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Sekisui House – Die Japaner bauen auf‘s Ausland

Inhaltsverzeichnis

Der im japanischen Osaka beheimatete, international tätige Baukonzern Sekisui House konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn trotz widriger Rahmenbedingungen deutlich steigern.

Umsatzwachstum in allen Segmenten

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2022 gelang es Sekisui House vom 1. Februar bis zum 31. Oktober 2022, den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent auf 2,13 Billionen Yen (umgerechnet 14,82 Milliarden Euro) zu erhöhen. Im dritten Quartal wurden damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten leicht übertroffen.

Der höchste prozentuale Zuwachs des nach eigenen Angaben Hausbaukonzerns mit den weltweit am meisten gebauten Häusern gelang im Übersee-Geschäft, wo es um 44,2 Prozent auf 350,5 Milliarden Yen nach oben ging. Das Segment Development Business (Häuser, Eigentumswohnungen, Stadtumbau) verzeichnete ebenfalls einen starken Umsatzanstieg von 27,2 Prozent auf 348 Milliarden Yen.

Etwas verhaltener entwickelte sich der Unternehmensbereich Built-to-order Business (individuelle Einfamilienhäuser, Mietwohnungen, Architektur/Bauingenieurwesen) mit einem um 9,2 Prozent auf 792,7 Milliarden Yen höheren Umsatz. Lediglich eine Steigerung um 5,9 Prozent auf 581,5 Milliarden Yen erreichte das Segment Supplied Housing Business (Umbau, Gebühren für die Immobilienverwaltung). Die übrigen Geschäfte legten um 7,3 Prozent auf 57,4 Milliarden Yen zu.

Auslandsgeschäft als Gewinntreiber

Das Betriebsergebnis von Sekisui House verbesserte sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 im Vorjahresvergleich um 20,4 Prozent auf 202,5 Milliarden Yen. Der verwässerte Gewinn je Aktie stieg um 53 Yen auf 223,97 Yen, dieser Wert lag im dritten Quartal ebenfalls über den Berechnungen der Experten.

Auch beim Betriebsergebnis entwickelte sich das Auslandsgeschäft besonders gut, hier war in den ersten drei Quartalen ein Zuwachs von 79,7 Prozent auf 61,2 Milliarden Yen zu verzeichnen. Im Bereich Development Business ging es um 39 Prozent auf 40,2 Milliarden Yen nach oben, das Segment Supplied Housing Business erhöhte sein Betriebsergebnis immerhin noch um 1,2 Prozent auf 57,3 Milliarden Yen. Ein Minus von 3,4 Prozent auf 80,8 Milliarden Yen verzeichnete hingegen das Built-to-order Business.

Die Auftragseingänge von Sekisui House legten in den ersten neun Monaten um 9 Prozent auf 2,16 Billionen Yen zu, der Auftragsbestand um 5,4 Prozent auf 1,59 Billionen Yen.

Unveränderte Prognose, Dividende soll steigen

Den Ausblick für das gesamte, bis zum 31. Januar 2023 laufende Geschäftsjahr 2022 belässt das Management von Sekisui House unverändert: Angestrebt wird weiterhin eine Umsatzsteigerung um 13,1 Prozent auf 2,93 Billionen Yen, während das Betriebsergebnis bei 260 Milliarden Yen und damit gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent höher liegen soll. Als Ergebnis je Aktie werden 260,83 Yen anvisiert, die Jahresdividende soll sich auf 104 Yen je Anteilsschein belaufen und damit um 14 Yen über dem Vorjahreswert liegen.

Die Sekisui-House-Aktie lag im deutschen Nachmittagshandel nahezu unverändert bei knapp über 17 Euro.