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Trulieve Cannabis – weitere Legalisierung gibt Aktie Kursfantasie

Inhaltsverzeichnis

Mehr als nur ein wenig Aufmerksamkeit dürften derzeit Cannabis Aktien verdient haben. Interessant scheint der mittlerweile nicht mehr allzu kleine Branchenplayer Trulieve Cannabis. Seit ihrem historischen Höchststand bei nahezu 55 US-Dollar hatte die Aktie rund 60 Prozent an Wert eingebüßt. Die gesamte Branche dürfte vom weltweiten Trend zur Legalisierung von Cannabis auch zum privaten Gebrauch, zur eigenen Entspannung also, profitieren.

Cannabis – Rauschgift oder medizinisch sinnvoll?

Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern. Im Jahr 1976 veröffentlichte der jamaikanische Künstler Peter Tosh ein Reggae-Album unter dem Titel „Legalize It”. Der Titelsong wurde zum Slogan der damaligen Generation. Legalize It – legalisiert (endlich) Marihuana.

Marihuana ist neben Haschisch eine weltweit gebräuchliche Cannabis Variante. Cannabis wiederum heißt eine indische Hanfpflanze, die das sogenannte Tetrahydrocannabinol (THC) als psychoaktiven Wirkstoff enthält. Marihuana (Gras) sind dabei die getrockneten Blütenblätter, Stängel und Blätter der Cannabis Pflanze. Haschisch (Dope, Shit, Piece) wiederum das getrocknete Harz aus den Drüsenhaaren der weiblichen Cannabispflanzen.

Eben dieser weiblichen Pflanze wird das sogenannte Cannabidiol (CBD) extrahiert. Dem CBD wird in Einzelfällen medizinisch-therapeutischer Nutzen nachgesagt – etwa bei bestimmten Formen der Epilepsie und auch wegen seiner entkrampfenden Eigenschaften bei der Behandlung von Krämpfen im Zusammenhang mit multiplen Sklerose. Weitere medizinische Wirkungen – etwa von CBD-Ölen – sind praktisch medizinisch nicht nachgewiesen und beruhen meist subjektiven Einschätzungen ihrer Anwender

USA Vorreiter bei der Legalisierung von Cannabis

Erstaunlich, aber wahr: Die in nicht wenigen Dingen ach so konservativen USA scheinen bei der Liberalisierung von Cannabis erstaunlich trendy. Derzeit ist die Verwendung von Cannabis zum eigenen Vergnügen in immerhin 19 Bundesstaaten legalisiert. In 36 US-Bundesstaaten darf Cannabis zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden.

Marktbeobachter rechnen damit, dass in zwei bis drei Jahren doppelt so viele US-Bundesstaaten wie heute den privaten Konsum von Cannabis legalisieren werden. Sollte es soweit kommen, woran immer weniger Experten zweifeln, dürften die Aktien von Trulieve Cannabis und auch der Wettbewerber erhebliches Kurspotenzial haben.

Trulieve Cannabis – mit über 100 eigenen Apotheken gut aufgestellt

Das Unternehmen hat seinen Verwaltungssitz in Tallahassee, US-Bundesstaat Florida. Die Firma hat sich in den vergangenen Jahren mehr als 160 eigene Apotheken zugelegt, davon gut 110 im Heimatsstaat. Dort ist der Freizeitkonsum des Rauschmittels noch nicht erlaubt, lediglich die medizinische Anwendung. Die Freigabe dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein.

Vorsichtig, aber konsequent erschließt man allmählich die Cannabismärkte in den Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts und West Virginia. Nach der Übernahme des Wettbewerbers Harvest Health im Jahr 2021 hat Trulieve nun auch Zugang zu den Märkten der US‑Bundesstaaten Arizona, Pennsylvania und Maryland.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die Firma mit einem Umsatz zwischen 815 und 850 Millionen US‑Dollar. Das EBITA, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, soll zwischen 355 und 375 Millionen Dollar betragen. Durchaus beeindruckend für eine Firma, die fast ausschließlich im amerikanischen Markt tätig ist. Branchenkenner rechnen damit, dass die landesweite Legalisierung voranschreitet und die Cannabis Industrie bereits in drei Jahren einen Umsatz von jährlich rund 30 Milliarden US-Dollar wird einfahren können.

Kurspotenzial für die Trulieve Cannabis Aktie?

Der Trend zur Legalisierung von Cannabis ist auch in Europa unübersehbar. So hat unsere Bundes-Ampel im Koalitionsvertrag festgelegt, dass die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken legalisiert werden soll. In den Niederlanden wird der persönliche Gebrauch von Cannabis bereits seit dem Jahr 1976 nicht mehr strafrechtlich verfolgt. Fünf Gramm sind in Ordnung.

In Portugal werden der Konsum und der Besitz kleinerer Cannabis-Mengen nur mehr als Ordnungswidrigkeit behandelt. 25 Gramm als Tagesdosis bleiben unbestraft. Italien plant ein neues Gesetz. Danach sollen maximal vier Hanfpflanzen zum Eigenkonsum gestattet sein. In Tschechien sind Konsum und Besitz von Cannabis zum Eigenbedarf seit dem Jahr 2010 erlaubt. Bereits seit knapp 20 Jahren wird der Cannabisbesitz zum persönlichen Gebrauch in Belgien nicht mehr strafrechtlich verfolgt. In der Schweiz schließlich gilt der Besitz von maximal 10 Gramm Cannabis lediglich als Ordnungswidrigkeit.