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Comeback läuft: Sind Sie bei diesem Turnaround dabei?

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Der Blick auf den Chart des DAX-Unternehmens Siemens Energy zeigt, dass es derzeit rund läuft. Bzw. wieder rund läuft, sollte man eher sagen.

Als Aktionär wissen Sie bereits, was ich damit meine. Schließlich ging es für die Aktie kurz nach dem Börsengang des Industriekonzerns (Siemens Energy spaltete sich im September 2020 als eigenständiges Unternehmen von Siemens ab) lediglich in eine Richtung: gen Süden.

Windkraft-Tochter verhagelte das Geschäft

Für Sie zur Erinnerung: für Hoffnung sorgte zuletzt vor allem, dass Siemens Energy nun endlich vollen Zugriff auf die verlustreiche Windenergietochter Siemens Gamesa hat und diese bald von der Börse nehmen dürfte. Zuletzt verhagelte die spanische Tochter dem Konzern nämlich ordentlich die Bilanz. Denn in den Büchern von Gamesa standen im Geschäftsjahr 2021/2022 (bis Ende 30. September 2022) fast ein Verlust von 1 Mrd. Euro netto. Vor dem kommenden Jahr dürfte die Windsparte auch nach wie vor keinen Gewinn abwerfen.

Daher kann man das laufende Jahr 2023 für Siemens Energy mehr als Übergangsjahr betrachten, in dem Sanierungen und Umbauarbeiten erfolgen.

Insiderkäufe aus der Führungsebene

Insiderkäufe, also Investitionen in Aktien des eigenen Unternehmens, sind in der Regel ein sehr gutes Zeichen. Davon gab es bei Siemens Energy zuletzt gleich zwei größere zu vermelden. Die erste Transaktion erfolgte Mitte Dezember letzten Jahres, als Maria Ferraro aus dem Unternehmensvorstand knapp 30.000 Anteilsscheine erwarb und dafür bei einem Kurs von 16,87 Euro insgesamt gut 506,118 Euro hinblätterte.

Der nächste Kauf folgte gleich zu Beginn des neuen Jahres am 05.01.2023 ebenfalls durch ein Vorstandsmitglied. Tim Oliver Holt legte sich 35.000 Siemens Energy-Papiere in sein eigenes Depot und gab dafür mehr als 615.200 Euro aus. Er griff bei einem Kurs von 17,58 Euro zu.

Stand heute (12.01., 11:31 Uhr) notiert die Aktie bei 18,67 Euro. Noch im Oktober lag der Preis für einen Anteilsschein bei lediglich 10,34 Euro.

Eine gute Depotbeimischung – Comeback läuft

Die Aktie hat sich erfolgreich von ihren Tiefständen lösen können. Ein Land braucht eine stabile sowie noch dazu vor allem bezahlbare Energieversorgung – und das heutzutage am besten auch noch umwelt- bzw. klimafreundlich.

Zudem wächst auch der Druck die Anstrengungen in Richtung regenerative Energien weiter und kräftiger auszuweiten. Weltweit werden deshalb immer größere Pakete für Milliardeninvestitionen in den Ausbau von Sonnen- und Windenergie aufgelegt. Das sollte sowohl Siemens Energy als auch der Mehrheitstochter Siemens Gamesa perspektivisch in die Karten stellen und beide sollten wieder gutes Geld verdienen können.

Konzernchef Bruch will die Wende einläuten. Aufträge hat Siemens Energy jedenfalls zur Genüge. Die Wachstumsfantasie stimmt und der Turnaround läuft bereits.