Millionenschwerer Aktienkauf bei Rohstoff-Riesen Philips 66

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Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Phillips 66

Mit Phillips 66 steht ein Rohstoff-Riese auf der Kaufliste der Insider. Der Director Gregory Hayes hat zum Preis von 97,75 Dollar in Summe 10.250 Anteilscheine eingesammelt. Entsprechend lag der Gegenwert der Käufe bei knapp über 1 Millionen Dollar. Durch die Zukäufe hat Hayes seinen Aktienbestand um 253% auf inzwischen 14.299 Aktien erhöht.

Phillips 66 beinhaltet das abgespaltene und als eigenständige Gesellschaft an die Börse gebrachte Downstream-Geschäft von ConocoPhillips. Der Name leitet sich von der Phillips Petroleum Company und deren Marke „Phillips 66“ ab. Phillips war ein US-amerikanisches Öl- und Gasunternehmen, das am 30. August 2002 mit Conoco zu ConocoPhillips fusionierte. Das Unternehmen ist außerdem zu 50% an Chevron Phillips Chemical und zu 49% an Coop Mineraloel beteiligt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 169,9 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 11 Milliarden Dollar.

Charter Communications

Bei dem US-Kabelkonzern Charter Communications griff der Director Steven Miron zu und legte sich 2.500 Aktien ins Depot. Beim Kaufpreis von 384,85 Dollar musste Miron für die Käufe 960.875 Dollar auf den Tisch legen. Mit den Käufen erhöhte der Firmeninsider seinen Aktienbestand um 37% auf 9.173 Anteilscheine.

Bei Charter handelt es sich um einen US-Kabelnetzbetreiber, der als solcher seinen Kunden den Zugang zu digitalem und interaktivem Fernsehen, Video-on-Demand-, Internet- und Telefondiensten ermöglicht. Im Jahr 2016 hat das Unternehmen mit Time Warner Cable einen der großen Konkurrenten übernommen, sodass Charter Communication mittlerweile einer der größten Kabelnetzanbieter in den USA ist.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 4,5% auf 54,02 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich zeitgleich um 8,6% auf 5,05 Milliarden Dollar.

Intel

Beim Chip-Spezialisten Intel griffen zuletzt nach schwachen Quartalszahlen gleich zwei Firmeninsider zu und sammelten Aktien ein. Der Vorstand Pat Gelsinger und der Finanzvorstand David Zinsner erwarben 18.050 Intel-Papiere. Das Kaufvolumen lag bei Kaufkursen zwischen 27,75 und 27,89 Dollar in Summe bei 501.839 Dollar.

Bei dem Halbleiterriesen lief es im Schlussquartal alles andere als rund: Der Umsatz sank im Jahresvergleich deutlich von 20,52 auf 14,04 Milliarden Dollar. Vor allem der Nachfrageeinbruch im Bereich Personal Computers machte dem Unternehmen zu schaffen. Unter dem Strich rutschte der Konzern sogar in die Verlustzone (-664 Millionen Dollar), nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Nettogewinn von 4,62 Milliarden  Dollar in den Büchern stand. Während die Anleger die Zahlen skeptisch aufnahmen, scheinen die Insider eine Unterbewertung der Aktie zu wittern.