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Teradyne – testen, prüfen, checken

Inhaltsverzeichnis

Es gibt einige Unternehmen, deren Aktien in den vergangenen Monaten zu Unrecht verprügelt wurden, wie es scheint. Teradyne gehört möglicherweise dazu.

Was macht Teradyne überhaupt?

Das Unternehmen wurde vor rund 62 Jahren in Boston, US-Bundesstaat Massachusetts, gegründet. Dort hat Teradyne bis heute seinen Firmensitz. Das Unternehmen produziert Testsysteme für Mikroprozessoren und viele andere elektronische Bauteile.

Ein gigantischer Markt. Denn kaum irgendetwas in unserem Alltag funktioniert ohne die Winz-Rechner. Die befinden sich in Küchenmaschinen aller Art, in Smartphones und GPS-Trackern und nicht zuletzt auch in einem x‑beliebigen Kühlschrank. Die Winzlinge zu testen bzw. Prüfsysteme dafür herzustellen scheint somit ein Geschäftsmodell, das sich voraussichtlich nicht so schnell überholt hat.

Zählen doch die Kunden des Unternehmens zum „Who is Who?“ der Branche – darunter die Chipproduzenten Samsung, Qualcomm und Intel. Schon seit einiger Zeit versucht Teradyne zudem, mit seinen Produkten bei Unternehmen der Luft- und Raumfahrtbranche Fuß zu fassen.

Q2 – mehr Umsatz, mehr Gewinn

Die Checker:innen von Teradyne blieben auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf Wachstumskurs. So stiegen die Umsatzerlöse von rund 775 Millionen US-Dollar im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres auf nunmehr 840 Millionen Dollar. Alles in allem betrug der Gewinn im jüngsten Quartal nahezu 198 Millionen US-Dollar, nach knapp 162 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Als Quartalsdividende gibt‘s wie zuvor 0,11 Dollar je Aktie, aufs Jahr gerechnet werden Investoren demnach 0,44 US-Dollar erhalten. Daraus errechnet sich auf Grundlage des aktuellen Aktienkurses von rund 82 US-Dollar eine zu vernachlässigende Dividendenrendite.

Aktienkurs seit Jahresbeginn tiefrot

Die Umsätze legen spürbar zu, Teradyne verdient gutes Geld – offenbar von Quartal zu Quartal mehr. Im Vergleich dazu hat sich der Aktienkurs in diesem Jahr geradezu katastrophal entwickelt. Nach dem historischen Hoch zum Jahreswechsel 2021/2022 bei knapp 170 US-Dollar, rauschten die Anteilsscheine mit Tempo nach unten. Momentan notieren die Papiere (WKN: 859892) bei rund 82 Dollar, somit nur knapp über dem Jahrestief von Anfang September.

Fundamental gibt es keine größere, falls überhaupt, Probleme – so scheint es derzeit jedenfalls. Auch die Bewertung gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) erscheint derzeit fair, wenn nicht sogar günstig. Der Analysten-Konsens einen für das laufende Jahr ein KGV von knapp 22 und für das kommende Jahr von gut 16. Für einen Tech-Wert nicht gerade teuer.

Für Aufsehen sorgte jüngst auch, dass sich Star-Investorin Cathie Wood erheblich für Teradyne erwärmen konnte. Sie hat die Positionen in ihren beiden Fonds ARK Autonomous Tech. & Robotics ETF und im ARK Space Exploration & Innovation ETF spürbar aufgestockt. Ob Investoren dies als gutes oder als schlechtes Omen werten, steht bislang noch nicht fest. Der Aktienkurs hat jedenfalls noch nicht darauf reagiert.

Meine Meinung: Teradyne ist ein wachstumsstarkes Unternehmen in einer aussichtsreichen Zukunftsbranche. Risikobewusste Investoren können sich auf dem derzeitigen Kursniveau ein paar Stücke ins Depot liegen und … abwarten, was daraus wird.