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Novo Nordisk – fast wie gedopt

Inhaltsverzeichnis

Die Aktie des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk befindet sich bereits seit einigen Jahren im Steigflug, den selbst externe Schocks nur kurzzeitig stoppen konnten. Überzeugende Quartalszahlen legen nahe, dass sich Anleger über weiter steigende Kurse werden freuen können.

Starkes Umsatzwachstum dank Diabetes- und Adipositas-Medikamenten

Im am 30. September beendeten dritten Quartal des Geschäftsjahres 2022 gelang Novo Nordisk im Vergleich zum Vorjahresquartal eine Steigerung des Umsatzes um 28 Prozent auf knapp 45,6 Milliarden Dänische Kronen (DKK), was umgerechnet etwa 6,12 Milliarden Euro entspricht. Damit wurden die Erwartungen der Branchenanalysten recht deutlich übertroffen, die im Schnitt mit 1,1 Milliarden DKK weniger gerechnet hatten. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres verbesserte sich der Umsatz um 26 Prozent auf 128,9 Milliarden DKK (währungsbereinigt: plus 16 Prozent).

Wachstumstreiber war das Geschäft mit Medikamenten aus dem Bereich Diabetes und Adipositas, das im Vorjahresvergleich eine Umsatzsteigerung von 30 Prozent auf 40,5 Milliarden DKK vermelden konnte. Verhaltener entwickelte sich der Bereich Seltene Krankheiten, in dem der Umsatz um 13 Prozent auf 5,1 Milliarden DKK anwuchs.

Hohe Verkaufszahlen in Nordamerika, China hinkt hinterher

Regional betrachtet war die Umsatzentwicklung auf dem nordamerikanischen Markt am dynamischsten mit einem Wachstum von 37 Prozent auf 23,8 Milliarden DKK. Im Bereich Europa, Mittlerer Osten und Afrika ging es um 20 Prozent auf 11,0 Milliarden DKK nach oben, in der Region China um 4 Prozent auf 4,4 Milliarden DKK und im Rest der Welt um 30 Prozent auf 6,4 Milliarden DKK.

Gewinn höher als erwartet, auch wegen des starken Dollars

Auch beim Gewinn konnte Novo Nordisk die Markterwartungen übertrumpfen. So schnellte der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahresquartal um 32 Prozent auf 20,2 Milliarden DKK in die Höhe. Der Nettogewinn verbesserte sich um 19 Prozent auf 14,4 Milliarden DKK und das verwässerte Ergebnis je Aktie um 20 Prozent auf 6,34 DKK. Experten hatten im Vorfeld durchschnittlich 6,16 DKK erwartet.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 summierte sich der Betriebsgewinn auf gut 57,7 Milliarden DKK, ein Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 28 Prozent. Die hohen Gewinn- und Umsatzzahlen resultieren teilweise aus dem starken US-Dollar, währungsbereinigt betrug das Wachstum des Betriebsgewinns lediglich 14 Prozent. Der Nettogewinn der ersten neun Monate liegt bei 41,9 Milliarden DKK und das verwässerte Ergebnis je Aktie bei 18,42 DKK.

Höhere Prognose wegen wachsender Nachfrage

Angesichts der überzeugenden Zahlen der ersten neun Monate hebt das Novo Nordisk-Management den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2022 an. Unternehmenschef Lars Fruergaard Jørgensen verweist zudem auf eine steigende Nachfrage vor allem nach Diabetes-Behandlungen, auch soll das Abnehm-Medikament Wegovy bis Ende 2022 in allen Dosierungen in den USA verfügbar sein.

Der Umsatz soll nun währungsbereinigt um 14 bis 17 Prozent steigen (bisher 12 bis 16 Prozent) und der operative Gewinn um 13 bis 16 Prozent, statt der bisher anvisierten 11 bis 15 Prozent. In dänischen Kronen soll der Umsatz um 10 Prozentpunkte über dem währungsbereinigten Wert liegen und der operative Gewinn sogar um 15 Prozentpunkte. Die Novo Nordisk-Aktie, die seit Jahresbeginn entgegen dem Trend des Gesamtmarktes bereits um rund 10 Prozent gestiegen war, verteuert sich im deutschen Vormittagshandel um weitere 4 Prozent auf etwa 113 Euro und liegt damit nur knapp unter dem Allzeithoch von 116 Euro.