notenbank gäbe.

Preisauftrieb gestoppt

In den letzten beiden Jahren ging für die Preise, die die Produzenten für Vorprodukte wie zum Beispiel Rohstoff, aber auch Industrieprodukte, steil nach oben. Der Aufwärtstrend wurde jetzt gestoppt. Zwar waren die Erzeugerpreise im November gegenüber dem Vorjahr noch immer über 28% höher. Gegenüber dem Vormonat Oktober sind sie aber deutlich gefallen. Nur zum Vergleich: Im September hatte die Vorjahresrate noch 45,8% betragen.

Nicht nur die Energiepreise sind deutlich gefallen

In erster Linie sind die Erzeugerpreise durch den Rückgang der Preise für Erdgas und Strom gefallen, wie das Statistische Bundesamt heute berichtet. Erfreulich ist aber auch, dass die Erzeugerpreise ohne Energie im letzten Monat zurückgegangen sind.

Wir sind nahe am Höhepunkt der Inflation

Als Verbraucher können Sie zunächst aufatmen. Denn es spricht viel dafür, dass die Teuerungsrate ihren Höhepunkt erreicht hat oder er sogar bereits hinter uns liegt. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Inflation schon bald auf 2% fallen wird. Denn mit den nächsten bzw. bereits vereinbarten Lohnerhöhungen steht der nächsten Kostenschub schon bevor. Und was das für Sie als Verbraucher heißt, ist klar: Die Preise bleiben vorerst auf einem hohen Niveau.   

Für die Notenbanken gibt es noch keine Entwarnung

Fazit: Die Notenbanken zeigen sich weiter entschlossen, die Inflation zu bekämpfen. Dabei nehmen sie auch eine Rezession und hohe Schwankungen an den Börsen in Kauf. So hat die japanische Notenbank die Märkte mit einem kompletten Strategiewechsel geschockt, was in eine noch straffere Geldpolitik bedeuten kann. Rechnen Sie deshalb nicht nur in den letzten Handelstagen dieses Jahres mit hohen Schwankungen, sondern auch in 2023. Mittlerweile haben wir aber in vielen Bereichen, die zuvor hohen Bewertungen abgebaut, so dass Sie sich gerade bei dividendenstarken Substanztiteln mittlerweile wieder auf die Lauer legen können.