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The Trade Desk – Anmache ohne Streuverluste

Inhaltsverzeichnis

Wer ziemlich genau seine Zielgruppe erreichen möchte, damit diese Nützliches und Gedöns möglichst teuer kauft, muss normalerweise werben, was das Zeug hält. Die US-Techfirma The Trade Desk bietet dazu eine Web-Plattform. Die Aktie könnte lohnen.

Was macht The Trade Desk?

„Wer aufhört zu werben, um so Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen.“ Dieses Zitat wird Henry Ford zugeschrieben. Die Älteren unter uns erinnern sich: Henry Ford war Erfinder und Automobilpionier, der die Ford Motor Company gründete. Sein Geniestreich war die Fließbandfertigung von Automobilen.

Das „Modell T”, von Kennern auch „Tin Lizzie“ wie „Blechliesel“ genannt, war das weltweit erste Großserien-Auto, das am Fließband zusammengeklöppelt wurde. Henry Ford warb schon sehr früh für die spätere Ikone, was das Zeug hielt. Der Erfolg gab ihm Recht.

Medienlandschaft im Umbruch

Längst hat sich Medienlandschaft, die Werbung ermöglicht, beinahe dramatisch geändert. Das Internet mit Google, Facebook, YouTube, TikTok und neuerdings Streamingdiensten wie Netflix und Disney+ wirkte und wirkt geradezu dramatisch disruptiv.

Werben auf gedrucktem Papier will kaum noch jemand. Auch weil hier die sogenannten Streuverluste erfahrungsgemäß vergleichsweise hoch sind. Verständlicherweise wollen Werbetreibende ihre Zielgruppe (n) möglichst punktgenau treffen. Denn je größer die Streuverluste, desto mehr Geld wird bei einer Werbekampagne verbrannt. Wer also Werbenden die Technologie zu Verfügung stellt, um zu treffen, hat die halbe Miete schon eingefahren – mindestens. Und The Trade Desk hat, wie mir scheint, solch eine Technologie.

Hoffentlich klicken die Richtigen!

Jeder Klick auf eine Werbeanzeige im Internet kostet erst einmal Geld. Ob sich diese Investitionen rechnet, weil der Klicker zum Käufer bzw. Kunden konvertiert, weiß ein Unternehmen erst später. Es gibt einige Bereiche, in denen jeder Klick besonders viel Geld kostet – zumindest deutlich mehr als in anderen Wirtschaftssektoren.

Etwa bei Gesundheitsthemen und auch, sobald es um Geld und Vorsorge geht. Eine Bank etwa, die ihr Konto für Selbstständige und Freiberufler im Internet bewerben möchte, zahlt pro Klick bisweilen mehr als 50 Euro. Und ein Pharmaunternehmen, das seine neue Therapie zur Behandlung von Morbus Bechterew auch im Netz durch Werbung promoten möchte, vermutlich nicht viel weniger – falls überhaupt.

Es würde sündhaft teuer, gingen 99 von 100 oder 999 von 1.000 Klicks ins Leere. The Trade Desk hat nach eigenen Angaben die Technologie, um den kostspieligen Leerlauf soweit wie möglich zu begrenzen.

Umsatzwachstum in Q1

Weltweit sollen die Ausgaben für Werbung weiter steigen, so die Prognose der Mediaagentur Zenithmedia. Im laufenden Jahr sollen es sage und schreibe 800 Milliarden US-Dollar sein, im kommenden Jahr gut 860 Milliarden Dollar. Die Corona-Flaute scheint also überwunden, ebenso der Schock nach Beginn des Ukraine-Krieges und der Energiepreis-Explosion.

Vor wenigen Tagen präsentierte The Trade Desk die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Umsatzerlöse stiegen um gut 21 Prozent auf rund 380 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit rund 315 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie hingegen stieg nur geringfügig auf 0,23 Dollar nach 0,21 US‑Dollar im Vorjahresquartal. Erfreulich ist, dass der Free Cashflow um fast ein Drittel auf knapp 190 Millionen Dollar zulegte. Der Vorstand peilt für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres ebenfalls rund ein Fünftel mehr Umsatz an.

Nach meiner Meinung ist dies durchaus realistisch. Denn neben den angestammten TikTok, YouTube, Google & Co. setzen zunehmend auch Streaming-Dienste auf Werbung. Hier hatte The Trade Desk schon früh einen Fuß in der Tür, was sich künftig erkennbar bezahlt machen dürfte.

Aktie jetzt auf Kaufniveau?

Die The Trade Desk Aktie (WKN: A2ARCV) wurde im September 2016 mit einer Erstnotiz von 28 US-Dollar an der Technologiebörse NASDAQ notiert. Ihr historisches Hoch erreichten die Papiere im letzten Quartal 2021 bei einem Kurs von deutlich mehr als 100 Dollar. Momentan notieren die Anteilsscheine des Unternehmens bei knapp 69 US-Dollar.

Wer als Investor auf dem Peak einstieg, hat somit bis heute schlappe 50 Prozent verloren. Geduldige Anleger indes, die sich von zwischenzeitlichen Eruptionen nicht verunsichern ließen, konnten in den vergangenen fünf Jahren alles in allem einen Profit von mehr als 700 Prozent einstreichen.

Nach meiner Meinung bietet sich momentan ein durchaus günstiger Einstiegszeitpunkt. Allerdings würde ich nicht sofort mein ganzes Pulver verschließen, sondern die Aktie in mehreren Tranchen kaufen, um bei starken Kursschwankungen oder bei deutlichen Einbußen vom Cost-Average zu profitieren. Allerdings ist die Aktie von The Trade Desk nur für dezidiert risikobereite Investoren geeignet, die nicht gleich das große Flattern bekommen, falls die Papiere mal um 20 Prozent abrutschen.