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US-Bank: KGV von 12. Dividende 3,8%. Tendenz steigend.

Inhaltsverzeichnis

In kleinen Unternehmen schlummert häufig das größte Gewinnpotenzial. Das gilt in einem bestimmten Fall auch für eine Bank.

Deshalb sollten Sie PNC Financial Services kennen und vielleicht auch schätzen lernen.

Im Vergleich zu JP Morgan, Goldman Sachs, Wells Fargo oder der Bank of America ist PNC (WKN: 867679) in der US-Bankenwelt eher unbekannt, aber immerhin mit einer Bilanzsumme von 500 Milliarden Dollar Amerikas größte Regionalbank.

Bodenständiges, aber lukratives Geschäft

PNC ist 170 Jahre alt und richtet den Fokus auf das Kreditgeschäft für mittelständische Unternehmen. Außerdem punktet die Bank mit einem starken Angebot im Privatkundengeschäft, was gerade zunehmend interessanter wird, weil die Zinsen in den USA rasant anziehen. Tatsächlich verzeichnet das Kreditgeschäft aktuell das beste Wachstum seit rund 15 Jahren.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Einen großen Anteil am Erfolg hat sicherlich CEO Bill Demchak, der als einer der besten Bankmanager des Landes gilt. In den 1990er-Jahren war Demchak eine Bekanntheit an der Wallstreet, erfand quasi das Geschäft für Kreditderivate bei JP Morgan.

Der New Yorker Trubel wurde dem Mann aus Pittsburgh jedoch schnell zu viel, sodass er Anfang der 2000-Jahre in seine Heimat zurückkehrte, bei PNC 2002 als Finanzchef anfing und sich bis zum Chef-Posten hocharbeitete.

Der Grund für den heutigen Erfolg liegt aber auch an einem Skandal in den 1990er-Jahren. Kurz nachdem Demchak bei PNC angefangen hatte, kam heraus, dass die Bank faule Papiere zu einer Schattenbank verschoben hatte, um die Bilanz ein bisschen aufzuhübschen.

Nach interner Krise für die Finanzkrise bestens aufgestellt

In Folge dessen musste PNC drastisch die Risiken senken, um die hausgemachten Probleme zu lösen. Währenddessen investierten andere Banken munter in den US-Häusermarkt, welcher dann kurz vor der Finanzkrise 2008 zusammenbrach.

PNC stand dann im Vergleich zur Konkurrenz hervorragend da, weil die Bank sich gerade restrukturiert und neu aufgestellt hatte. Andere Institute gerieten enorm unter Druck, sodass eine wilde Zeit der Übernahmen begann. PNC bediente sich und nutzte den Fall anderer Banken für den eigenen Aufstieg. Heute zählt PNC mehr als 2.600 Filialen und über 12 Millionen Kunden. 60 % der Einnahmen kommt aus Netto-Zins-Erträgen, 40 % aus gebührenpflichtigen Serviceleistungen, wie zum Beispiel der Vermögensverwaltung.

Interessant für Sie als Anlegerin und Anleger sind natürlich weitere Zahlen. PNC ist an der Börse 65 Milliarden US-Dollar wert, der Jahresumsatz lag zuletzt bei 20 Milliarden US-Dollar, das KGV bei 12.

Der entscheidende Vorteil gegenüber Großbanken

Ein großer Vorteil für PNC und auch für Sie als mögliche Investorin oder Investor ist, dass die Kapitalanforderungen für die „kleine Regionalbank“ anders sind als für die Global Player. Große Banken sind global systemrelevant und müssen viel Eigenkapital vorhalten. Dadurch wird es schwieriger, Geld in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen an Aktionäre zurückzugeben.

PNC muss nur eine Mindestkapitalquote von 7,4 % vorweisen, drei Milliarden Dollar sind deshalb verfügbar, können und sollen in Aktienrückkäufe und Dividenden gesteckt werden. Aktuell liegt die Dividendenrendite bei 3,8 %, ein Anstieg gilt als wahrscheinlich.

PNC lohnt also auf jeden Fall einen Blick.