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Digitale Aufrüstung für die Cyberverteidigung!

Inhaltsverzeichnis

In der Bundespolitik stehen neben dem Bundeskanzler Olaf Scholz derzeit überwiegend der Wirtschaft- und Klimaminister Robert Habeck, die Außenministerin Annalena Baerbock oder die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Deutlich in den Hintergrund rückt der Fakt, dass Deutschland mittlerweile auch einen Digitalminister hat, der auch der Cyberverteidigung ein ebenso großes wie wichtiges Augenmerk zukommen lassen muss. Volker Wissing ist eben nicht nur der Verkehrsminister, sondern leitet das Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

Premiere: erste G7-Digitalministerkonferenz unter deutscher Führung

Aktuell startete am 10.05.22 erstmals die zweitägige G7-Digitalministerkonferenz in Düsseldorf. Hierzu hat sich auch der Digitalverband Bitkom geäußert: Die Digitalministerkonferenz in Düsseldorf ist eine Premiere. Erstmals nimmt für Deutschland mit Volker Wissing ein Digitalminister teil, und dann gleich als Vorsitzender. In den Vorjahren war nie wirklich klar, wer innerhalb der Bundesregierung überhaupt der richtige Ansprechpartner fürs Digitale ist.

Zu den drängendsten Aufgaben der führenden Industrienationen gehört die Stärkung der Cyberresilienz. Die Sicherheit des Cyberraums hat durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Desinformationskampagnen und Cyberattacken gegen westliche Staaten stark an Aktualität und Relevanz gewonnen.

Die Cyberangriffe im Vorfeld und Verlauf des Kriegs in der Ukraine zeigen die Verwundbarkeit unserer Gesellschaften

Die Attacken, etwa auf kritische Infrastrukturen, können nur schwer den tatsächlichen Tätern zugeordnet und geahndet werden. Es fehlt ein internationales Set an Normen zur Bewertung staatlicher Handlungen im Cyberraum. Es ist höchste Zeit, dass sich die führenden Industriestaaten auf verbindliche Regeln einigen und diese im nächsten Schritt zur Grundlage weltweit respektierter Standards machen und sanktionsbewehren. Dieser Prozess sollte durch die deutsche G7-Prasidentschaft weiter forciert werden.

Der Bitkom begrüßt, dass die G7 bei der Bekämpfung von Cyberangriffen intensiver und besser zusammenarbeiten will. Informationen dazu sollten nicht nur zwischen Staaten geteilt werden, sondern es sollte auch die Wirtschaft in die tagesaktuelle Cyber-Sicherheitslage einbezogen werden. Die zusammengeführten Informationen sollten über eine zentrale Anlaufstelle zugänglich gemacht werden, etwa über ein kontinuierlich aktualisiertes Dashboard. Ich begrüße und unterstütze diese Entwicklungen uneingeschränkt.