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Cisco – Auftragsflaute überschattet gute Quartalsbilanz

Inhaltsverzeichnis

Der kalifornische Netzwerkausrüster Cisco stellt im dritten Quartal seines Geschäftsjahres einen weiteren Umsatzrekord auf und übertrifft insgesamt leicht die Erwartungen. Für Gegenwind sorgt ein unerwartet stark gefallener Auftragseingang.

Zweistelliges Wachstum in allen Märkten

Nachdem Cisco zum Auftakt des Geschäftsjahres 2023 mit 13,63 Milliarden US-Dollar seinen höchsten Quartalsumsatz in der Unternehmensgeschichte vermelden konnte und diesen im zweiten Quartal mit 13,59 Milliarden Dollar beinahe bestätigte, gelang dem Dow Jones-Konzern nun ein weiterer deutlicher Rekord.

Der Umsatz erhöhte sich im am 29. April 2023 beendeten dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 14,57 Milliarden Dollar. Branchenanalysten hatten im Schnitt mit knapp 14,4 Milliarden Dollar gerechnet.

Verantwortlich für den Anstieg ist das Segment Product mit einem Plus von 17 Prozent auf 11,09 Milliarden Dollar, während der Service-Bereich lediglich um 3 Prozent auf 3,48 Milliarden Dollar zulegte. Regional betrachtet vermeldeten Europa, Mittlerer Osten und Afrika mit 16 Prozent auf 3,81 Milliarden Dollar das größte Wachstum. Aber auch in den übrigen Märkten lief es gut: Auf dem amerikanischen Kontinent ging es um 13 Prozent auf 8,63 Milliarden nach oben und in der Region Asien-Pazifik, Japan und China um 11 Prozent auf 2,13 Milliarden Dollar.

Gewinn über Erwartungen

Nach der US-amerikanischen GAAP-Bilanzierung legte Cisco beim operativen Gewinn zum Vorjahr um 9 Prozent auf 3,95 Milliarden Dollar zu bei einer Marge von 27,1 Prozent (ein Jahr zuvor: 24,2 Prozent). Das Nettoeinkommen wuchs um 6 Prozent auf 3,21 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie stieg von 0,73 auf 0,78 Dollar.

Noch besser fielen die Zahlen nach der bereinigten Non-GAAP-Berechnung aus: Hier erhöhte sich der operative Gewinn um 11 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar bei einer Marge von 33,9 Prozent (Vorjahr: 32,5 Prozent). Der Nettogewinn verbesserte sich um 13 Prozent auf 4,11 Milliarden Dollar, und das Ergebnis je Aktie lag mit 1,00 nach 0,87 Dollar um 3 Cent über den durchschnittlichen Expertenerwartungen.

Solider Ausblick trotz enttäuschenden Auftragseingangs

Nachdem Cisco im letzten Jahr die meiste Zeit über einen steigenden Auftragseingang vermelden konnte, brach dieser im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2023 um 22 Prozent ein – Inflation und Rezessionssorgen dämpfen die Kauflaune der Cisco-Kunden offensichtlich stärker als gedacht. Dennoch liegt die vom Management veröffentlichte Prognose für das restliche Geschäftsjahr etwas höher als von den meisten Analysten vorhergesagt.

So soll der Umsatz im vierten Quartal um 14 bis 16 Prozent steigen und im Gesamtjahr um 10 bis 10,5 Prozent über dem Vorjahresergebnis liegen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie wird im vierten Quartal ein Wert zwischen 1,05 und 1,07 Dollar anvisiert, im Gesamtjahr soll der Gewinn je Aktie bei 3,80 bis 3,82 Dollar liegen. Branchenexperten hatten für das vierte Quartal im Schnitt ein Ergebnis je Aktie von 1,04 Dollar erwartet und ein Umsatzwachstum von 14 Prozent. Die Anleger sind vom überraschend schwachen Auftragseingang nicht begeistert und lassen die Cisco-Aktie im deutschen Feiertags-Vormittagshandel um über 2 Prozent auf etwa 42,40 Euro fallen.