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Gaspreis liegt deutlich unter dem Preisdeckel – Unsinn?

Inhaltsverzeichnis

In meinem gestrigen Beitrag hatte ich Ihnen über den europaweiten Gaspreisdeckel geschrieben, der zur Bekämpfung der Inflation in der Europäischen Union eingeführt werden soll.

Dieser soll in diesem Jahr ab einem Großhandelspreis von 180 Euro greifen. Dazu eine Einordnung von mir für Sie. 

Europäischer Gaspreis liegt deutlich unter dem Preisdeckel, Mechanismus unnötig

Zuletzt lag der Gaspreis an der TTF-Börse bei unter 100 Euro pro Megawattstunde. Der Preisdeckel ist aktuell also unnötig. Und selbst bei steigenden Preisen greift dieser erst nach erheblich Luft nach oben. Auf die 360 Euro pro Megawattstunde, die wir in der Kaufpanik Ende August gesehen hatten, kann der Preis aber nun immerhin nicht mehr steigen.

Aber diese verrückte Phase hielt ohnehin nur ein paar Tage an. Seit Ende August sinken die Gaspreise an der Börse kontinuierlich. Wie gesagt, auf inzwischen unter 100 Euro. Vor genau einem Jahr lag der Preis übrigens bei 130 Euro, vor zwei Jahren bei 16 Euro.

Die Gaspreisblase ist geplatzt – ganz ohne Preisdeckel

Sie sehen: die gesamte spekulative Übertreibung der letzten 12 Monate ist inzwischen wieder zurückgenommen worden. Die Gaspreisblase ist geplatzt. Und das lange, bevor der Preisdeckel beschlossen wurde.

Der „organische Preisanstieg“ davor bis etwa zur Jahresmitte/ -ende 2021 mit einer immer noch Versechsfachung der Preise, der nichts das Geringste mit dem Ukrainekrieg zu tun hat, bleibt uns jedoch erhalten. Da ändert auch der Preisdeckel nichts, denn dieser würde ja erst bei einer erneuten Verdoppelung der Preise greifen.

Woher dieser Gaspreisanstieg kommt und wie man diesen auch ohne einen komplizierten staatlichen Markteingriff wieder zurückdrehe kann, das erläutere ich Ihnen in meinem Beitrag morgen.