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Euro: 70 Prozent Kaufkraftverlust in 15 Jahren!

Gestern hatte ich Ihnen anhand des Euro-Dollar-Chats gezeigt, dass der Euro derzeit wahrscheinlich nicht unmittelbar vor dem Zusammenbruch steht. Allerdings ist das Match Euro gegen Dollar ein leichtes.

Denn der Dollar hat bereits einen 95%-igen Kaufkraftverlust hinter sich und wird eines Tages ebenfalls zusammenbrechen. Voraussichtlich noch zu meinen Lebzeiten (ich werde Ende Oktober 45).

Wie wäre es denn dann mit echtem Hartgeld als Vergleichsmaßstab für den Euro? Mit Gold! Denn eine echte Euro-Rettung sehe ich erst dann, wenn der Euro im Vergleich zum Goldpreis anzieht. Wenn Sie also für Ihren Euro mehr Gold bekommen. Schauen wir uns den Chart dazu einmal an:

Euro in Gold: Dramatischer Euro-Zerfall, zuletzt Stabilisierung

70 Prozent Kaufkraftverlust in nur 15 Jahren!

Sie sehen hier einen dramatischen Kaufkraftverlust seit Einführung des Euro-Bargelds im Jahr 2002. Vor allem die Jahre 2005 bis 2011 verliefen verheerend für den Euro. Inzwischen können Sie für Ihre Euros nur noch ein Drittel so viel Gold kaufen wie zum Zeitpunkt seiner Einführung im Jahr 2002.

Oder umgekehrt gedacht: Wenn Sie sich bei Euro-Einführung mit Gold gegen diese Währungszerstörung abgesichert hätten, wäre Ihnen dies mit Bravour gelungen. Diese einfache Maßnahme hätte Ihnen einen 70%igen Kaufkraftverlust in nur 15 Jahren erspart.

Bei anderen Waren und Dienstleistungen sieht es übrigens ähnlich verheerend aus. Vergleichen Sie mal die Dönerpreise oder Ihre Restaurant-Rechnungen von heute mit denen von damals! Leider kann ich das nicht so schön in einem Chart darstellen. Das Prinzip ist aber genau das gleiche.

Von daher: Lassen Sie sich nicht durch die Märchen aus der Mainstreampresse täuschen, es handle sich nur um eine „gefühlte Inflation“, die in Wahrheit gar nicht existiere, weil ja der (geschönte) Warenkorb eine ganz andere Realität zeige.

Es ist vielmehr umgekehrt: Die Wahrheit in der Mainstreampresse ist nur gefühlt, sie existiert gar nicht wirklich.

Die Zukunft des Euro: Alles andere als rosig

Immerhin: Ein scheinbarer Hoffnungsschimmer ist die Stabilisierung des Euro gegen Gold in den letzten Jahren. Diese ist jedoch nur einem stimmungsgetriebenen Bärenmarkt bei Gold ab Mitte 2011 geschuldet, der jetzt zu Ende geht. Jetzt, wo sich die Verheißungen von wieder steigenden Zinsen und einer gestrafften Geldpolitik als Luftnummern erwiesen.

Ich fürchte, die Euro-Gold-Kurve im Chart oben wird sich bald wieder deutlicher nach Süden neigen. Erst, wenn hier ein echter Aufwärtstrend entstehen würde, könnte ich Entwarnung für den Euro geben Das dürfte aber nur mit einer zumindest partiellen Golddeckung möglich sein (die es nie geben wird).

Von daher bleibt Ihr Ausweg weiterhin: Sachwerte. Gold als ultimativer Vermögensschutz und Aktien für laufende Erträge.

Warum die Masse der bundesdeutschen Vermögen stattdessen immer noch in illiquiden Immobilien und auf enteignungsgefährdeten, aber dabei durch die Inflation systematisch entwerteten, Girokonten parkt, wird wohl immer das Rätsel der Geschichte bleiben. Seien Sie schlauer.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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