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Biokraftstoffe: Welche Aktie nun interessant ist

Inhaltsverzeichnis

Biokraftstoffe gelten als wichtiger Hebel, um Branchen wie die Luftfahrt, die Schifffahrt oder den Schwerlastverkehr auf der Straße ökologischer zu machen. Laut Schätzungen der Beratungsfirma Mordor Intelligence wird der Markt für Biokraftstoffe zwischen 2022 und 2027 pro Jahr um mehr als 7 Prozent wachsen. 

Die Experten erwarten demnach, dass die Nachfrage nach sauberer Energie zunehmen wird und damit auch die ökologischen Beimischungsquoten im Treibstoffbereich. Als Anleger können Sie auf dieses Potenzial setzen – zum Beispiel mit der Shell-Aktie.

Biokraftstoffe: Shell-Tochter Equilon gründet Joint-Venture mit S&W

Der Konzern ist nämlich einer der weltweit führenden Vermarkter von Biokraftstoffen und will diese Stellung weiter ausbauen. Hierfür hat Shell in den letzten Jahren etliche Kooperationen mit aussichtsreichen Technologieanbietern geschlossen.

Und erst vor wenigen Tagen folgte der nächste Coup: Im Mittelpunkt steht die Shell-Tochter Equilon Enterprises. Das Unternehmen betreibt im Westen der USA Ölraffinerien und entsprechende Pipelines. Für Shell übernimmt Equilon die Vermarktung von Mineralölprodukten in dieser US-Region.

Gleichzeitig forciert Equilon auch eine Offensive bei den Biokraftstoffen, die nun über ein Joint-Venture ausgebaut werden soll. Konkret hat Equilon mit dem US-Agrarspezialisten S&W Seed Company das Gemeinschaftsunternehmen „Vision Bioenergy Oilseeds“ gegründet.

„Camelina sativa“ als natürliche Energiequelle

Der Clou: Das Joint-Venture soll Ölsaaten wie „Camelina sativa“ (Leindotter) weiterentwickeln. Leindotter gilt als eine der aussichtsreichsten Energiepflanzen – auch weil sie einen relativ hohen natürlichen Ölanteil besitzt und bei der Verarbeitung einen niedrigen CO2-Fußabdruck vorweisen kann.

Die Shell-Tochter Equilon und S&W wollen unter anderem die Genetik dieser Pflanze nutzen, um daraus neue, noch effizientere, Ölsaatensorten zu entwickeln. S&W wird in das Joint-Venture seine langjährige Erfahrung im Bereich Saatgutforschung und Pflanzenentwicklung einbringen. Auf dem nachfolgenden Bild sehen Sie die Forschungs- und Entwicklungseinrichtung von S&W in Nampa, Idaho[1].

Anschließend soll die Gemeinschaftsfirma Vision aus diesen natürlichen Ölen Vorprodukte herstellen, die für die Verarbeitung zu Tierfutter und Biokraftstoffen angedacht sind. Bereits Ende 2023 soll die erste Produktion der Ölsaaten beginnen.

„Camelina sativa“ habe das Potenzial, in den USA als nachhaltige Rohstoffquelle für die Energiewende zu fungieren, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

Projekt soll Ernährungssicherheit nicht gefährden

Die Partner wollen sich indes auch einem der größten Vorbehalte gegenüber Biokraftstoffen widmen: der Lebensmittelsicherheit. Kritiker monieren nämlich, dass der Anbau von pflanzlichen Rohstoffen für Treibstoffe Platz auf den Feldern wegnehme, der eigentlich für die Ernährung der Menschen gebraucht werde.

Mit einer Vegetationsphase von nur 120 Tagen könne der Leindotter jedoch als Zwischenfrucht kultiviert werden, wie Equilon und S&W betonen. Diese werde zwischen den Hauptperioden angebaut, um die Verfügbarkeit von Pflanzen, die für Lebensmittel wichtig sind, nicht negativ zu beeinflussen.

Mein Fazit für Sie

Klar: Batterie- oder Wasserstoffantriebe gelten in der Mobilität als die Zukunft schlechthin. Doch man sollte realistisch bleiben: Auch in mehreren Jahrzehnten werden in vielen Ländern immer noch Verbrennerfahrzeuge unterwegs sein – ob zu Land, zur See oder in der Luft. Die Biokraftstoffe haben das Potenzial, die Verbrennertechnologie zu dekarbonisieren. Die Öko-Treibstoffe wären dann eine Übergangslösung oder gar eine mögliche Alternative zur Batterie und Brennstoffzelle.

Meiner Meinung nach ist das Engagement von Shell somit positiv zu bewerten. Natürlich will der Ölgigant auch bei den Erneuerbaren Energien, dem Wasserstoff und der Ladeinfrastruktur für Elektroautos ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Diese Diversifizierung in Richtung Zukunft – inklusive Biokraftstoffen – ist der entscheidende Aspekt der Wachstumsstory von Shell. Für Sie als Anleger bietet die Aktie also auch auf langfristige Sicht ordentliche Renditechancen,

[1] Bildquelle: Forschung & Entwicklung – S&W Seed Co (swseedco.com)