So sieht es aus – Finanzen eines typischen Amerikaners
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 8. März 2010, 12:00 Uhr
ENL5462
Am Freitag schrieb ich an dieser Stelle:
"Bei kombinierter Bundes- und Landessteuersatz von 40% müssen meine Frau und ich 35.000 Dollar verdienen um a) arbeiten zu können und b) unseren Kinder einen Ausbildungseinstieg zu geben, mit dem wir halbwegs zufrieden sind."
Zum Vergleich: Ein typisches mittelständisches US Einkommen beläuft sich um die $50-80.000.
Ziehen Sie in Betracht, dass der typische Mittelständler in Amerika aus Sicht des Staates nicht förderungswürdig ist. Um trotzdem sicherzugehen, dass der Nachwuchs in eine Schule mit gutem Ruf gehen kann, ziehen viele Familien in die entsprechenden Schulbezirke.
Das heißt Hauskauf. Wenn Sie trotzdem Ihre Kinder auf eine Privatschule schicken, kostet Sie das so um die 13.000 Dollar im Jahr... je nach Schulzeit insgesamt also etwa 120-160.000 Dollar, BEVOR SIE DEN ERSTEN SCHECK AN DIE UNI SCHREIBEN DÜRFEN.
Zurzeit kann ein Mittelstandshaushalt mit zwei arbeitenden Eltern damit rechnen, zwischen 100-400 Dollar pro Monat für die schulische Ausbildung und Betreuung eines Kindes auszugeben. Multiplizieren Sie das mit der Anzahl der Kinder (etwas über 2.1 im Durchschnitt) und es stellt sich ein nervöses Zucken im Augenlid ein.
Eine enorme Belastung, denn dieses Geld muss entweder erst einmal verdient sein... oder ein beleihbarer Gegenwert (etwa in Form von Immobilien-Equity) muss erschaffen worden sein...während gleichzeitig die Reserven für den eigenen Ruhestand aufgebaut werden müssen.
Denn Social Security und Medicare stehen unter dem drohenden Druck von 77 Millionen "Baby Boomern," die in den nächsten 10 Jahren in den Ruhestand treten wollen und ihre Wehwehchen durch Medicare abgedeckt sehen wollen.
ähnliche Beiträge:
- Europas "Hebelkraft" aus der Sicht eines US-Amerikaners
- Tagesplan eines Börsianers
- Die Welt der Finanzen
- ... doch "Mr. DAX" sieht das anders?
- Prognose für 2010: Moody's sieht "Schuldensturm"
- Die Wahrheit über Fonds
- Wie sieht es mit US-Neuemissionen aus?
- Einstieg: Scharfe Korrektur nach Rekordjahren
- Gold: Sicherer Hafen und Optimismus
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von eldi (08.03. 2010 15:06 Uhr):
Ich kann Herrn Amberger nur Recht geben. Ich kenne zwar die Kosten in den USA nicht genau, aber ich lebte 10 Jahre in Mexiko (Puerto Vallarta). Genau diese hohen Kosten für Schule bzw. Ausbildung für Kinder ließen mich nach Deutschland zurückkehren. Ein Freund von mir war Beverages &Food Manager in einem 5 Sterne Hotel mit einem Grundeinkommen von 5000,00 USD und er konnte das Schulgeld für seine beiden Söhne nach Abzug von Miete und aller anderen Lebenshaltungskosten nicht zahlen Wie gesagt dies war in Mexico und nicht in den USA (wo es sicher noch etwas teurer ist). Da kommt einen Deutschland wie ein Schlaraffenland vor.
Antworten
weitere Ausgaben von
Traders Daily
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Donnerstag, 09. Februar 2012
Mittwoch, 08. Februar 2012
Dienstag, 07. Februar 2012
alle AusgabenUS-Options Trader
Werden Sie zum Dauer-Sieger und überwinden Sie jede Markthürde mit Leichtigkeit
Mit der verblüffend einfachen und höchst effizienten US-Optionen-Strategie von Claudia Jankewitz können auch Sie stetige Gewinne einfahren!
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu US-Options Trader
Artikel weiterempfehlen