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Biontech: Corona-Eintagsfliege oder für Anleger noch interessant?

Inhaltsverzeichnis

Sogenannte Corona-Gewinner gab es während der Pandemie viele, aber auf den beflügelten Aufstieg folgte für viele schon bald der tiefe Absturz. Das galt vor allem für Firmen aus dem Technologie-Sektor. Die Aktien waren um ein Vielfaches gestiegen, um nach kurzer Zeit hart auf dem Boden der Tatsachen zu landen.

Zu den sogenannten Corona-Gewinnern zählte natürlich auch der Corona-Impfstoffhersteller Biontech. Im Jahr 2019 war Biontech noch ein kleines Unternehmen mit 100 Millionen Euro Umsatz, das große Verluste machte. Rund ein Jahr später war das längst Geschichte. Biontech gilt heute als profitabelste Firma der deutschen Wirtschaft.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Rückläufiger Umsatz. Aktie schmierte ab.

Die jüngsten Quartalszahlen sprechen allerdings schon wieder eine andere Sprache. Zum ersten Mal seit Corona ist der Umsatz bei Biontech auf 3,2 Millionen Euro gesunken. Das entspricht einem Minus von 40 Prozent. Analysten hatten mit einem solchen Rückgang nicht gerechnet, als Folge fiel die Aktie rasant. Die Kursverluste lagen bei rund 10 Prozent.

Denken Sie, dass Biontech den Gipfel bereits hinter sich gelassen hat?

Unsere Empfehlung lautet: Schreiben Sie Biontech nicht zu früh ab. Schauen Sie sich stattdessen die Zahlen genauer an. Der Umsatz ist vor allem zurückgegangen, weil Lieferungen nach hinten verschoben wurden. Die EU hat eine Bestellung für Juli/August auf September und das vierte Quartal verlegt, weil dann der Omikron Booster für den Winter verfügbar sein soll.

Aufholjagd im nächsten Quartal

Aufgeschoben ist ja bekanntermaßen nicht aufgehoben. Deshalb geht Biontech immer noch davon aus, dass der ursprünglich erwartete Umsatz zwischen 13 und 17 Milliarden Euro erreicht werden kann.

Das Verschieben bringt natürlich Nachteile. Insgesamt hat Biontech 270 Millionen Euro durch abgelaufene Impfstoffe verloren. Das ist okay für ein Unternehmen, das 10 Milliarden Euro Gewinn macht, aber ärgerlich ist es trotzdem. Insbesondere wenn man bedenkt, dass diese Summe vor drei Jahren noch dem 3-fachen Jahresumsatz entsprochen hat.

Trotz der vielleicht enttäuschenden Quartalszahlen sollten Anleger sich bewusst machen, dass die Marktanteile von Biontech weiter wachsen. Im Januar kamen 52 Prozent aller Corona-Impfungen von Biontech, jetzt sind es 63 Prozent.

Der Börsenwert liegt bei 40 Milliarden Euro, die Umsatzprognose bei 13 bis 17 Milliarden. Das entspricht einem Umsatzmultiple von 2,4 bis 3,1. Die Bewertung ist damit günstiger als die von Moderna. Beim Mitbewerber liegt das Umsatzmultiple bei 3,5.

Mehr als ein Impfstoffhersteller

Berücksichtigen sollten Anleger auch die Medikamente, die Biontech im Bereich der Krebstherapie in der Pipeline hat. Hier warten Heilungschancen für Krebspatienten sowie Gewinnchancen für Anleger.

Zudem gibt es die Chance China, denn das Reich der Mitte hat bis heute keinen eigenen Corona-Impfstoff entwickelt. Der Impfstoff von Biontech durchläuft in China bereits ein Zulassungsverfahren. Außerdem gibt es eine Partnerschaft mit dem Pharmakonzern Fosun, sodass ein Verkauf des Impfstoffes in China möglich wäre und wahrscheinlicher wird.

Biontech ist definitv mehr als ein Corona-Gewinner. Das Unternehmen verdient immer noch Ihre Aufmerksamkeit.