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Der Branchen-Primus der Autozulieferer! Ein Investment könnte sich für Sie lohnen.

Inhaltsverzeichnis

Die Chipkrise sowie die hohen Rohstoffpreise zwingen gerade Autozulieferer mit Umsätzen unter 200 Millionen € in die Knie. Die Großen der Branche, wie Continental oder Hella, lassen ebenfalls Federn. Da weniger Autos gebaut werden, erhalten die Zulieferer ebenfalls weniger Aufträge.

Könnten Sie sich trotzdem vorstellen, in einen Autozulieferer zu investieren? Bei Schaeffler lohnt zumindest ein Blick.

Aktie des Zulieferers lag 7 % im Plus

Wie viele andere Autozulieferer musste auch Schaeffler die Umsatzprognose für 2021 senken. Statt mindestens 11% werden jetzt nur noch mindestens 7% mehr Umsatz erwartet. Im Gegensatz zur Konkurrenz musste die Gewinnprognose bei Schaeffler aber nicht korrigiert werden. Das honorierte die Börse. Die Aktie legte zeitweise um 7% zu und setzte sich an die Spitze des SDax.

Sie stellen sich vielleicht jetzt berechtigterweise die Frage, warum es so gut laufen konnte, obwohl wichtige Bauteile fehlten.

Schaeffler-CEO Klaus Rosenfeld gibt im Handelsblatt die Antwort: „Es ist ein Vorteil, wenn man nicht nur auf einem Bein steht. Wir haben Auto und Industrie.“

Im Bereich Auto setzt Schaeffler zudem nicht ausschließlich auf Zuliefererteile, sondern auch auf Autoersatzteile. Obwohl das Ergebnis wegen gestiegener Materialkosten hier leicht rückläufig war, konnte dennoch ein Plus von 18% gemacht werden.

Breite Aufstellung zahlt sich aus

Noch lukrativer war das Industriegeschäft, das rund ein Viertel des Gesamtumsatzes ausmacht. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg der Umsatz um 14%, das Ergebnis um 60%.

Lukrativ war vor allem die Herstellung von Wälzlagern, die in Industriemaschinen, Windkraftanlagen sowie Luftfahrtturbinen verbaut werden. Außerdem hat Schaeffler auch bei der Zukunftsbranche E-Mobilität einen Fuß in der Tür. Das Familienunternehmen aus Herzogenaurach nahe Nürnberg stellt Antriebsteile für Elektrofahrzeuge her. Diese Sparte ist in diesem Jahr um 22% gewachsen.

Auf Jahressicht schlägt sich die Schaeffler-Aktie mit einem Plus von 30% gut. Investoren, die schon früher eingestiegen waren, können allerdings nur von einer Reduzierung ihrer Verluste sprechen. Auf 2-Jahres-Sicht liegt das Minus bei -20%, auf 5-Jahres-Sicht sind es sogar -45%.

Gehandelt werden nur Vorzugsaktien, also Papiere ohne Stimmrecht. Die Aktien mit Stimmrecht gehören komplett Maria Elisabeth Schaeffler, der Witwe des Unternehmensgründers, sowie ihrem Sohn Georg.

Die Aktie wird aktuell mit dem 6-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt und ist damit vergleichsweise günstig.

Gelingt die Transformation?

Damit Investitionen in Schaeffler zukünftig dauerhaft Gewinne abwerfen, ist ein Wandel notwendig. Aktuell dreht sich noch zu viel um den Verbrennungsmotor, aber der Wandel könnte gelingen. CEO Rosenfeld ließ zuletzt neue Produkte für die Elektromobilität entwickeln. Rosenfeld kommt ursprünglich aus der Finanzbranche und kam zu Schaeffler, um den immensen Schuldenberg zu restrukturieren, nachdem die Familie Schaeffler mit viel Kapital beim Konkurrenten Continental eingestiegen war. Seitdem gilt Rosenfeld als enger Vertrauter der Familie, die ihm auch zutraut, das Unternehmen ins Elektrozeitalter zu führen.

Wenn Schaeffler diese Transformation gelingt, könnte sich der Autozulieferer tatsächlich zum interessanten Investment mausern, zumal es noch eine Dividendenrendite von 7% obendrauf gibt.