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SAP-Aktie: Starke Kooperation mit Heidelberger Druck!

Inhaltsverzeichnis

Die Elektromobilität ist längst nicht mehr nur ein Thema der Rohstoffunternehmen, Batteriekonzerne und der Autobranche. Auch die IT-Giganten wollen bei diesem lukrativen Zukunftsmarkt ein Wörtchen mitreden.

Beispiel: SAP. Der führende deutsche IT-Konzern hat im September im Rahmen der Automesse IAA seinen Beitrag zur Verkehrswende vorgestellt. Im Mittelpunkt: die cloudbasierte Anwendung „SAP E-Mobility“.

SAP macht Lade-Management effizienter

Dabei handelt es sich um eine Software zur Abrechnung von Ladevorgängen speziell bei Unternehmen und Flottenbetreibern. Das heißt: „SAP E-Mobility“ erfasst sämtliche Daten, die über die Ladesäule generiert werden, und speist diese direkt in die Abrechnungssysteme der Firmenkunden. Die Unternehmen können dadurch die Betriebskosten bzw. den Stromverbrauch einzelner Ladepunkte besser erfassen.

Doch nicht nur das: Firmenkunden erhalten zudem einen genauen Überblick darüber, welche Ladepunkte an welchem Standort, zu welcher Zeit und von welchem Fahrzeug genutzt werden. Die Unternehmen können damit die Auslastung ihrer Ladepunkte optimieren und ihre Effizienz steigern.

Da SAP keine eigenen Ladestationen baut, ist der Konzern natürlich auf Partner angewiesen. Bereits im September hatten die Walldorfer den Ladestation-Entwickler Elexon ins Boot geholt. Dessen Ladepunkte, die auch von Firmen genutzt werden, sollen künftig mit „SAP E-Mobility“ ausgestattet werden.

Starke Kooperation mit Heidelberger Druck

Nun hat der Tech-Konzern einen weiteren, wesentlich namhafteren Partner gefunden: den Maschinenbauer Heidelberger Druck. Angesichts des mauen Geschäfts mit Druckmaschinen haben sich die Heidelberger in den letzten Jahren ein zweites Standbein aufgebaut.

So bietet der Konzern inzwischen Wallboxes für Privat- sowie Firmenkunden. Auch wegen der staatlichen Förderungen hatte Heidelberg zuletzt eine stark steigende Nachfrage nach den flexiblen Ladepunkten gemeldet und deshalb die Produktion nach oben geschraubt.

Jetzt sollen die Wallboxen des Konzerns mit „SAP E-Mobility“ kombiniert werden. SAP und Heidelberger Druck planen zunächst einige Pilotprojekte zum Beispiel in größeren Wohnanlagen sowie auf Mitarbeiter-, Hotel- und Restaurantparkplätzen. Später sollen die smarten Wallboxen großflächig ausgerollt werden. Einen konkreten Zeitplant nannten die Partner indes nicht.

Mein Fazit für Sie

„SAP E-Mobility“ hat das Zeug, die Elektromobilität in eine smarte Zukunft zu führen. Mit Blick auf den enormen Wachstumsbedarf der Ladeinfrastruktur sichert sich SAP einen lukrativen Zukunftsmarkt. Das dürfte sich in den kommenden Jahren auszahlen, vor allem wenn man weitere namhafte Partner gewinnen kann.

Für Heidelberger Druck ist die Kooperation mit den Walldorfern der bislang wohl wichtigste Meilenstein in Sachen Elektromobilität. Denn die SAP-Software ist eine entscheidende Verbesserung der Heidelberger Wallboxen und dürfte die Nachfrage weiter antreiben. Das Unternehmen hat schwierige Zeiten hinter sich. Nun kann man endlich optimistischer in die Zukunft blicken.