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Kenvue – Mundspülung an der Börse

Inhaltsverzeichnis

Am 4. Mai 2023 hatte Kenvue als Johnson & Johnson Spin-Off einen fulminanten Start an der Börse. Wie gehts weiter mit der Aktie (WKN: A3EEHU)?

Was macht Kenvue?

Beim besten Willen weiß ich nicht, was der Firmenname bedeutet, was er symbolisieren soll oder woher er stammt. Vielleicht liegt das an meiner Ignoranz, mag sein an den Marketingstrategen, die sich dies ausgedacht haben, nachdem der Blutalkoholgehalt bedenklich gestiegen war. Was ich aber weiß und was verifizierbar ist:

Kenvue ist ein Spin-Off des US-amerikanischen Pharma-Multis Johnson & Johnson. Mit aktuell mehr als 400 Milliarden US-Dollar ist Johnson & Johnson das Pharmaunternehmen mit der weltweit größten Marktkapitalisierung. 10 Prozent davon, umgerechnet gut 40 Milliarden US-Dollar, ist die Abspaltung Kenvue nach ihrem Börsengang wert. Momentan hält die Mutter noch rund 90 Prozent der Anteile, diese sollen Schritt für Schritt vornehmlich an Großinvestoren abgegeben werden.

Nicht verschreibungspflichtige Gesundheitsprodukte

Auch wenn der Firmenname bis auf weiteres recht gewöhnungsbedürftig ist, so kennt auch in Deutschland fast jeder die Gesundheits- und Pflegeprodukte von Kenvue. Dazu zählen: Listerine (Mundspülung), Tylenol und Dolormin (Schmerzmittel), Nicorette (Rauchentwöhnung), Penaten (Babyfliege), o. b. (Hygiene für Frauen) sowie Neutrogena (Hautpflege). Nicht weniger als das Who is Who, das bei Rewe & Edeka, bei DM, Rossmann & Mueller zu finden ist.

Ein Blick auf Umsatz und Gewinn

Im Geschäftsjahr 2022 betrugen die Umsatzerlöse bei Kenvue rund 15 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn stellte sich bei ca. 1,5 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um 7 Prozent, währungsbereinigt um 11 Prozent. Umsatztreiber waren vor allem die Produktlinien zur Hautpflege, zur Rauchentwöhnung und zur Linderung von Atemwegsbeschwerden.

Auffallend ist, dass die Umsätze in den vergangenen Jahren, als Kenvue noch zum Mutterkonzern gehörte, nicht so stark zugelegt haben. Stellt sich natürlich die Frage, was dies für die Aktie bedeutet.

Kenvue Aktie defensives Langfrist-Investment?

Um die Antwort vorwegzunehmen: nach meiner Meinung ja. Denn gute Pharma-Werte sind nach meiner Einschätzung Witwen- und Waisen-Papier. Nicht zuletzt wegen ihrer attraktiven Dividendenrenditen.

Kenvue stellt seinen Anteilseignern für das laufende Jahr eine Dividende von 0,80 US-Dollar in Aussicht. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses errechnet sich eine Dividendenrendite von rund 3 Prozent. Immerhin. Viel interessanter aber sind die Perspektiven der Aktie.

Die Anteilsscheine wurden am 4. Mai (siehe oben) zum Kurs von 22 Dollar zugeteilt. Momentan kostet die Kenvue Aktie nahezu 26 Dollar – keine üble Rendite für Investoren, die nicht im Handumdrehen Kasse gemacht haben und die Papiere deshalb noch in ihren Depots halten. Für mich ist die Aktie ein Kauf, sofern der Kurs um 5 bis 10 Prozent korrigiert. Das Unternehmen ist in einem wachstumsträchtigen Segment des Gesundheitssektors unterwegs. Die Dividendenrendite ist angemessen, und meines Erachtens sind die Ausschüttungen wegen des vergleichsweise hohen Cashflows nicht gefährdet.