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CTS Eventim – warten auf Q3-Zahlen

Inhaltsverzeichnis

Seit Mitte August hat die Aktie des Ticketverkäufers und Konzertveranstalters ordentlich an Boden verloren. Nun warten Investoren mit Spannung auf die Zahlen für das dritte Quartal.

Corona-Welle überwunden?

Wohl kaum einer Branche hat die Pandemie derart zugesetzt, wenn man von den Reiseveranstaltern absieht, wie der Gastronomie und den Konzertveranstaltern. So gehörte der Ticketverkäufer und Konzert-Promotor CTS Eventim zweifellos zu den Leidtragenden des Corona-Peaks. Die Aktie (WKN: 547030) stürzte im Frühjahr 2020 scheinbar ins Bodenlose. Der Corona-Crash reichte bis zu einem Aktienkurs von um die 30 Euro.

Der Weg in die gesellschaftliche Normalität führte dann auch zu einem starken Kursanstieg der Anteilsscheine. Vor rund einem Jahr erreichen die Papiere einen Kurs von rund 72 Euro – so viel wie nie zuvor. Und obwohl es von der Corona-Front praktisch keine bedrohlichen Nachrichten gab, hat die Aktie seit Jahresbeginn den Rückwärtsgang eingelegt. Mit einem Kurs von 40 Euro war dann mit dem fast freien Fall vorübergehend Schluss. Momentan notiert die Aktie bei rund 47 Euro.

Dies, obwohl die Münchner gute bis sehr gute Zahlen für die ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres lieferten.

Erstes Halbjahr im Schnelldurchlauf

CTS Eventim generierte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsatzerlöse in Höhe von 734 Millionen Euro. Das waren knapp zwölfmal so viel wie im Vergleichszeitraum des Jahres 2021, als Lockdowns viele Unternehmen an den Rand der Existenz drängten oder sogar über die Klippe stürzten. Interessant und vielversprechend ist, dass der Umsatz in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sogar um einiges höher lag als jener im ersten Halbjahr 2019, als naturgemäß noch niemand Corona und die Folgen auf dem Zettel hatte. Nice to know: Im Gesamtjahr 2019 betrugen die Umsätze gut 1,4 Milliarden Euro.

Trotz der guten Sechs-Monats-Zahlen hat die Aktie seit Jahresbeginn enorm an Wert verloren… Eigentlich nicht ganz verständlich, wie ich glaube. Schauen wir uns stattdessen kurz an, was für das Unternehmen und demnach auch für höhere Aktienkurse spricht.

Konzerte oft im Handumdrehen ausverkauft

Nach wie vor besteht eine enorme Nachfrage der Feier- und Tanzsüchtigen. Nicht selten sind die Konzerte, die Eventim vermarktet, binnen eines Tages – wenn’s lange dauert – ausverkauft, manchmal auch schon innerhalb weniger Stunden. Das spült dem Unternehmen bei einer geschätzten Provision von mindestens 10 Prozent je Ticket sehr schnell und sehr viel Geld in die Kasse. Daran dürfte sich auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres nichts geändert haben. Und wird es auch vermutlich nicht in den letzten drei Monaten 2022.

Überdies sprechen für das Unternehmen noch zwei weitere nicht zu unterschätzende Assets. Das erste: CTS Eventim tritt selbst als Veranstalter von Großereignissen wie Rock am Ring, Rock im Park, Hurricane und Southside auf. Zweiter Fakt: Das Unternehmen betreibt legendäre Veranstaltungs-Locations wie die Berliner Waldbühne, das Apollo in London, die Lanxess-Arena in Köln sowie die K. B. Hallen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Jeder der drei Geschäftsbereiche scheint, falls es nicht erneut zu einem Pandemie-Crash kommt, wachstums- und gewinnträchtig zu sein. Doch ob Investoren momentan restlos davon überzeugt sind, bezweifle ich. Der aktuelle Aktienkurs signalisiert Vorbehalte. Mit Spannung werden nun die Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwartet, die voraussichtlich am 17. November veröffentlicht werden. Meine Meinung: Spekulativ orientierte Investoren greifen bei der CTS Eventim Aktie auf dem derzeitig wohl günstigen Kursniveau zu.