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Continental-Aktie: Warum Contis Laderoboter so viel Hoffnung macht!

Inhaltsverzeichnis

Dem Autozulieferer Continental bleibt gar keine andere Wahl: Mit Blick auf die stark steigenden Zulassungszahlen der Stromer muss Conti mit aller Kraft innovative Technologien für die Elektromobilität entwickeln und auf den Markt bringen. Ansonsten würde der Konzern langfristig wohl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Sollten Sie es noch nicht wissen: Tatsächlich liefern die Hannoveraner bereits heute wichtige Komponenten für Elektroautos. Darunter Thermo-Magnete, die die Reichweite der Fahrzeuge verlängern sollen. Hinzu kommen spezielle Achsantriebe, Hochspannungs-Elektronik sowie Leichtbauteile. Und nicht zuletzt bietet man den Autobauern auch Sensorentechnik.

Conti und Volterio kündigen „Revolution des Ladevorgangs“ an

Doch das große Alleinstellungsmerkmal findet man in Contis Elektro-Portfolio bislang nicht. Das soll sich jetzt aber ändern – mit einer innovativen Technologie. Am Mittwoch kündigte Continental gemeinsam mit dem Startup Volterio nichts Geringeres als die „Revolution des Ladevorgangs“ an.

Dahinter steckt ein Laderoboter. Dieser werde das Stromtanken künftig deutlich einfacher und komfortabler machen, ist sich Continental sicher. Das System besteht laut dem Konzern aus zwei Komponenten: Eine Einheit befindet sich fest installiert am Unterboden des Fahrzeugs, die andere auf dem Garagenboden.

Roboter lädt Auto per Kabel: Vorteile gegenüber Induktion

Sobald ein Nutzer sein Elektroauto in seiner Garage parkt, sucht die Bodenstation selbstständig die Steckverbindung am Fahrzeug und führt den Stecker in diese ein. Bei der Technologie handelt es sich also um eine physische Verbindung und nicht um eine kabellose Induktion.

Das verschafft einen wichtigen Vorteil. Beim Induktionsladen, an dem die Autobranche ebenfalls forscht, müssen die Spulen so exakt wie möglich übereinanderliegen. Der Fahrer muss also seinen Stromer höchstgenau einparken. Die Technologie von Conti und Volterio bietet hier mehr Spielraum.

Das Kabelsystem soll bis zu 30 Zentimeter Abweichung von der idealen Parkposition automatisch ausgleichen, sodass die Fahrer nicht jedes Mal besonders akkurat einparken müssen. In welchem Winkel das Auto steht, ist dabei egal. Die Steckverbindung ist kegelförmig und erlaubt jeden Einsteckwinkel im vollen 360-Grad-Radius.

Hinzu kommt, dass beim Laden per Kabel im Gegensatz zum induktiven Laden per Magnetfeld kaum Energie verloren geht.

Kundenkreis zunächst eingeschränkt

Continental jedenfalls sieht darin großes Potenzial. 2024 soll das System auf den Markt gebracht werden – produziert in Deutschland.

Zu Beginn wird die Technologie ausschließlich für den Privatgebrauch geeignet sein. Elektromobilisten, die nicht über eine Garage verfügen, schauen also erst einmal in die Röhre. Erst später soll der Laderoboter auch im öffentlichen Bereich zu finden sein. Wann genau eine solche Ausweitung erfolgen wird, ließ Conti indes offen.

Mein Fazit für Sie

Das große Potenzial der Technologie liegt meiner Meinung nach in Parkhäusern, Tankstellen oder Firmenparkplätzen. Sollten die Laderoboter dort angebracht werden, würde das den Komfort der E-Auto-Fahrer einschneidend erhöhen. Gerade für Menschen, die ihren Stromer zu Haus nicht laden können, wäre das ein wichtiger Pluspunkt.

Gleichzeitig bietet die Technologie das, was zukünftig essenziell sein wird: Wenn Fahrzeuge vollautonomisch fahren und auch in Parkhäusern selbstständig einparken, werden automatisierte Lade-Lösungen zum Alltag gehören. Eine Symbiose aus Laderoboter und Roboterauto also.

Nun muss sich die Technologie aber erst einmal bewähren. Bis dahin werden noch einige Jahre ins Land ziehen. Für Continental und dessen Aktie ist die Ankündigung unterm Strich aber durchaus positiv zu werten.

Behalten Sie diese und weitere Innovationen im Bereich Elektromobilität auf jeden Fall im Auge.