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Rohstoff-Chance: Treibt die Bundesregierung diese Aktien an?

Inhaltsverzeichnis

Sie als interessierter Rohstoff-Anleger kennen das Problem schon länger: Doch in der breiten Öffentlichkeit und auch in der Politik ist das Thema Rohstoffabhängigkeit erst seit Beginn des Ukraine-Kriegs ein wirklich großes Thema.

Deutschland nicht nur bei Energierohstoffen abhängig

Und dabei geht es nicht einmal nur um Erdöl und Erdgas. Tatsächlich ist Deutschland bei vielen kritischen Rohstoffen vom Wohlwollen gewisser Staaten abhängig, die nicht gerade mit Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Verlässlichkeit in Verbindung gebracht werden.

So ist die Bundesrepublik etwa von Nickel aus Russland, Kobalt aus dem Kongo oder Seltenen Erden, Magnesium und Silizium aus China abhängig. In Berlin jedenfalls sind deshalb nun die Alarmglocken angegangen. Die Frage ist: Wie kann die Bundesrepublik ihre Rohstoffversorgung in Zeiten geopolitischer Konflikte sicherstellen?

Bloomberg-Bericht: Regierung plant offenbar Rohstoff-Fonds

Nun gibt es offenbar weitere Antworten der Ampel-Koalition, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Demnach plant die Bundesregierung staatliche Förderungen, um den Abbau von Rohstoffen im Inland bzw. vor allem in freundlich gesinnten Ländern zu unterstützen. Denn klar ist: Deutschland selbst kann seinen Rohstoffbedarf nicht vollständig aus eigener Kraft stillen – allerdings auf Partner setzen, zu denen eine Vertrauensbeziehung herrscht.

Konkret will die Bundesregierung laut dem Bloomberg-Bericht einen staatlichen Fonds einrichten mit einem Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro. Das Finanzierungsvehikel könnte den Insidern zufolge bereits im nächsten Jahr starten, insofern sich die Ampel-Koalition abschließend darauf einigt.

Besonderen Wert soll der Fonds indes auf Rohstoffe legen, die für die Energiewende ausschlaggebend sind. Darunter Lithium, Kupfer, Silizium, Kobalt und Seltenerdmetalle. Details zu dem Fonds gab es laut den Insidern zunächst nicht. Es ist also noch nicht klar, welche konkreten Rohstoffe und Projekte in welcher Höhe, zu welcher Zeit und in welchen Ländern mit den Fördergeldern bedacht werden sollen.

Aber welche Aktien könnten profitieren?

Wichtig für Sie als Anleger: Bedenken Sie unbedingt, dass es sich bei dem Ganzen zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses (21.04.2023, 13:00 Uhr) lediglich um Insiderangaben handelt, die noch nicht abschließend verifiziert sind. Auch wenn Bloomberg die Informationen als stichhaltig einstuft, könnte sich das Ganze am Ende anders darstellen, auch weil es sich hierbei offenbar um laufende politische Diskussionen innerhalb der Regierung handelt.

Aurubis: Deutschlands Kupfer-Primus

Spekulieren kann man aber trotzdem. Ein mögliches deutsches Börsenunternehmen, das von dem Fonds profitieren könnte, ist der Kupferverarbeiter Aurubis. Die größte Kupferhütte Europas mit Sitz in Hamburg produziert pro Jahr mehr als 1 Mio. Tonnen börsenfähige Kupferkathoden und verarbeitet diese zu vielfältigen Vorprodukten aus Kupfer oder Kupferlegierungen weiter.

Gleichzeitig ist Aurubis im Bereich Kupferrecycling stark engagiert. Der Konzern trägt mit dem für Windkraftanlagen und Elektroautos wichtigen Kupfer also bereits zum Gelingen der Energiewende bei und sorgt über das Recycling für einen gewissen Grad an Rohstoffautarkie in Deutschland.

Im Bild1 sehen Sie indes das Geschäftsmodell von Aurubis auf einem Blick:

1Bildquelle: Aurubis (Geschäftsmodell (aurubis.com))

Rock Tech und Vulcan: Lithium für Deutschland

Ein weiterer Profiteur könnte Rock Tech Lithium sein. Das kanadisch-deutsche Unternehmen will aus Kanada Lithium beziehen und es in Brandenburg zu batteriefähigem Lithiumhydroxid weiterverarbeiten. Auch Rock Tech will der Bundesrepublik also rohstoffseitig bei der Bewältigung der Energiewende helfen.

Ebenfalls interessant in diesem Kontext ist Vulcan Energy. Die Börsenfirma will im Oberrheingraben, im Südwesten Deutschlands, Lithium aus dem dortigen Thermalwasser gewinnen. Dadurch könnte die Bundesrepublik ihre Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten auch beim Primär-Lithium reduzieren.

Interessante Nickel- und Seltenerd-Aktien

Bei einem anderen wichtigen Batterierohstoff, dem Nickel, könnte Deutschland die Abhängigkeit von Russland verringern, indem die Bundesrepublik etwa auf Verbündete wie Kanada setzt. In dem nordamerikanischen Land gibt es derzeit einen regelrechten Nickel-Boom. Aufstrebende Firmen wie Canada Nickel wollen künftig große Mengen des wichtigen Metalls hervorbringen.

Bei den Seltenen Erden wiederum dürfte Deutschland künftig verstärkt nach Australien schauen. Auch dort wollen Minenfirmen diese begehrten Metalle aus der Erde holen, um westlichen Partnern eine Alternative zu China zu bieten. Deutschland könnte sich hier mit Fördergeldern Zugriff verschaffen. Eine interessante Aktie in diesem Kontext ist Arafura Rare Earths. Erst kürzlich hatte es Medienberichte gegeben, wonach der deutsche Staat Kreditgarantien für ein ambitioniertes Seltenerdprojekt der australischen Firma gewähren will.

Mein Fazit für Sie

Dass Deutschland bei kritischen Rohstoffen gerade angesichts der Energiewende und der geopolitischen Verwerfungen eine neue Strategie braucht, liegt auf der Hand. Natürlich würde ein entsprechender Fonds den Bundeshaushalt abermals belasten.

Auf langfristige Sicht aber wird Deutschland kaum eine andere Möglichkeit haben, als jetzt zu handeln. Gerade die Abhängigkeit von Russland und China ist zumindest in der aktuellen Größenordnung meiner Meinung nach nicht mehr tragbar – das ist schlicht eine rationale Erkenntnis des Zeitgeschehens.

Die oben genannten Aktien jedenfalls haben allesamt das Potenzial, von Deutschlands neuer Rohstoffstrategie zu profitieren. Bleiben Sie bei dem Thema also auf jeden Fall am Ball,