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Ferrari – Bleifuß & Testosteron

Inhaltsverzeichnis

Ein Ferrari ist Luxus pur – inklusive feuchter Männerträume. Die Aktie ist aber auch nicht ohne.

Für die Autobahn und die Rennpiste

Einmal – oder auch regelmäßig – mit Tempo 350 auf der A1 von Köln nach Hamburg brettern. Das machen – Achtung: Ressentiment – vorzugsweise Oligarchen, wegen ihrer Immunität Mitglieder des diplomatischen Dienstes, Clan-Oberhäupter und Lotto-Millionäre, die traditionell schon etliche Termine bei der Arbeitsagentur verschlafen haben.

Um nicht missverstanden zu werden: Dieses Verhalten ist obszön und asozial, eine ökologische Sauerei und verantwortungslos – zumal bei einer solchen Spritztour Super Kraftstoff im Gegenwert der monatlichen Grundsicherung durch den Auspuff geblasen wird.

Was sagt Enzo dazu?

Enzo Ferrari, der im Jahr 1947 als vormaliger Rennfahrer das Unternehmen gründete, ist sicher nicht für ein solches Verhalten verantwortlich. Aber diese Attitüden sind wohl die Folge, sobald Hirn und Geld in erkennbarer Disharmonie agieren.

Das in Maranello (Provinz Modena) ansässige Unternehmen, das bis heute seinen Rechtssitz in Amsterdam hat, brachte gefühlt unzählige Formel 1 Weltmeister hervor. Der erste war Alberto Ascari im Jahr 1952. Juan Manuel Fangio ist bis heute ebenso legendär wie Niki Lauda, Michael Schumacher und Kimi Räikkönen.

Unsereins muss nicht gleich ein paar Tonnen Blech mit dem springenden Pferd sein Eigen nennen, um mit Ferrari Freude zu haben. Ein paar Aktien tun es auch – bislang jedenfalls.

Klein & fein mit Wachstum

In Kürze werden die Boliden-Bauer die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres liefern. Ich vermute, dass diese ähnlich gut werden wie jene für die letzten vier Monate des abgelaufenen Geschäftsjahres und für das Gesamtjahr 2022. Investoren können also gespannt sein und – möglicherweise – jetzt schon die Ferrari Aktie (WKN: A2ACKK) auf dem Einkaufszettel notieren.

Im letzten Quartal verbesserten sich die Umsatzerlöse um knapp 17 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie stieg von 1,16 auf 1,21 Euro. Mit diesen Werten übertrafen die Norditaliener Analystenschätzungen geringfügig.

Im gesamten Geschäftsjahr 2022 verbuchten die Italiener sogar einen Umsatzanstieg von knapp 20 Prozent auf 5,10 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie stellte sich auf 5,09 Euro. Auch hier hatte die Analysten-Gemeinde mit ihren durchschnittlichen Schätzungen um einiges darunter gelegen.

Was spricht für die Ferrari Aktie

Klar, Ferrari ist in der Automobilwelt kein Gigant, also kein Massenhersteller. Das muss auch nicht sein, denn die Firma punktet mit einigen anderen Goodies, die die Aktie auch künftig zu einem mindestens soliden Investment machen könnten. Was mir auf Anhieb einfällt:

  • Auskömmlicher operativer Cashflow
  • Schuldenabbau
  • Kluge Strategie in punkto Marken-Exklusivität durch Verknappung des Angebots, aus der hohe operative Margen resultieren
  • Bewusstes Eintreten für Nachhaltigkeit und Umweltschutz mit dem Ziel, im Jahr 2030 eine komplett kohlenstofffreie Produktion zu etablieren

Ferrari Aktie – Wie geht‘s weiter

Ein Blick auf den Aktienchart bietet ein Bild voller Schönheit, das bei Investoren – auch wenn sie nur einen Dacia steuern – Wohlgefallen auslösen dürfte. In den vergangenen fünf Jahren konnten Anleger mit der Ferrari Aktie einen kumulierten Gewinn von rund 160 Prozent einstreichen. Im laufenden Jahr liegen die Anteilsscheine rund knapp 30 Prozent vorn. Demgegenüber ist die Dividendenrendite von aktuell weniger als 1 Prozent nicht der Rede wert, aber zu verschmerzen.

Die Bewertung des italienischen Autobauers – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) – ist allerdings ziemlich sportlich. Für das laufende Geschäftsjahr schätzen Analysten im Konsens ein KGV von rund 40, für das kommende Geschäftsjahr von knapp 37. Luxus hat halt seinen Preis. Vor diesem Hintergrund setzen Anleger nach wie vor auf Oligarchen, Clan‑Oberhäupter, Scheichs und Ex-Tellerwäscher, die zu Lottomillionären werden. Meine Meinung zur Ferrari Aktie: Vollgas würde ich als Anleger momentan nicht geben. Aber ein paar Stücke zur Diversifizierung des Depots könnten längerfristig sinnvoll sein.