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Südzucker – Lecker-Schmecker

Südzucker – Lecker-Schmecker
Inhaltsverzeichnis

Nachdem der Mannheimer SDAX-Konzern Südzucker sein Geschäftsjahr 2021/2022 mit starken Zahlen beschlossen hatte, startet er mit weiterhin hohem Wachstumstempo in das neue Geschäftsjahr – auch der Ausblick wird erhöht.

Umsatz steigt weiter rasant

Tatsächlich gelang es Südzucker im am 31. Mai 2022 beendeten ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 (Q1) sogar, das Umsatzwachstum deutlich zu beschleunigen. Stand im vorangegangenen Geschäftsjahr noch ein Umsatzplus von 14 Prozent zu Buche, ging es in Q1 sogar um 29,8 Prozent nach oben auf 2,275 Milliarden Euro. Alle Unternehmensbereiche trugen zu diesem Wachstum bei.

Am stärksten entwickelte sich die Erneuerbare Energien-Tochter Cropenergies (die ihre Quartalszahlen gestern bekanntgab) mit einer Umsatzsteigerung um 93,6 Prozent auf 377 Millionen Euro. Das Segment Stärke verbesserte sich im Vorjahresvergleich um ein Drittel auf 295 Millionen Euro. Die Bereiche Zucker und Spezialitäten wuchsen jeweils um 22,3 Prozent auf 727 respektive 515 Millionen Euro. Ein wenig zurück hing das Frucht-Segment, das „nur” ein Plus von 12,5 Prozent auf 361 Millionen Euro verbuchen konnte.

Operatives Ergebnis entwickelt sich deutlich positiv

Beim operativen Ergebnis vermeldet Südzucker ebenfalls überwiegend sehr erfreuliche Zahlen. Konzernweit gelang gegenüber dem Vorjahresquartal mehr als eine Verdreifachung von 49 auf 163 Millionen Euro. Am stärksten präsentierte sich auch hier CropEnergies, das sein operatives Ergebnis von 15 auf 87 Millionen Euro nahezu versechsfachte.

Dem Bereich Zucker, der im Vorjahresquartal einen deutlichen Verlust einfuhr, gelingt trotz höherer Kosten knapp der Sprung in die Gewinnzone mit einem operativen Ergebnis von 1 Million Euro. Eine Verschlechterung gibt es lediglich bei den Spezialitäten, deren operatives Ergebnis wegen deutlich höherer Rohstoff-, Verpackungs- und Energiekosten um 11,4 Prozent auf 30 Millionen Euro sank.

Höhere Prognose fürs Gesamtjahr

Bereits am 15. Juni hatte Südzucker seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2022/2023 signifikant angehoben. Der Konzernumsatz soll 8,9 bis 9,3 Milliarden Euro erreichen statt der zuvor angestrebten 8,7 bis 9,1 Milliarden Euro. Im Vorjahr wurden 7,6 Milliarden Euro eingenommen.

Weiterhin sollen alle Unternehmensbereiche zum Umsatzwachstum beitragen, wenn auch das Segment Frucht ein wenig hinterherhinkt. Beim EBITDA wurde das Ziel von 660 bis 760 Millionen Euro auf nun 760 bis 860 Millionen Euro korrigiert, womit eine Verbesserung gegenüber den 692 Millionen Euro des Geschäftsjahres 2021/2022 sicher wäre.

Auch beim operativen Konzernergebnis zeigt sich das Management sehr optimistisch mit einem Zielwert von 400 bis 500 Millionen Euro anstelle der bisherigen 300 bis 400 Millionen Euro (Vorjahr: 332 Millionen Euro). Haupttreiber des erhöhten Ausblicks ist hier die Tochter CropEnergies. Voraussetzung für das Erreichen der neuen Ziele ist, dass sich die Situation rund um den Ukraine-Krieg nicht drastisch verschlechtert und sich auch die Auswirkungen der übrigen Unsicherheitsfaktoren wie Lieferkettenprobleme, Corona und Inflation im Rahmen halten.

Die Südzucker-Aktie liegt im deutschen Vormittagshandel um gut 1 Prozent im Minus bei 15 Euro, war seit Verkündung der erhöhten Prognose Mitte Juni aber bereits um rund 20 Prozent gestiegen.