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BMW, Mercedes, VW, Porsche – jetzt zugreifen?

Inhaltsverzeichnis

Die Anteilsscheine deutscher Automobilhersteller haben jüngst Rückenwind erhalten. Grund dafür waren vor allem die gemeldeten Absatzerfolge im derzeit eher schwierigen US-amerikanischen Markt. Denn hartnäckige Lieferkettenprobleme sowie mangelnde Computerchips bremsen den Automarkt dort weiter aus.

Gutes drittes Quartal

Im dritten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2022 konnten die Hersteller ihren Absatz an Fahrzeugen steigern, obwohl der US-Markt derzeit insgesamt schrumpft. Davon profitierten vor allem BMW, Mercedes, VW sowie Porsche.

Allein der Münchner Autohersteller BMW lieferte mit 78.000 Fahrzeugen 3% mehr aus als noch im gleichen Zeitraum 2021. Die BMW-Tochter Mini legte um 11,4% auf 7.178 Fahrzeuge zu. Sportwagenbauer Porsche hat seinen Absatz unterdessen im Q3 sogar um 8% hochschrauben können auf mehr als 16.500 Fahrzeuge und Branchenriese VW schraubte den Absatz in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf 88.820 Neuwagen hoch.

Das ließ die Papiere der deutschen Autoproduzenten im gestrigen Handel 2 bis 3% zulegen, womit sie zu den gefragtesten Werten gehörten.

Positiver Newsflow für die Autobranche

Doch auch positive Nachrichten des Ifo-Instituts beflügelten die deutsche Autoindustrie. Laut diesen verbesserte sich der Branchenindikator im zurückliegenden Monat September von minus 9,8 auf minus 5,4 Punkte.

Insgesamt würden die Hersteller hierzulande die Entwicklung für die kommenden sechs Monate positiv einschätzen, was unter anderem auch verbesserten Exportaussichten im laufenden vierten Quartal geschuldet ist.

Wenngleich keiner genau sagen kann, wie lange dieser Optimismus und der positive Effekt aus dem Export anhalten wird oder kann – trüb sich doch schließlich die Aussicht für die Weltwirtschaft immer weiter ein. 

Noch mehr Börsengänge bei Volkswagen?

Unterdessen hat VW-Konzernchef Ulrich Blume preisgegeben, den Autohersteller in Zukunft noch stärker am Kapitalmarkt ausrichten zu wollen.

„Über die Marken besitzen wir die Möglichkeit, den Volkswagen-Konzern für Investoren noch deutlich attraktiver darzustellen“, ließ er jüngst gegenüber dem Handelsblatt verlauten.

Allein die VW-Tochter Porsche ist bereits vor dem Börsengang mit ihrer geschätzten Bewertung so hoch gehandelt worden wie der gesamte VW-Konzern. Blume sagte außerdem, dass für alle zehn Marken des Mutterkonzerns bereits virtuelle Börsengänge ausprobiert werden würden. Mit der denkbaren Option, dass diesen irgendwann auch echte IPOs folgen könnten. Hierzu liegen indes bereits Spekulationen in der Luft über ein mögliches Börsendebut der zum Unternehmen gehörenden Automarke Audi sowie auch des Batteriegeschäfts von VW.

Jetzt in Autoaktien investieren?

Es gibt im aktuellen Marktumfeld aktuell unzählige Schnäppchen-Chancen, die Sie als Anleger ergreifen können und sollten. Derart historische Gelegenheiten, bei seinen Favoriten noch einmal günstig zum Zug zu kommen, darf man sich schlichtweg nicht entgehen lassen.

Hierzulande bieten sich diesbezüglich ganz klar auch die Aktien der Autobauer an, allen voran die Porsche Holding sowie Volkswagen. Neben guten Aussichten auf satte Kursgewinne stehen hier vor allem üppige Dividendenausschüttungen zu Buche – und diese machen, wie wir wissen, ganz klar einen wesentlichen Unterschied in der Gesamtrendite aus.

Das steht diese Woche noch an:

Heute gibt es unter anderem Q3-Umsatzzahlen von Kering, in Polen steht der Zinsentscheid der Zentralbank an und in den USA die Handelsbilanz 08/22. In China bleiben die Börsen heute feiertagsbedingt noch geschlossen – und zwar für den Rest dieser Woche.

Am morgigen Donnerstag findet der Investor Day der Hannover Rück statt und Imperial Brands präsentiert seinen Q4-Umsatz. Konjunkturseitig erwarten uns morgen Europas Einzelhandelsumsatz 08/22 sowie das EZB Sitzungsprotokoll 8.9.22 und Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche) aus den USA.

Am Freitag findet in Prag dann zum Ende dieser Woche ein informeller EU-Gipfel statt mit den Themen: Russlands Krieg gegen die Ukraine, die Energiekrise und die wirtschaftliche Lage, die EU-Positionierung für die 27. UN-Klimakonferenz sowie Vorbereitungen für das Asien-Europa-Treffen im Dezember in Brüssel.