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Thomson Reuters: TOP 10 der wertvollsten, kanadischen Firmen

Inhaltsverzeichnis

„Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet“ – diesen Satz haben Sie bestimmt schon einmal im Internet oder in einer Tageszeitung gelesen.

Reuters gilt als weltweit führender Anbieter von Finanzinformationen, Nachrichten und TV-Diensten. Die Marke Reuters steht für eine seriöse und aktuelle Berichterstattung.

Für Sie als interessierte Anlegerin oder Anleger ist Reuters eine gute Quelle, wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, was an den Finanzmärkten passiert. Darüber hinaus könnte Reuters jedoch auch als Investment für Sie interessant sein.

Übernahme im Jahr 2008

Ursprünglich war Reuters mal eine britische Nachrichtenagentur, die von der kanadischen Thomson Corporation im Jahr 2008 übernommen wurde. Daraus ist der Medienkonzern Thomson Reuters (WKN: A2N94N) entstanden, der Ihre Aufmerksamkeit verdient.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Medienaktien haben in diesem Jahr eher schlechter performt, aber die Aktie von Thomson Reuters hat 2022 nur 8 % verloren und ist damit deutlich besser gelaufen als der Gesamtmarkt.

Mit einem Börsenwert von rund 350 Milliarden Dollar zählt Thomson Reuters zur TOP 10 der wertvollsten Firmen in Kanada. Man könnte glauben, dass Reuters als größte Nachrichtenagentur der Welt ein Großteil des Konzern-Umsatzes erwirtschaftet, aber das ist ein Irrglaube.

Interessante Umsatzverteilung

Rund 40 % des Umsatzes generiert Thomson Reuters aus dem Geschäft mit Software für Anwälte und Richter. Zum Angebot gehören Westlaw, eine Art Google für Anwälte oder Highq, eine Software für die sichere Kommunikation und den Datenaustausch unter Juristen.

Weitere 40 % des Umsatzes fallen auf den Verkauf von Software im Bereich Steuern und Buchhaltung. Selbst große Buchhaltungsfirmen setzen die Lösungen ein.

Im Software-Geschäft von Thomson Reuters steckt eine Menge Potenzial. Zum einen, da
80 % der Umsätze wiederkehrend sind. Zum anderen, weil der Konzern mit Datenbanken arbeitet, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Da bekommen neue Mitbewerber nur schwer einen Fuß in die Tür.

Die verbleibenden 20 % des Umsatzes teilen sich das klassische Printgeschäft mit Fachmagazinen für Juristen und Steuerberater und die Nachrichtenagentur Reuters.

430 % Plus in den letzten 10 Jahren

In den vergangenen Jahren ist die Firma vor allem durch Zukäufe gewachsen. Zukäufe, die clever und geschickt waren, denn nur so konnte der Aktienkurs in den letzten zehn Jahren um 430 % zulegen. Zum Vergleich: Der S&P 500 musste sich mit einem Plus von
190 % zufriedengeben.

Interessant für Sie ist zudem, dass Thomson Reuters Dividende zahlt. In den letzten 29 Jahren ist die Dividende jedes Jahr gestiegen, die Dividendenrendite liegt aktuell bei 1,6 %. Da 70 % der Aktien der Familie des Gründers Roy Thomson gehören, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch in Zukunft Dividenden ausgezahlt werden. Schließlich hat die Familie ein Interesse daran, einen attraktiven Gewinn herauszuziehen.

7 Milliarden Dollar Umsatz bei 1 Milliarde Gewinn in 12 Monaten und einer Markkapitalisierung von über 50 Milliarden Dollar ist natürlich kein Schnapper, aber das solide Geschäft über Jahre verdient auf jeden Fall einen Blick.