Monday.com-Aktie nimmt Aufwärtstrend wieder auf

Inhaltsverzeichnis

Am Montag zog die Aktie des israelischen Unternehmens Monday.com kräftig an. Die Aktie des Workflow-Software-Anbieters schoss nach Vorlage der Geschäftszahlen um 8% in die Höhe. Damit nimmt die Aktie ihre Aufwärtsbewegung wieder auf und baut Ihr Plus im aktuellen Börsenjahr auf knapp 42% aus.

Monday.com – mit No Code zum Erfolg

Bevor wir auf die aktuelle Geschäftsentwicklung im Detail kommen, möchte ich Ihnen das Geschäftsmodell des israelischen Start-ups erst einmal vorstellen: Monday.com stellt mit sogenannter No-Code- oder Low-Code-Software einzelne Bausteine zur Verfügung, mit denen Unternehmen ohne beziehungsweise mit nur wenig Programmieraufwand Workflow-Prozesse und Projekte digitalisieren können. Die Einsatzbereiche sind vielfältig und können vom Marketing, der Personalverwaltung, Kundenbeziehungen oder die Softwareentwicklung betreffen.

Dabei verfügt der Konzern über renommierte Kundschaft. Sogar Großkonzerne wie Universal Mucis, Mars, Bayer oder auch die US-Armee setzten auf die Monday.com-Software.

Umsatzwachstum von 42% im zweiten Quartal

Zuletzt zeigte das Unternehmen ein dynamisches Wachstum: Im zurückliegenden zweiten Quartal kletterten die Umsätze um 42% auf 175,7 Millionen Dollar in die Höhe. Das lag 6,41 Millionen Dollar über den Prognosen der Wallstreet Banker (Quelle: Seekingalpha).

Bemerkenswert: Die sogenannte Net Retention Rate (NRR) lag bei Kunden mit mehr als 10 Nutzern immer noch bei hohen 120%. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Kennziffern in der Analyse von Subskriptions-Geschäftsmodellen.

Zum Hintergrund: Die NRR besagt, wie sich der Umsatz mit Bestandskunden im Zeitablauf verändert und wird berechnet als Umsatz der Vorperiode minus “Churn Rate” (Umsatz, der durch Kundenverluste oder geringere Preise fehlt) zuzüglich der “Expansion Rate” (zusätzlicher Umsatz mit diesen Kunden durch Nutzungssteigerung, Upsell, Preiserhöhungen).

NRR-Werte über 100% bedeuten ein Wachstum des Umsatzes mit der Bestandskundschaft und sind gleichzeitig ein Hinweis auf hohe Kundenzufriedenheit. Allerdings ist der Wert in den letzten Quartalen deutlich zurückgegangen (Q1 2023: 125%; Q4 2022: 130%; Q3 2022: 135%).

Großkunden gewinnen an Bedeutung

Deutlich nach oben ging es auch bei der Anzahl der Großkunden, die mehr als 50.000 Dollar an Jahresumsatz generieren: Im Jahresvergleich konnten 732 neue Kunden in dieser Kategorie gewonnen werden (+63%). Damit ist die Zahl der Großkunden bei Monday.com auf 1.892 angestiegen. Darunter finden sich namhafte Adressen wie BBC, Carrefour oder auch der Fitnessbike-Hersteller Peloton. Inzwischen nutzen 59% der Fortune 500-Unternehmen die Software des Unternehmens.

Fortschritte auf dem Weg in die Gewinnzone

Auch bei der Gewinnentwicklung macht der Konzern Fortschritte: Der Verlust konnte von 46 Millionen Dollar auf 7 Millionen Dollar reduziert werden. Auf bereinigter Basis erreichte Monday.com sogar schwarze Zahlen (20,9 Millionen Dollar). Unter dem Strich stand ein bereinigter Gewinn von 41 Cents pro Aktie in den Büchern, was deutlich über den Erwartungen lag. Zum Vergleich: Die Wallstreet-Analysten rechneten mit einem Gewinn von 21 Cent je Aktie.

Management hebt Jahresprognose an

Für das gesamte Geschäftsjahr 2023 stellt das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 713 bis 717 Millionen Dollar in Aussicht. Das entspricht einem Umsatzwachstum von +37% bis 38%. Für das zukünftige Wachstum will der Konzern auch seine Mitarbeiterbasis bis Ende 2023 um rund 10% aufstocken. Seit Anfang des Jahres wurden etwa 150 Mitarbeiter eingestellt, so dass sich die Zahl der Beschäftigten derzeit auf 1.646 beläuft. Es wird erwartet, dass das Unternehmen bis zum Jahresende 1.800 Mitarbeiter beschäftigen wird.

Fazit: Die Zahlen des Workflow-Spezialisten Monday.com lagen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn über den Erwartungen. Auch die angehobene Prognose macht deutlich, dass sich der Konzern weiter auf einem klaren Wachstumspfad befindet. Die Anleger honorieren dies und haben für einen kräftigen Kursanstieg gesorgt. Mittlerweile liegt der Börsenwert des Softwareunternehmens wieder bei rund 8 Milliarden Dollar.