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Vonovia, Aroundtown und Co.: „Betongold“ im Wandel!

Inhaltsverzeichnis

„Schaffe – Schaffe Häusle baue“, so lautet wohl eine der bekanntesten Aussagen in Deutschland, wenn es darum geht sich der eigenen Immobilie oder den eigenen vier Wänden, zu widmen.

Bauzinsen steigen, Material verteuert sich

Es ist nicht neu, dass an vielen Orten in der Bundesrepublik der Wohnraum knapp ist und die Wohnungsnot gerade in den Ballungsräumen immer mehr zunimmt. Verständlich, dass so manche Familie sich da den Traum vom Eigenheim doch eher im ländlichen Raum zu realisieren versucht.

Allerdings scheint sich in diesem Jahr der viel gerühmte Bauboom doch jäh abzukühlen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl von neugebauten Wohnungen aktuell eher rückläufig ist. Das mag natürlich auch daran liegen, dass die Bauzinsen steigen und Baumaterial immer teurer wird.

Viele verzichten derzeit auf ein Eigenheim

Besonders beim Thema Bauzinsen, wird so manch ein Bauherr aktuell eher grün vor Ärger anstatt rot vor Freude, denn steigen die Zinsen gehen auch die Kredite weiter nach oben und werden teurer. Das fällt vor allen Dingen auf, bei Betrachtung der zehnjährigen Darlehen, die sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt haben.

Doch auch all jene die, die auf eine eigene Immobilie verzichten, um sich gar nicht erst dem Stress des Eigenheimbaus zu widmen, haben keine besseren Perspektiven, denn auch die Mieten bleiben nach wie vor hoch und zuerst einmal muss auch eine Wohnung gefunden werden.

Wer sind die Profiteure?

Müsste ja im Umkehrschluss heißen, dass vor allen Dingen die börsennotierten Immobilienkonzerne wie Vonovia oder TAG Immobilien von steigenden Mieteinnahmen profitieren sollten, denn eigentlich sollten ja gerade die von steigenden Mieteinnahmen als Profiteure hervorgehen.

Bahnt sich allerdings jetzt tatsächlich eine Wende an, hieße das auch für die Aktiengesellschaften im Baugeschäft, dass angesichts höherer Zinsen die Immobilien eine Neubewertung erfahren müssten. Denn nach den exorbitanten Preissteigerungen in den letzten Jahren gehen viele Immobilien Profis davon aus, dass in den Städten die Preise für den Kauf von Wohneigentum gleichbleibend oder sogar abnehmend sein könnten.

Die Börse reagiert bereits darauf

Allein diesen Fakten ist es somit zu verdanken, dass die Fantasie ob weiter steigender Preise aus dem Markt verschwunden sind und somit schon seit einiger Zeit augenfällig geworden ist, dass auch die Börse darauf reagiert. Schauen wir uns die Kurse von

  • Vonoviaaktuell 35,48 Euro (Hoch 56,50 Euro),
  • TAG Immobilienaktuell 16,30 Euro (Hoch 29,17 Euro) oder auch
  • Aroundtownaktuell 4,32 Euro ( Hoch 7,15 Euro)

genauer an, dann wird deutlich, dass viele Investoren hier schon die Reißleine gezogen haben.

Nun muss man, überspitzt gesagt, nicht unbedingt daran denken, dass die Konzerne keine Gewinne mehr machen werden in Zukunft. Sachwerte wie eine Immobilie sind so oder so immer ratsam und vor allen Dingen besonders in Zeiten einer zunehmenden Inflation. Allerdings scheint der Boom bei Wohnimmobilien jetzt zuerst mal, zumindest zu pausieren.

Bei Gewerbeimmobilien sieht das anders aus

Ganz anders gestaltet sich das jedoch bei Gewerbeimmobilien. Hier ist die Suche der Unternehmen immer noch groß und heiß begehrt. Auch dahingehend hat die Börse natürlich etwas zu bieten, wie das Unternehmen FCR Immobilien, die sich genau in dieser Nische platziert haben. FCR hat sich darauf spezialisiert in Einkaufs- und Fachmarktzentren zu investieren, die allein aufgrund der Lage ein überdurchschnittliches Renditeziel erreichen können. Also zumindest hier gilt noch: „Lage – Lage- Lage“.

Letztlich auch bei Betrachtung des Aktienkurses wird deutlich, bei FCR Immobilien – aktuell 16,90 Euro (Hoch bei 17,50 Euro) – scheint noch jede Menge Fantasie und Zukunftsmusik drin zu stecken, denn die Aktie hat erst vor kurzem ihr Allzeithoch erreicht.

So gilt auch bei der Auswahl der richtigen Immobilie oder auch der richtigen Aktie aus dem Immobilienbereich: „Drum prüfe wer sich ewig bindet – ob sich da nicht doch noch etwas passenderes (besseres) findet.“