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So funktioniert Arbitrage

Kennen Sie Eurotech? Oder Cylink? Oder Creative Bio? In den Boomjahren um die Jahrtausendwende waren das richtig heiße Papiere. Heavy Trader und ambitionierte Privatanleger handelten die drei Aktien rauf und runter und kreuz und quer. Ganz genau: Kreuz und quer.

Denn die drei Aktien waren lange Zeit optimal für Arbitrage geeignet. Clevere Anleger konnten damit täglich locker fünf oder gar zehn Prozent verdienen. Um die drei Titel ist es allerdings schon längst still geworden. Sie sind nämlich vom Kurszettel verschwunden. Doch Arbitragemöglichkeiten gibt es immer noch. Sie müssen nur wissen wie es geht.

Es gibt viele Spielarten: Mit Zertifikaten und Optionsscheinen, an der Futuresbörse zwischen Terminmarkt und Kassamarkt oder mit Aktien an verschiedenen Börsenplätzen. Aktien sind dabei noch die einfachste Art. Denn hier spart sich der Anleger normalerweise kompliziertes Rechnen. Ein Blick auf die Kursliste und die verschiedenen Börsenplätze reicht bei inländischen Aktien schon, um Kursunterschiede zu erkennen.

Arbitrage: bei deutschen Aktien im Inland gibt es kaum Möglichkeiten

Doch genau deswegen gibt es bei deutschen Aktien im Inland so gut wie keine Arbitragemöglichkeiten mehr. Denn Händler und viele ehemalige Börsenprofis, die nach dem Boom ihren Job verloren haben, haben sich auf Arbitrage spezialisiert und gleichen Kursunterschiede schnell aus. Sie nutzen dabei schon Minipreisdifferenzen im Bereich von zehntel Prozent – für den Privatanleger bleibt da nicht mehr viel übrig.

Deshalb müssen Sie wo anders hinsehen. Nämlich über die Grenzen. Wie bei Eurotech, Cylink oder Creative Bio in die USA. Die drei Firmen hatten dort ihre Hauptbörse. Und da gab es oft große Kursunterschiede zu Deutschland. Aber nicht während der US-Handelszeit. Die beste Geschäftszeit für Arbitrage mit kleinen US-Nebenwerten ist nämlich am Morgen, wenn in USA die Börsen noch zu sind.

Sehen Sie sich mal die Kurse einiger NASDAQ oder OTC Aktien am Vormittag an deutschen Börsen wie Berlin, Frankfurt, Stuttgart oder München an. Sie sehen dann sofort: Bereinigt um den Wechselkurs weicht der Schlusskurs einiger US-Werte um einige Prozent, manchmal um fünf oder gar zehn Prozent, vom aktuellen Kurs in Deutschland ab. Dafür könnte es natürlich Gründe geben – etwa eine Ad hoc Meldung nach US-Börsenschluß. Wenn Sie sich aber längere Zeit mit diesen Preisunterschieden befassen sehen Sie, dass es meist keinen Grund gibt.

Und hier liegt Ihr Vorteil: Wenn Sie eine US-Aktie am Vormittag in Deutschland um fünf oder zehn Prozent billiger kaufen können, als ihr Schlusskurs in den USA war, können Sie genau diese Aktie oft wieder mindestens auf Schlusskursbasis am Nachmittag in den USA verkaufen. Denn meist erreichen die Aktien irgendwann im Laufe des Tages das Niveau des Schlusskurses.

Was Sie noch wissen sollten:

  • Wenn Sie hunderte von Aktien auf Kursunterschiede prüfen wollen, brauchen Sie schon aus Zeitgründen Realtime Kurse die sich in Excel Tabellen exportieren lassen. Hier können Sie Arbitragemöglichkeiten auf einen Blick erkennen.
  • Achten Sie bei OTC Aktien auf die Gebühren. Die Provisionen der Händler fressen sonst bei manchen Aktien Ihren Arbitragevorteil fast komplett auf.
  • Sie brauchen in Deutschland eine Bank oder einen Broker, bei dem Cross Border Geschäfte intraday möglich sind.
  • Bietet Ihr Broker sogar die Möglichkeit von Short Selling, also Leerverkäufe, dann können Sie Arbitrage mit Aktien machen, die in Deutschland billiger oder teurer sind, als am Vortag in den USA.

 


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