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Ionos: Statt Höhenflieger eher Tiefflieger

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Das Börsendebüt des Webhosting-Anbieters Ionos sollte ein Paukenschlag werden, aber es kam anders als gedacht. Die Aktien des Internetdienstanbieters starteten unter ihrem Ausgabepreis in den Handel.

Im Vorfeld war das Unternehmen als aufgehender Stern in den Himmel gehoben worden. Die Geschichte des Unternehmens hat tatsächlich etwas Märchenhaftes. Der heutige Chef war 1995 als Werkstudent an der Gründung des Mutterunternehmens beteiligt. Ursprünglich stammt Ionos von der badischen Firma Schlund+Partner ab, die sich mit Webhosting einen Namen machte. Das Geschäft rund um die Bereitstellung und Pflege von Webseiten wurde 1998 von 1&1 übernommen und ging später in der Holding United Internet auf.

Durch den Börsengang wird Ionos aus der Dachgesellschaft herausgelöst. United Internet bleibt jedoch vorerst größter Aktionär. Darüber hinaus verfügt der US-Finanzinvestor Warburg Pincus über ein größeres Anteilspaket.

Sieht sich selbst als Konkurrent von Google, Amazon und Microsoft

Ionos präsentiert sich selbstbewusst zwischen den ganz Großen, wie Google, Amazon oder Microsoft. Laut eigenen Angaben ist Ionos führender Anbieter von Hosting-Dienstleistungen, Cloud-Services und Cloud-Infrastruktur in Europa. Konzernchef Achim Weiß sieht vor allem in der Cloud-Sparte ein großes Potenzial. Der Umsatz in diesem Bereich liegt aktuell bei rund 100 Millionen. Das klingt viel, aber zum Vergleich: Die Cloud-Sparte von Amazon hat im vergangenen Jahr rund 80 Milliarden Dollar umgesetzt.

Vorteilhaft für Ionos könnten die höheren Anforderungen im Datenschutz sein, die hier in Europa gelten. Ein hoher Datenschutz wird für Firmen und Behörden immer wichtiger, sodass es mehr und mehr eine Rolle spielt, ob die Rechenzentren in Europa oder in den USA liegen. Von den 32 Rechenzentren mit 100.000 Rechnern, die Ionos betreibt, befindet sich laut tagesschau.de der Großteil in Europa und unterliegt damit der EU-Datenschutzrichtlinie.

In der Spitze bis zu 4 % Verlust

Nachdem Firmenchef Achim Weiß mit dem traditionellen Läuten der Börsenglocke den Handel eröffnete, startete dieser deutlich schlechter als erwartet. Ionos Papiere erschienen mit 18,40 Euro erstmals auf den Kurszetteln und damit 2,4 Prozent unter dem Ausgabepreis. Das Unternehmen hatte die insgesamt gut 24 Millionen Anteilsscheine zu je 18,50 Euro am unteren Ende der bis 22,50 Euro reichenden Spanne zugeteilt. Zwischenzeitlich ging der Kurs weiter auf bis zu 17,72 Euro zurück. Dies entspricht einem Minus von gut vier Prozent.

Neuemissionen liefen zuletzt grundsätzlich eher schlecht. Im vergangenen Jahr hatte nur Porsche eine gute Performance hingelegt. Börsianer sahen in Ionos im Vorfeld einen Eisbrecher, der dem Markt einen echten Schub geben könnte. Diesen hätte die Börse bitter nötig. Seit Anfang Januar haben Unternehmen gerade einmal 2,55 Milliarden Dollar eingesammelt. Im Januar 2022, also vor dem Beginn des Ukrainekriegs, hatten 98 Börsengänge insgesamt 31,91 Milliarden Dollar erlöst.

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