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Krisenschutz: Warum Pharma-Aktien jetzt interessant sind!

Inhaltsverzeichnis

Der Aktienmarkt war im ersten Halbjahr 2022 massiv eingebrochen – und das rund um den Globus. So verloren die wichtigen US-Indizes NASDAQ, Dow Jones sowie S&P 500 teils in historischem Ausmaße an Wert. Kein Wunder, sind die Krisen dieser Tage doch allgegenwärtig und tiefgreifend wie selten zuvor.

Trotzdem: Es gibt einige Branchen, die sich an der Börse gegen den schweren Abwärtstrend behaupten konnten. Allen voran: die Pharmaindustrie. Deren Produkte sind so wichtig für die Menschheit, dass die Nachfrage auch in den schlimmsten Krisen beständig ist.

Pharma-Index zeigte sich zuletzt krisenfester

Aber schauen Sie selbst: Der wichtige Index „MSCI World Pharmaceuticals, Biotechnology and Life Sciences“ verlor in den drei Monaten bis Ende Juni lediglich rund 4 Prozent an Wert. Das ist zwar ein Rückgang, im Vergleich zum gesamten Aktienmarkt aber durchaus überschaubar. So krachte der „MSCI World“ in dem Zeitraum um mehr als 16 Prozent ein.

Zum Pharma-Index gehören Titel wie Johnson & Johnson, Roche, Novartis, Pfizer, Merck, Lilly Ely, AbbVie und AstraZeneca. Die Marktkapitalisierung des Index liegt übrigens bei rund 4,5 Billionen Dollar, wobei der größte Anteil auf Johnson & Johnson entfällt.

Deutsche Chemieindustrie auf dem absteigenden Ast

Aber auch in Deutschland gilt die Pharmabranche derzeit als wichtiger Sicherungsanker der Wirtschaft. So hatte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) kürzlich für das laufende Jahr einen Rückgang der Produktion um 1,5 Prozent prognostiziert.

Der VCI begründete das vor allem mit den enormen Preissteigerungen bei Energierohstoffen wie Erdgas und entsprechenden Engpässen. Für die deutsche Chemieindustrie ist das ein Desaster, auch weil etwa die Gaspreise in Deutschland stärker gestiegen sind als in anderen Regionen der Welt. Daraus könnte sich ein Wettbewerbsproblem ergeben.

Aber was hat das Ganze jetzt mit der Pharmabranche zu tun?

Nun, in der Prognose des VCI zur Chemieindustrie ist auch der Pharmasektor mit inbegriffen. Würde man diesen Sektor herausstreichen, würde die Chemiebranche im laufenden Jahr wohl um satte 4 Prozent schrumpfen. Das heißt im Klartext: Die Pharmahersteller stützen die Chemieindustrie.

Das zeigt sich auch anhand der Daten zum ersten Halbjahr. So ging die Produktion von Fein- und Spezialchemikalien zwischen Anfang Januar und Ende Juni um 9 Prozent zurück. Die Herstellung von Pharmazeutika aber erreichte dank der immer noch wirkenden Corona-Sonderkonjunktur ein Plus von 8,5 Prozent.

Mein Fazit für Sie

Die Pharmabranche ist nicht nur für die Wirtschaft ein Sicherungsanker. Auch Sie als Anleger können Big Pharma zu Ihrem Vorteil nutzen. Vor allem die großen Player der Branche bieten einen durchaus ansehnlichen Krisenschutz, auch weil sie große finanzielle Polster haben, etabliert sind und nicht zuletzt in Sachen Dividenden traditionell die Spendierhosen anhaben.

Die Corona-Pandemie jedenfalls hat gezeigt, wie wichtig Arzneimittelhersteller und BioTech-Firmen sind. Dieser Boost dürfte die Branche noch sehr lange beflügeln und Ihnen eine Chance auf langfristige Renditen bescheren.