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Catena – Immobilienkonzern leidet unter Wertverlusten

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Mit Logistik-Immobilien ließ sich in den vergangenen Jahren gut verdienen. Aber der Wind hat sich gedreht. Das bekommt auch der schwedische Immobilienkonzern Catena zu spüren.

DHL zählt zu den größten Kunden

Das im schwedischen Helsingborg ansässige Unternehmen hat operativ in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2023 zwar besser abgeschnitten als im Jahr zuvor. Aber höhere Zinsen und Kosten sowie eine Abwertung des Immobilienvermögens bescherten dem in Stockholm im Nasdaq Nordic Large Cap-Segment gelisteten Konzern unter dem Strich rote Zahlen. Catena unterhält ein umfangreiches Netzwerk von 129 Logistik-Immobilien in Schweden und Dänemark.

Zu den größten Kunden gehört die DHL Group, also die ehemalige Deutsche Post. Der Schweden-Konzern hat in den vergangenen Jahren vom hohen Wachstumstempo des e-commerce und den knappen Logistik-Kapazitäten profitiert. Dieses Geschäft läuft zwar weiterhin gut, wie das Management von Catena betont, doch das rauere globale wirtschaftliche Klima sowie die gestiegenen Zinsen bremsen das Expansionstempo auch bei den Logistik-Kunden von Catena.

Mieteinnahmen klettern kräftig

In den ersten sechs Monaten 2023 kletterten die Mieteinnahmen um 17% auf 892 Millionen Schwedischen Kronen (SEK) – umgerechnet knapp 75 Millionen Euro. Auch beim zweiten großen Standbein, dem Gebäudemanagement, flossen die Einnahmen kräftig. Sie erhöhten sich sogar um 23% auf 583 Millionen SEK (49 Millionen Euro). Zum Teil resultierten die hohen Zuwachsraten aus zugekauften oder neu gebauten Immobilien und zum Teil aus Mieterhöhungen bzw. der Weitergabe  gestiegener Stromkosten und sonstiger Aufwendungen an die Kunden.

Bei der Neubewertung der Immobilien musste Catena dagegen, bedingt insbesondere durch höhere Zinsen, einen erheblichen Wertverlust verkraften. Während im ersten Halbjahr 2022 noch ein Bewertungsgewinn von 1,3 Milliarden SEK (109 Millionen Euro) verbucht werden konnte, entstand in den Monaten Januar bis Juni 2023 ein Verlust von 558 Millionen SEK (47 Millionen Euro).

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rutschte auch der Wert der Derivate-Positionen (überwiegend Zinsderivate) tief in die roten Zahlen. Hier entstand ein Verlust von 32 Millionen SEK (2,7 Millionen Euro), während im ersten Halbjahr 2022 noch ein hoher Wertzuwachs von 521 Millionen SEK (knapp 44 Millionen Euro) die Bilanz geziert hatte.

Leichte Besserung im zweiten Quartal 2023

Als Ergebnis all dieser Entwicklungen verzeichnete Catena im ersten Halbjahr 2023 einen Verlust je Aktie von 0,70 SEK. Im Jahr zuvor war es je Anteilschein noch 43,04 SEK Gewinn (3,60 Euro) gewesen. In dem recht tristen Zahlenwerk gibt es allerdings auch einen Lichtblick: Im zweiten Quartal hat sich die Ertragslage verbessert.

Während das Ergebnis je Aktie im ersten Vierteljahr 2023 noch minus 8,70 SEK betrug, verdiente Catena in den Monaten April bis Juni  8,20 SEK je Aktie. Das ist allerdings immer noch bedeutend weniger als ein Jahr zuvor mit 21,04 SEK.

Trotz der schwachen Entwicklung der letzten Quartale ist das Management von Catena mittelfristig zuversichtlich. Das e-commerce-Geschäft werde weiter stark wachsen, und deshalb würden Logistik-Immobilien gesucht blieben, ist die Geschäftsführung von ihrem Konzept überzeugt. Das gelte vor allem für relativ neue und moderne Objekte, wie sie Catena vermehrt anbietet. Denn die Anforderungen der Logistikbranche an die Immobilien würden zunehmend anspruchsvoller. Die Aktie von Catena verlor nach den Zahlen im deutschen Mittagshandel rund 3,5 % auf Kurse von etwa 32,80 Euro. Das Rekordhoch liegt bei 35,44 Euro und wurde vor gut drei Wochen erzielt.