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Brambles: Mit Paletten richtig Kohle machen

Inhaltsverzeichnis

Das große Geld an der Börse verdienen nicht nur Unternehmen, die sich einen Namen mit neuen Innovationen machen.

Hohe Gewinne sind zum Beispiel auch mit der einfachen Vermietung von Paletten möglich. Diese Idee hatte Brambles (WKN: A0LA6D), ein australisches Unternehmen, das 1875 als Transportunternehmen gegründet und als größter Paletten-Pooling-Anbieter seit ein paar Jahren richtig durchstartet.

Was genau steckt dahinter? Große Konsumgut-Händler, wie zum Beispiel Coca Cola oder Unilever, nehmen inzwischen davon Abstand, für den Transport Paletten zu kaufen. Stattdessen werden häufig Palletten der Marke CHEP von Brambles gemietet, die wegen ihrer blauen Farbe in der Branche einfach nur „die Blauen“ genannt werden.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Warum mieten statt kaufen?

Die Blauen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, weil beim Paletten-Pooling Unternehmen nur für das bezahlen, was auch wirklich genutzt wird.

Kunden haben immer und überall Zugang zu den CHEP-Paletten, denn Brambles ist Weltmarktführer für Paletten. Insgesamt 350 Millionen Paletten stehen innerhalb des weltweiten Netzwerks zur Verfügung. Damit ist Brambles rund fünfmal größer als der nächststärkste Konkurrent.

Im Konzept wird das Thema Nachhaltigkeit perfekt umgesetzt. Deshalb ist Brambles häufig auch in ESG- und Nachhaltigkeitsfonds vertreten. Paletten-Pooling-Kunden profitieren von einer perfekten Auslastung, Leerfahrten fallen nahezu komplett weg, Lieferketten werden effizienter gestaltet. Coca Cola konnte zum Beispiel durch den Einstieg ins Paletten-Pooling den CO²-Verbrauch um rund 60 % reduzieren.

Die Zahlen im Überblick

An der Börse ist Brambles 11 Milliarden US-Dollar wert, der Umsatz liegt bei 6 Milliarden Dollar, der Gewinn bei 600 Millionen Dollar. Das Verhältnis zwischen Börsenwert und Gewinn liegt somit bei 19, die Dividendenrendite bei 2%.

Zudem ist Brambles immer mal wieder als möglicher Übernahmekandidat im Gespräch. Zuletzt ging das Gerücht um, dass die Firma für 14 Milliarden Dollar aufgekauft werden könnte. Beim jetzigen Kurs würde das immerhin einer Rendite von rund 30 % entsprechen.

Wie Brambles in Zukunft noch mehr Geld verdienen könnte

Große Investoren behalten Brambles im Blick, weil die Zahlen gut sind und weil noch einiges an Potenzial in diesem Unternehmen schlummert. In puncto Effizienz könnte Brambles zum Beispiel noch eine Schüppe drauflegen.

Zum einen setzt Brambles Preiserhöhungen nur sehr zögerlich um. Aufgrund der großen Markmacht könnte sich der Paletten-Pooling-Anbieter mehr leisten, zumal es eigentlich nahezu keine Alternative gibt.

Zum anderen hat Brambles ein Problem damit, dass Paletten verloren gehen. Natürlich gehen aus dem Pool immer mal wieder Paletten kaputt, viele gehen aber tatsächlich verloren beziehungsweise werden gestohlen. Anfang der 2000-Jahre hatte Brambles 15 Millionen Paletten in Europa verloren. Sollte das Unternehmen einen Weg finden, die Verluste zu reduzieren, könnten bis zu 150 Millionen Dollar gespart werden.

Brambles lohnt auf jeden Fall einen Blick. Sie könnten von Gewinnchancen profitieren.