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Dividendenrendite berechnen – diese Formel hilft

Wer sich im Vorfeld einer Investition über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten schlau machen möchte, wird oft auch die Dividendenrendite nutzen. Dabei handelt es sich um eine der beliebtesten Kennzahlen, die Auskunft über den Ertrag von Aktienkäufen gibt.

Warum Anleger die Dividendenrendite beachten

Für viele Investoren spielen vor allem der aktuelle Aktienkurs und die mögliche Entwicklung des Kurses in der Zukunft eine Rolle. Dabei fällt jedoch die Dividendenzahlung unter den Tisch. Diese Zahlungen von Unternehmen an deren Anleger ist jedoch nicht zu unterschätzen.

Besonders wer eine bestimmte Aktie über Jahre im Depot haben möchte, kann von jährlichen Dividenden profitieren. Diese zählen nämlich zur eigentlichen Rendite und können somit durchaus den jährlichen Ertrag verdoppeln.

Dividendenrendite berechnen: Diese Daten werden benötigt

Praktischerweise werden für die Berechnung der Dividendenrendite nur zwei Werte verwendet. Einerseits gilt es, die vermutliche Dividende zu recherchieren. Meistens erklären die Unternehmen dies schon einige Zeit vor der Hauptversammlung, auf der die Höhe der Dividende in der Regel beschlossen und danach ausgezahlt wird. Aber es kann auch aus der Vergangenheit eines Unternehmens abgeleitet werden, wie viel Rendite vermutlich fließen wird.

Ist die Dividende in Euro bekannt, muss es jetzt nur noch der aktuelle Aktienkurs betrachtet werden. Dieser ist deutlich leichter zu finden. Praktisch jede Internetseite über Börsenkurse gibt den täglichen Stand wieder, wenn auch nicht immer live, sondern einige Minuten verzögert. Zur Berechnung ist das aber völlig ausreichend.

Die Formel zur Dividendenrendite

( Dividende in Euro je Aktie : Aktienkurs ) * 100 = Dividendenrendite

Schüttet beispielsweise eine Aktiengesellschaft ihre Dividende in Höhe von 5 € aus und ihre Aktien haben einen Kurs von 80 €, ergibt sich daraus folgende Rechnung:

5 € : 80 € * 100 = 0,0625 * 100 = 6,25 %

Somit beträgt die Dividendenrendite in diesem Fall 6,25 %.

Hat das Unternehmen unter Umständen angekündigt 5 € zu zahlen, aber der Kurs fällt vor der Ausschüttung auf 50 €, somit steigt die Rendite bei gleich bleibender Dividende an:

5 € : 50 € * 100 = 0,1 * 100 = 10 %.

Dividendenrendite kann extrem schwanken

Während viele Anleger fast automatisch davon ausgehen, dass die Dividendenrendite für die meisten Unternehmen ähnlich hoch ausfällt, ist die Realität eine ganz andere. Aktuell liegt beispielsweise die US-Softwarefirma Symantec mit einer Dividendenrendite von 21,88 % an der Spitze der weltweit gehandelten Aktien. Platz 2, der spanische Übertragungsnetzbetreiber Red Eléctrica, liegt mit 16,88% schon deutlich dahinter.

In Deutschland liegen die Dividendenrenditen deutlich darunter im einstelligen Prozentbereich – mit Ausnahme des Energieunternehmens KTG Energie, welches eine Rendite von 16,04% vorweisen kann. Bester DAX-Wert ist die Allianz mit einer Rendite von 5,87%, knapp gefolgt von Daimler mit 5,77%.

Aufpassen vor hohe Dividenden

Hohe Dividenden klingen natürlich verlockend und werden natürlich auch genau aus diesem Grund ausgeschüttet. Unter Umständen kann es so dazu kommen, dass einige Aktiengesellschaften aufgrund besonders hoher Ausschüttungen attraktiv für Anleger werden wollen, nur um von schlechten Unternehmenszahlen abzulenken.

Aus diesem Grund ist die Dividendenrendite nicht als alleiniges Hilfsmittel geeignet und sollte in Verbindungen mit anderen fundamentalen Daten zum Unternehmen analysiert werden. Wer Aktien bereits im Depot hat und darauf Dividenden ausgezahlt bekommt, ersetzt übrigens in der Formel den Wert von „Aktienkurs“ durch seinen persönlichen Kaufkurs.

 

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