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Kann Emmanuel Macron den Karren aus dem Dreck ziehen?

Die Wahl ist entschieden – Emmanuel Macron ist der neue Präsident von Frankreich. Der ehemalige Rothschild-Banker gewann mit 66,1 Prozent der Stimmen die Stichwahl am letzten Sonntag. Seine Gegnerin, Marine Le Pen, bekam nur 33,9 Prozent der Stimmen.

Das Establishment und die Presse in Europa jubeln. Mit einem „Frexit“ – dem Ausstieg Frankreichs aus der EU – ist jetzt nicht mehr zu rechnen. Denn Macron gilt als Verfechter des europäischen Projekts.

Doch gibt es wirklich Grund zu jubeln?

Laut dem Institut de Recherches Economiques et Fiscales haben in der ersten Runde der Wahlen 55 Prozent aller Wähler gegen eine Politik des freien Marktes gestimmt.

Von der Nationalistin Le Pen, dem Gaullisten Nicolas Dupont-Aignan bis zum Sozialisten Benoit Hamon und dem Kommunisten Jean-Luc Mélenchon.

In anderen Worten: Mehr als die Hälfte aller französischen Wähler verlangt MEHR staatliche Intervention in Frankreich und Europa.

Was Frankreich allerdings wirklich braucht, sind tiefgreifende Reformen. Die „Grande Nation“ leidet seit Jahren an minimalem Wachstum, katastrophaler Jugendarbeitslosigkeit, explodierenden Schulden und maroden Banken.

Das Land hat die Prinzipien des freien Marktes längst über Bord geworfen. Der Staat greift zunehmend in die Wirtschaft ein – in Form absurd hoher Steuern und Regulationen – und die wirtschaftliche Performance ist im Keller.

Besonders Gutverdiener fliehen deshalb in Scharen aus Frankreich. Allein 2016 haben 12.000 Millionäre Frankreich den Rücken gekehrt. Damit liegt das Land auf Platz #1 der Millionärsflucht.

Ich sehe nicht, wie Macron dies mit MEHR staatlicher Intervention ändern könnte.

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Macron wird auch den Euro und die EU nicht reparieren können!

Die Wahl Macrons ändert auch nichts an den fundamentalen Problemen der Eurozone. Der Kreditboom der EZB hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Zahlreiche Banken und Staaten sind bis zum Hals verschuldet… und die Volkswirtschaften sind verseucht mit „Zombie-Unternehmen“, die nur durch Billigkredite und staatliche Intervention am Leben gehalten werden.

Die Wahrheit ist, dass die Eurozone nur noch durch Ultra-Niedrigzinsen und die Geldschwemme der EZB zusammengehalten wird.

Die Umverteilung des Wohlstands in der EU läuft bereits auf Hochtouren. Die EU gleicht heute einer „Sowjetunion Light“ – Pleitestaaten werden künstlich am Leben erhalten, indem der Wohlstand der wirtschaftlich stärkeren Nationen abgesaugt wird.

Ich warne Sie daher: Das Jubelgeschrei der Politiker und Journalisten ist reine Augenwischerei. Es hat sich NICHTS an den fundamentalen Problemen Frankreichs oder der EU geändert.

Stattdessen können Sie mehr vom Alten erwarten. Mehr Schulden, mehr staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und mehr Umverteilung Ihres Wohlstandes zugunsten von maroden Banken und Pleitenationen.

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