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Inflation: Jetzt auch in Deutschland Entspannung!

Inhaltsverzeichnis

Die Börsen plagen derzeit zwei große Sorgenkinder: Rezession und Inflation. Vor allem bei der Inflation mehren sich aktuell die Zeichen der Entspannung, was zuletzt zu einer kräftigen Kurserholung an den Börsen geführt hat.

Insbesondere die auf Jahressicht rückläufigen Daten zur Verbraucherpreisinflation in den USA am vergangenen Freitag führten zu einem keinen Kursfeuerwerk bei Aktien rund um den Globus.

Denn die Anleger scheinen die Hoffnung zu haben, dass eine rückläufige Inflation zu einer wieder weniger straffen Geldpolitik führt – was weiter steigende Aktienkurse unterstützen würde. Diese Hoffnung scheint nicht unberechtigt.

Inflation: Jetzt auch in Deutschland Entspannung!

So sahen wir am Montag auch bei den Daten zu den Großhandelspreisen in Deutschland erste hoffnungsvolle Signale. Diese sind im Juli auf Monatssicht zum ersten Mal seit Oktober 2020 gesunken (nämlich um -0,4 Prozent).  Auch auf Jahressicht sehen wir eine sichtbare Entspannung, wenn auch von einem extrem hohen Niveau aus. Hier lagen die Großhandelspreise im Juli 19,5 Prozent höher, nach zuvor 21,2 Prozent im Juni.

Das immer noch beunruhigend hohe Niveau dieser Daten macht eine europäische Zinssenkung extrem unwahrscheinlich. Jedoch könnte die Entspannungs-Tendenz sehr wohl dazu führen, dass die nächsten Zinsschritte der Europäischen Zentralbank etwas kleiner ausfallen als gedacht. Dies würde die Kurserholung an den Börsen der Eurozone sicherlich weiter stützen.

China sogar schon mit erster Zinssenkung

In China ist die dortige Notenbank sogar schon einen ganzen Schritt weiter. Dort gab es am Monat nämlich die erste echte Zinssenkung!

So hat die chinesische Notenbank People’s Bank of China (PBOC) ihren Zinssatz für einjährige Kredite leicht von 2,85 Prozent auf 2,75 Prozent reduziert. Die Notenbank stellte außerdem neue Liquidität in Höhe von 400 Milliarden Yuan über einjährige Kredite und 2 Milliarden Yuan über siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte zur Verfügung.

China ist allerdings wegen der extrem wirtschaftsfeindlichen Coronamaßnahmen auf der einen Seite und der moderateren Inflation (u.a. wegen Nichtbeteiligung an den westlichen Russland-Sanktionen) auf der anderen Seite ein Sonderfall. Dennoch:

Zweites Standbein der Aktienrally im Aufbau!

Ich persönlich rechne in diesem Jahr zwar noch nicht mit einer Zinssenkung einer westlichen Notenbank. Ich rechne allerdings mit deutlich schwächeren Zinserhöhungen als die Märkte das zuletzt erwartet hatten.

Gleichzeitig dürften die seit Jahresbeginn im Sinkflug befindlichen Konjunkturdaten allmählich einen Boden finden. Das wäre das zweite Standbein für eine Fortsetzung der Erholungsrally an den Börsen. Mehr dazu in meinen nächsten Beiträgen.