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Daldrup & Söhne – Geothermie-Unternehmen steigert den Gewinn kräftig

Inhaltsverzeichnis

Der Geothermie- und Bohrkonzern Daldrup & Söhne konnte im ersten Halbjahr 2022 trotz rückläufigem Umsatz seinen operativen Gewinn deutlich verbessern. Der Aktienkurs zog in einem labilen Marktumfeld leicht an.

Abrechnungsmodalitäten verzerren Umsatzvergleiche

Der Umsatz des Unternehmens, das seinen Sitz im bayerischen Oberhaching und im westfälischen Ascheberg hat, erreichte in den ersten sechs Monaten 17,7 Millionen Euro. Das ist deutlich weniger als vor Jahresfrist mit 22,9 Millionen Euro.

Daldrup begründet den Rückgang vor allem mit Abrechnungsmodalitäten. Bei Großprojekten, die bei Geothermie-Bohrungen üblich sind, weichen die Zeitpunkte für die Zahlungen häufig von der Erbringung der Leistungen ab. 2021 hatte Daldrup einen über mehrere Jahre laufenden Auftrag abgerechnet – was damals zu einem Umsatzsprung führte.

Beim operativen Ergebnis schlägt sich der Umsatzrückgang nicht nieder. Der Gewinn vor Steuern (EBIT) war mit 1,2 Millionen Euro doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum 2021. Allerdings trugen jetzt Einmaleffekte maßgeblich zu dem höheren Ertrag bei.

Der Halbjahresüberschuss erreichte mit 0,4 Millionen Euro denn auch nur das Ergebnis des Vorjahres. Entsprechend verharrte auch der Gewinn je Aktie mit 7 Cents auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2021.

Konzernprognose fürs Geschäftsjahr 2022 bleibt bestehen

Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 ist der Vorstand um ihren Sprecher Andreas Tönies zuversichtlich, die bisherige Konzernprognose zu erreichen, die bei 42 Millionen Euro Umsatz und einer EBIT-Marge zwischen 4 % und 6 % liegt.  Das würde einem operativen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) zwischen 1,7 und 2,5 Millionen bedeuten.

Auch längerfristig ist Daldrup & Söhne optimistisch. Das liegt zum einen an einem Auftragsbestand von 27,1 Millionen Euro per Mitte September, der die Produktion bis weit ins nächste Jahr hinein absichert. Zum anderen bezeichnet das Unternehmen die Nachfrage nach Explorationsbohrungen für die Geothermie als „ungebrochen rege“.

Das gelte für alle Regionen, in denen das Unternehmen aktiv ist – also Deutschland, der Schweiz, Österreich und den Benelux-Staaten. Das Daldrup-Management ist sich sicher, dass die Energiewende „der Geothermie mittelfristig einen wirtschaftlich lukrativen, strukturellen Wachstumsmarkt“ beschert.

Deutlicher Kursanstieg seit Jahresbeginn

Die Aktie von Daldrup & Söhne reagierte auf die Halbjahreszahlen und den Ausblick zum Wochenbeginn mit leichten Aufschlägen auf Kurse um 6,75 Euro.  Damit zählt der Geothermie- und Bohrkonzern zu den wenigen deutschen Unternehmen, dessen Aktie seit Jahresbeginn zugelegt hat – und das mit rund 35 % kräftig. Allerdings notiert die Aktie auch deutlich unter dem Hoch von 8,68 Euro, das  Mitte Juli 2022 erreicht worden war.