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JPMorgan Chase-Aktie: US-Großbank bleibt zunächst robust

JPMorgan Chase-Aktie: US-Großbank bleibt zunächst robust
Eagle / stock.adobe.com
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Am vergangenen Freitag haben eine Reihe von US-Großbanken ihre Zahlen zum dritten Quartal präsentiert – so auch der Branchenprimus JPMorgan Chase. Die Zahlen von JPMorgan waren mit Spannung erwartet worden, gilt die US-Bank als eines der wichtigsten Unternehmen der aktuellen Berichtssaison.

Der Gewinn von JPMorgan Chase sank im dritten Quartal um rund 17 Prozent auf 9,7 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf die Bank jedoch die Erwartungen der Analysten und war insgesamt robuster als die Konkurrenz um Citigroup oder Morgan Stanley. Kurzfristig gaben die Zahlen von JPMorgan der Aktie positive Impulse – bedrückend wirkt jedoch der mittelfristige Ausblick von CEO Jamie Dimon auf den Gesamtmarkt.

JPMorgan Chase übertrifft die Erwartungen

Was Anleger besonders positiv bewerteten: JPMorgan konnte seine Erträge – vor allem aufgrund der höheren Zinsen – von 29,6 Milliarden Dollar auf 32,7 Milliarden Dollar steigern. Neben dem Nettogewinn lag auch dieser Wert über den Erwartungen der Analysten.

Was der US-Großbank jedoch momentan zu schaffen macht, ist einerseits die schwächere Investmentbanking-Sparte in einem volatilen Marktumfeld. Andererseits kosten die Risikovorsorge wegen drohender Kreditausfälle JPMorgan eine Menge Geld.

Die JPMorgan Chase-Aktie reagierte insgesamt positiv und legte nach der Präsentation der Quartalszahlen zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von rund fünf Prozent zu Buche. Gerade im Vergleich zur Konkurrenz wirkt JPMorgan also auch in einem schwierigen Umfeld robust.

CEO Jamie Dimon rechnet mit US-Rezession

Nach den unter den aktuellen Bedingungen ordentlichen Quartalszahlen sind jedoch vor allem die mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten düster. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, sieht neben Europa auch die USA sowie die gesamte Weltwirtschaft auf eine Rezession zusteuern.

Die hohe Inflation, die Zinspolitik und der Krieg in der Ukraine belasten laut Dimon so stark, dass bis Mitte des kommenden Jahres eine Rezession in den USA zu befürchten sei. Im Zuge dessen rechnet er auch damit, dass weitere Kursrutsche an der Börse möglich sind. Sicher sei, dass sich Anleger weiterhin auf volatile Märkte einstellen müssten.

JPMorgan Chase-Aktie bleibt eher volatil

Die drohende Volatilität betrifft auch die JPMorgan Chase-Aktie: Kurzfristig und mittelfristig hängt die Entwicklung des Papiers stark vom Gesamtmarkt und der wirtschaftlichen Entwicklung ab. Mit einer drohenden US-Rezession und weiterhin hohen Inflation dürfte die Aktie in den nächsten Monaten wohl kaum nachhaltig klettern.

Langfristig bleibt JPMorgan Chase jedoch sehr solide aufgestellt – unabhängig von den aktuellen Problemen. Das breite Geschäftsmodell, die ordentlichen Bilanzen und die weiterhin satten Nettogewinne sprechen für die größte Bank der USA als eine stabile Investmentoption innerhalb des Bankensektors.