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Intel, nVidia & Co: Chip-Markt noch aussichtsreich?

Inhaltsverzeichnis

Der Chip-Sektor hat es aktuell nicht leicht. Namhafte Unternehmen der Branche, wie nVidia, AMD, Infineon, Samsung, Intel, Micron Technologie, Qualcomm, leiden unter einer sinkenden Nachfrage nach PCs sowie dem allgemeinen derzeitigen Ausverkauf am Markt für Kryptowährungen.

So warnen Halbleiterkonzerne nun vor herausfordernden Zeiten, dabei hatten sie innerhalb der letzten zwei Jahre noch einen regelrechten Nachfrageboom nach ihren Chips verzeichnen können. Doch auch Unternehmen wie Samsung, also keine reinen Chip-Produzenten, sind betroffen.

Corona-Effekt verpufft

Der Umsatz im weltweiten PC-Markt soll in diesem Jahr laut Marktforschern insgesamt rückläufig sein. Dies ist – wie in einigen anderen Branchen auch – darauf zurückzuführen, dass der pandemiebedingte Effekt nun schwindet. Die Nachfrage war während der Krise rasch angestiegen, da vor allem der Trend hin zur Heimarbeit zugenommen hatte.

Doch auch die aktuell hohe Inflationsrate und damit einhergehende enorme Preissteigerungen halten Menschen davon ab, sich neue elektronischer Endgeräte zuzulegen. Und letztlich tragen auch Lieferkettenstörungen ihren Teil zu der sich ändernden Lage bei.  

PC-Absatz sinkt 2022 voraussichtlich

Glaubt man aktuellen Prognosen von Marktforschern, so erwarten diese 2022 einen Rückgang globaler PC-Verkäufe um mehr als 9%. Aber auch Smartphone-Lieferungen sollen vor allem im großen Absatzmarkt China um 18% zum vorherigen Jahr sinken.

Insgesamt sollen die Geräte-Auslieferungen von PCs, Tablets sowie Smartphones, Mobiltelefonen usw. bis 2022 weltweit um über 7% rückläufig sein. Dabei sollen China sowie Osteuropa einschließlich Eurasien je sogar zweistellige Rückgänge hinnehmen müssen.

Zusammenbrüche am chinesischen Smartphone-Marktes werden demnach auch 5G-Telefonlieferungen beeinflussen, die um 2% sinken könnten, nachdem diese im zurückliegenden Jahr 65% zugelegt hatten und man eigentlich auch für das laufende Jahr mit erneutem, zweistelligem Wachstum kalkuliert hatte.  

Vor allem in China hatte ein Großteil der Verbraucher hat den Kauf nicht lebensnotwendiger Dinge, wie eben beispielsweise 5G-Smartphones, gestoppt, als China mit seinen harten Lockdownmaßnahmen begann.

Aussichten im Halbleiter-Sektor dennoch weiterhin hervorragend

Ob aus diesen Prognosen nun ein Ende des Halbleiter-Booms abzuleiten ist, halte ich aber ganz klar für unwahrscheinlich. Natürlich flacht die Nachfrage in einigen Bereichen aufgrund zahlreicher Belastungsfaktoren derzeit etwas ab, das ist nachvollziehbar – aber eben nur ein vorübergehendes Szenario.

Langfristig gilt, dass die kleinen elektronischen Alleskönner unabdingbar sind. Ob für 5G Mobilfunk, das sogenannte Internet of Things (Internet der Dinge), die digitale Parallelwelt Metaverse oder innerhalb der weltweiten Autoindustrie: Chips sind eine notwendige Ressource.

So werden Halbleiter schon lange als digitales Gold bezeichnet, da sie nicht nur für ihre Produzenten so wertvoll sind wie das gelbe Edelmetall, sondern auch für ihre Abnehmer, die Chips in ihre eigenen Endprodukte einbauen. US-amerikanische Marktforscher rechnen dem weltweiten Chipmarkt bereits im Jahr 2030 ein Volumen von mehr als 1 Bio. Dollar zu.

Ein absoluter Megamarkt also, der auch Anlegern zahlreiche Chancen bietet mit einem Investment in aussichtsreiche börsennotierte Halbleiterhersteller.