United Airlines: Das sind die Vorboten für Flugaktien

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Hochkonjunktur herrschte in den vergangenen Monaten bei den Airlines. Doch die Zahlen von United Airlines weisen auf Probleme hin.

Kürzen wir ab: Jetzt noch in eine Flugaktie einzusteigen, wäre ungünstig. Das belegen ganz klar die Quartalszahlen und vor allem der Ausblick von Branchenriese United Airlines.

Denn was die Zahlen zeigen: Bis ins dritte Quartal herrschte Rekordnachfrage bei gleichzeitig niedrigen Kerosinkosten. So erzielte United Airlines einen Quartalsumsatz von 14,5 Milliarden US-Dollar und damit einen Netto-Gewinn von 3,42 US-Dollar je Aktie.

Wo soll jetzt noch Wachstum herkommen?

Die brummende Sonderkonjunktur zeigt sich, wenn Sie den Netto-Gewinn ins Verhältnis zum Vorjahr setzen. Da gelang es United, nur 2,86 US-Dollar zu erzielen.

Die große Herausforderung für United Airlines, stellvertretend für alle anderen großen Carrier, lautet jetzt: Wie soll diese Profitabilität, dieses Wachstum in den nächsten Monaten noch gesteigert werden?

Unter anderem durch den Krieg im Nahen Osten rechnet United mit Gewinneinbußen für das Gesamtjahr von bis zu 1,50 US-Dollar je Aktie. Gleichzeitig prognostiziert das Management weiter steigende Kerosinkosten von 11% im nächsten Quartal.

Die Kosten steigen weiter

Wenn Sie diese Punkte noch um steigende Personalkosten erweitern und gleichzeitig bedenken, dass der große Nachholbedarf nach Flugreisen auch irgendwann gestillt sein sollte, dann befinden Sie sich genau im Dilemma der klassischen Airlines.

Das gilt natürlich nicht nur für United Airlines, aber eben auch. Dazu passt, dass das Management am Dienstagabend die Prognose gesenkt hat. Im vierten Quartal soll der Gewinn zwischen 1,50 und 1,80 US-Dollar je Aktie betragen. Die Analysten hatten zuvor mit über 2 US-Dollar gerechnet.

Es ist somit hoch wahrscheinlich, dass auch das Gesamtjahres-Ergebnis durch die unterschiedlichen Belastungsfaktoren weiter unter Druck gerät.

Diese Faktoren zeigen sich bereits im Chart:

Schon seit Anfang August befindet sich die Aktie in einer Korrektur, die mittlerweile in einen Abwärtstrend übergegangen ist.

Am Chart erkennen Sie, dass die Anleger die Zeichen der Zeit vorweggenommen haben. Das Hoch im August war der Höhepunkt, der wohl auch operativ untermauert war.

Fazit: Aufgrund der verschiedenen Herausforderungen sollten Sie derzeit von Airline-Aktien die Finger lassen. Die Phase rasant steigender Gewinne ist wohl erst einmal vorbei.