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BioNTech-Aktie wieder im Vorwärtsgang

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Haben Sie – wie viele andere Anleger – die BioNTech-Aktie im Depot? Dann dürfte sich Ihre Laune zuletzt gebessert haben. Lange Zeit dümpelte der Aktienkurs von BioNTech vor sich hin. Seit einigen Wochen hat die Aktie wieder Fahrt aufgenommen. Der gestrige Quartalsbericht sorgte für zusätzlichen Rückenwind.

Umsatz und Gewinn besser als erwartet, Anhebung der Jahresprognose

Dass für BioNTech die Rekordzahlen zum Höhepunkt der Pandemie Geschichte sind, ist längst klar. Viel wichtiger: Das deutsche Biotech-Vorzeige- Unternehmen schaffte es, die Analystenprognosen mit einem Umsatz von 3,46 Mrd. Euro und 1,78 Mrd. Euro Nettogewinn  klar zu übertreffen – und das, obwohl eine Liefervereinbarung auf das vierte Quartal verschoben wurde.

Ebenfalls aus Anlegersicht sehr erfreulich: Das Management hat seine Umsatzprognose für den Corona-Impfstoff für das laufende Geschäftsjahr deutlich angehoben und erwartet jetzt 16 bis 17 Mrd. Euro statt bislang vormals 13 bis 17 Mrd. Grund für die guten Geschäfte ist die höhere Nachfrage nach den an die Omikron-Untervarianten BA.1 und BA.4/5 angepassten COVID-19-Impfstoffe.

Studie für neue Kombi-Impfung gestartet

Zusammen mit Kooperationspartner Pfizer hat BioNTech eine neue Studie gestartet: Dort wird der COVID-Impfstoff in Kombination mit einer Influenza-Impfung getestet. Dieser Ansatz zielt darauf ab, gleich zwei schwere Atemwegserkrankungen mit nur einem Impfstoff abzudecken. Gelingt die Zulassung, so dürfte dies BioNTech und Pfizer einen klaren Wettbewerbsvorteil gegen über Moderna einbringen und in Zukunft ein größeres Stück vom Impfstoff-Kuchen sichern.

24 laufende klinische Studien mit Krebs-Wirkstoffen

Die Forschungspipeline von BioNTech wächst unterdessen weiter – vor allem im Onkologie-Bereich. Inzwischen gibt es 24 laufende klinische Studien mit Krebs-Wirkstoffen, fünf davon sind bereits in die zweite Studienphase eingetreten.

Vor allem in der sogenannten Krebsimmuntherapie – diese nutzt das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den Krebs – zählt die mRNA-Technologie zu den großen Hoffnungsträgern der Medizin.

Der Vorteil der mRNA-Technologie beruht darauf, dass sich diese sehr schnell anpassen lässt. Damit geht die mRNA-Methode die größte Herausforderung im Kampf gegen den Krebs an. Denn Krebszellen sind bei jedem Krebspatienten unterschiedlich. Um diese zielgenau zu bekämpfen, sind an den Patienten angepasste individuelle Therapien die optimale Lösung.

Forschungspipeline wird noch unterschätzt

Derzeit schauen die Anleger bei BioNTech vor allem auf die kurzfristige Entwicklung bei den COVID-19-Impfstoffen und auf den schwachen Gesamtmarkt. Die langfristigen Perspektiven – in Form der aussichtsreichen Forschungspipeline – finden hingegen (noch) kaum Beachtung. Es mag eine Weile dauern, aber letztlich dürfte sich die Erkenntnis durchsetzen, dass BioNTech mehr zu bieten hat als den COVID-19-Impfstoff.

Insofern bleibt die BioNTech-Aktie für langfristig orientierte Anleger mit einer Portion Risikobereitschaft auf jeden Fall interessant. Aber Sie sollten sich auf weiterhin hohe Kursschwankungen einstellen.