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Umfrage: Ukrainekrieg trifft 78 % der deutschen Unternehmen

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Die Aktienkurse erholen sich seit Anfang März. Man könnte meinen, die seit Ende Februar laufenden Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland (die völlig ergebnislos verlaufen) würden alle Probleme beheben, mit denen sich die Anleger kurz zuvor auseinandersetzen mussten. Doch dem ist nicht so. Die Probleme beginnen erst.

So wird die durch eine sehr einseitige Coronapolitik verursachte Mangelwirtschaft durch den russischen Krieg in der Ukraine nochmals dramatisch verschärft. Vor dem Krieg waren etwa Halbleiter und Bauholz knapp. In Deutschland auch Erdgas. Jetzt sind es zusätzlich Diesel, Kali, Weizen, Speiseöl, Kohle, Öl, Senf… Ich muss diese Liste in den kommenden Wochen wahrscheinlich endlos erweitern.

Wirtschaft aus den Fugen, Versorgung ernsthaft gefährdet

Nein, das ist kein „vorübergehender Effekt“. Die Wirtschaft ist völlig aus den Fugen geraten. Und unsere Politiker haben den Ernst der Lage immer noch nicht erfasst und betreiben weiterhin ihre sinnlosen Quarantäne- und 3G-Spielchen, die Wirtschaft und Wohlstand zerstören. Übrigen als letztes Land in Europa: Alle anderen haben die Coronaeinschränkungen entweder komplett oder größtenteils aufgehoben. Und das teils schon vor Monaten (UK zum Beispiel schon Ende Oktober 2021). Und die leben immer noch.

Und jetzt kommen neue Risiken aus dem Ukrainekrieg hinzu. Wo vielen Unternehmen nach zwei Jahren ständiger Behinderungen das Wasser finanziell bereits bis zum Hals steht.

Umfrage: Ukrainekrieg trifft 78 % der deutschen Unternehmen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat gerade eine brandneue Umfrage unter 3.700 Firmen beauftragt, ob diese direkt oder indirekt vom Krieg in der Ukraine betroffen sind. Nach dieser Umfrage gaben 78 Prozent an, die Auswirkungen des Krieges bzw. der gegen Russland verhängten Sanktionen zu spüren. Lediglich 22 Prozent verneinten diese Frage.

Besonders alarmierend seien die Ergebnisse für die Industrie, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Nachrichten-Agentur Reuters. Zwei von drei Unternehmen geben an, Preissteigerungen an Kunden weiterzugeben. „Hier droht zusätzliches Inflationspotenzial.“ Probleme bei den Lieferketten haben drei Viertel der Industriebetriebe, fast 90 Prozent spüren einen Rohstoffmangel.

Kein Aufschwung, stattdessen Inflation und Mangel

Wir sehen also folgende Effekte auf die Wirtschaft. Der erhoffte Erholungseffekt im Zuge langsam zurückgefahrener Coronaeinschränkungen wird durch die Kriegs- und Sanktionsfolgen wieder zerstört. Manche Experten sagen sogar, dass die Kriegsfolgen die deutsche Wirtschaft noch härter treffen könnten als die Coronapolitik.

Gleichzeitig geben die Unternehmen ihre teils stark gestiegenen Kosten an die Verbraucher weiter. Was die Mangel- und Energiepreis-bedingte hohe Inflation noch weiter anheizt. Gleichzeitig versuchen die Verbraucher unnötige Ausgaben einzusparen, um die Inflation zu kompensieren.

Gewinne und Aktienkurse dürften dramatisch einbrechen

Was heißt das für die Unternehmen? Deren „Preisüberwälzungsmacht“ wird bald am Ende sein. Gleichzeitig wird der immer größere Mangel an (bezahlbaren) Rohstoffen und Vorprodukten die Erfüllung von Aufträgen verhindern. Simultan dazu werden die Kosten weiter steigen. Man braucht kein Prophet sein, um das Ergebnis dieser Entwicklung abzusehen: deutliche Gewinneinbußen und drastische Kurseinbrüche an den Börsen.