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Axon Enterprise – Aktie mit Kurzschluss

Inhaltsverzeichnis

Aus dem vormaligen Hersteller von Tasern ist mittlerweile ein veritabler Sicherheitsdienstleister geworden. Nach der jüngsten Kurshalbierung hat die Aktie von Axon Enterprise, so scheint es, nun wieder Potenzial.

Unter Strom

Die heutige Axon Enterprise wurde im Jahre 1991 unter dem Firmennamen AIR TASER gegründet und firmierte bis April 2017 unter dem Namen Taser International. Der Firmenname war damals vollständig Programm und ist es bis heute zum Teil noch immer. Die Amerikaner stellen nämlich von Beginn an Elektroschockpistolen – sogenannte Taser – her.

Ordentlich unter Strom stand die Aktie (WKN A2DPZU ) in den vergangenen zehn Jahren. Anleger konnten, sofern sie denn ohne Unterbrechung engagiert waren, alles in allem nahezu 2.000 Prozent Gewinn einfahren. Ob dies moralisch-ethisch so einwandfrei ist angesichts des Kerngeschäfts, also der Produktion von Elektroschockern, sei einmal dahingestellt. Investoren mit hohen moralischen und ethischen Ansprüchen an Produkte und Unternehmen dürften die Aktie ignoriert haben.

Weltweit wächst das Sicherheitsbedürfnis

Nach wie vor repräsentieren Elektroschocker den größten Anteil am Firmenumsatz. Doch Axon Enterprise nabelt sich von dieser Abhängigkeit zunehmend ab und expandiert im Geschäftsbereich IT-Sicherheit. Bei Unternehmen und Privatleuten wächst seit Jahren das Bedürfnis nach Sicherheit, woran sich künftig nicht ändern dürfte. Dabei sprechen wir nicht so sehr von Tasern oder Body-Cams, ein ebenfalls wichtiger Geschäftszweig der Amerikaner, sondern von im weitesten Sinne IT-Sicherheit.

Nach Branchenprognosen dürfte weltweit im Jahr 2022 der Umsatz im Bereich Cyber Security mehr als 120 Milliarden Euro betragen, rund die Hälfte davon entfällt auf das Segment IT-Services. In den kommenden Jahren wird, so die Schätzungen, der globale Umsatz mit solchen Dienstleistungen im Schnitt um 8,5 Prozent zulegen. Entsprechend würde das Marktvolumen im Jahr 2026 auf nahezu 170 Milliarden Euro steigen.

Axon Enterprise scheint im Hinblick auf die deutlich steigende Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen, insbesondere im IT-Sektor, gut vorbereitet. Das Unternehmen entwickelt zum einen erfolgreich eigene Software und bietet ebenso erfolgreich in diesem Bereich Cloud-Lösungen an. Da die Amerikaner momentan nach eigenen Angaben praktisch keine Schulden haben, ist der finanzielle Spielraum zwecks weiterer Expansion und der Entwicklung von Cyber Security-Lösungen entsprechend groß.

Axon Enterprise bald eine 100.000 Volt Aktie?

Zunächst ein Blick zurück. Im November des vergangenen Jahres erreichten die Anteilsscheine ihren historischen Höchstwert bei rund 210 US-Dollar. Was folgte, war ein jäher, ja dramatische Absturz auf nahezu 95 Dollar vor wenigen Tagen. Die Amerikaner hatten schlechte und Analysten enttäuschende Quartalszahlen präsentiert.

Doch „buy on bad news“ könnte für Investoren momentan der passende strategische Ansatz sein. Denn die Amerikaner haben längst neue Zielgruppen im Visier – Unternehmen und auch private Verbraucher. Dies, um vom traditionellen Kundenstamm, insbesondere öffentliche Behörden bzw. deren Sicherheitskräfte, unabhängiger zu werden.

Auf dem derzeitigen Kursniveau scheint die Aktie attraktiv für risikobewusste Investoren. Das Geschäft mit der Angst dürfte auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten florieren, wenn nicht sogar boomen. Wer weiß, was noch alles geschieht und was wir noch alles erleben werden. Da sich jeder Mensch, ob nun im Unternehmen oder als Privatmann, sicher fühlen möchte, dürfte es nicht an Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen mangeln.